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Programmbreite vs. Programmtiefe: Definition & Beispiel (Sortiment)

  • epileptik
  • 9. April 2006 um 22:50
  • Erledigt
  • epileptik
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    22
    • 9. April 2006 um 22:50
    • #1

    Kurz erklärt:

    • Programmbreite (Sortimentsbreite) = Anzahl verschiedener Produktlinien nebeneinander – also wie viele unterschiedliche Produktarten.
    • Programmtiefe (Sortimentstiefe) = Anzahl der Varianten innerhalb einer Produktlinie (Größen, Farben, Modelle).

    Beispiel Schuhgeschäft: Die Breite sind die Linien Sneaker, Stiefel, Sandalen. Die Tiefe sind die vielen Größen und Farben innerhalb der Sneaker.

    Merksatz: Breite = nebeneinander (horizontal), Tiefe = untereinander (vertikal).

    Grüß Gott,
    kann mir jemand hier den Unterschied erklären und dazu ein paar Beispiele sagen.

    Tausend Dank im voraus!!! :man:

    Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.

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  • dr.niel
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    110
    • 9. April 2006 um 23:05
    • #2

    Ich erkläre es mal am Beispiel von VW.
    Mit Polo, Caddy, Golf, Passat, Jetta, Touran, Touareg, Phateon, New Bettle und GTI ist die Breite des Programms beschrieben.
    Die Tiefe sind dann jeweils die Ausstattungsvarianten. Also 1.4, 1.6, 2.0, 1.9 tdi, sdi, fti, Cabrios, und soweiter.

  • Strolch
    Moderator
    Beiträge
    1.504
    • 9. April 2006 um 23:24
    • #3

    Oder etwas allgemeiner Ausgedrückt, ein Unternehmen produziert 6 Maschinen in jeweils 4 Varianten.

    Die 6 verschiedenen Maschinen sind die breiten, die jeweils vier verschiedenen Varianten die Tiefe.

    d.h.

    Programmtiefe = wie viele verschiedene Ausführungen es innerhalb einer Produktfamilie. bzw. Produktlinie gibt

    Programmbreite = Anzahl der Produktlinien bzw. Produktfamilien

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  • jana12
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    5
    • 19. August 2006 um 21:42
    • #4

    Programmbreite (Produktionsbreite) legt die Zahl dert verschiedenen Erzeugnisse fest, die ein Industriebetrieb ohne Wesentliche Umstellung der Produktionsanlage herstellen kann,
    Ist in der Regel am Absatzmarkt orientiert, und es wird in breites und enges Produktionsprogramm unterschieden.
    Die Programmtiefe (Produktionstiefe)
    bringt die Zahl der innerbetrieblichen Produktionsstufen zum Ausdruck Sie ist von der Art des Produktes abhängig, und es wird ein flaches und tiefes Produktionsprogramm unterschieden.
    Werden Produktionsstufen auf andere Betriebe übertragen, liegt Fremdbezug vor.

  • Jeromé
    Benutzer
    Beiträge
    73
    • 22. August 2006 um 12:41
    • #5

    Hi,

    Programmbreite

    Viele oder wenige Produktarten in vielen oder wenigen Ausführungen (Form, Farbe, Qualitäten).

    Im Folgenden sollen einmal die Vor- und Nachteile eines breiten Produktionsprogrammes aufgezeigt werden:

    Vorteile:
    Risikostreuung
    bessere Absatzchance (Einkaufsbequemlichkeit für den Kunden)
    Möglichkeiten der Mischkalkulation (unterschiedliche Verkaufszuschläge)
    Möglichkeiten der Verwertung von Abfällen (Kuppelproduktion)

    Nachteile:
    erhöhte Kosten (Umrüstung)
    schwer überschaubare Betriebsstruktur
    schwierige Werbung und Forschung
    Zersplitterung der Kräfte im Einkaufs- und Absatzbereich (Multimarktkonzept)
    verhindert Spezialisierungsmöglichkeiten

    Programmtiefetiefes Produktionsprogramm:
    mehrere Fertigungsstufen von der Rohstoffgewinnung bis zur Herstellung des Fertigungserzeugnisses
    weniger tiefes Produktionsprogramm:
    Montagebetrieb (fertige Teile werden bezogen und weiterverarbeitet)
    Die Absatz- und die Fertigungsplanung verfolgen entgegengesetzte Interessen:

    Während die Absatzplanung ein möglichst breites Produktionsprogramm (Variantenvielfalt) wünscht, welches die Absatzchancen verbessert, bevorzugt hingegen die Fertigungsplanung ein enges Produktionsprogramm, um die Fertigungsanlagen möglichst hoch auszulasten.

    Ich hoffe ich konnte Dir helfen.

    Gruß

    Jeromé

  • Strolch
    Moderator
    Beiträge
    1.504
    • 22. August 2006 um 12:49
    • #6

    Vielleicht solltet ihr mal auf das Datum der Anfrage achten, April ist nämlich schon verdammt lang her!

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  • Jeromé
    Benutzer
    Beiträge
    73
    • 23. August 2006 um 12:03
    • #7

    Hi,

    Entschuldigung habe ich nicht gesehen. Hatte es gestern ziemlich eilig.

    Das kommt davon, wenn man schnell helfen will.


    :wein:


    Gruß

    Jeromé

  • Strolch
    Moderator
    Beiträge
    1.504
    • 23. August 2006 um 15:04
    • #8

    Für die Zukunft ist es ja nicht verkehrt, eine ausührliche Antwort in der Datenbank zu haben
    aber da ich selber ein Suchfunktionsverweigerer bin, glaub ich halt dass es vergebliche Liebesmühe ist!

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  • Basti92
    Marketing
    Beiträge
    12
    • 17. Juni 2026 um 10:10
    • #9

    Beide Begriffe beschreiben die Struktur des Sortiments (bzw. Produktprogramms) eines Anbieters. Man kann sie sich als zwei Achsen vorstellen: Die Breite geht in die Horizontale, die Tiefe in die Vertikale.

    Programmbreite (Sortimentsbreite): Anzahl der unterschiedlichen Produktlinien bzw. Warengruppen, die nebeneinander gefuehrt werden. Je mehr verschiedene Produktarten ein Unternehmen anbietet, desto breiter ist das Programm.

    Programmtiefe (Sortimentstiefe): Anzahl der Varianten bzw. Artikel innerhalb einer Produktlinie - also Auspraegungen nach Groesse, Farbe, Ausstattung, Modell oder Geschmacksrichtung. Je mehr Alternativen es je Linie gibt, desto tiefer ist das Programm.

    Der Unterschied in einem Satz: Die Breite sagt, wie viele verschiedene Produktlinien es gibt, die Tiefe, wie viele Varianten es je Linie gibt.

    Konkretes Beispiel - ein Schuhhersteller:

    • Breite = die Produktlinien nebeneinander: Sneaker, Stiefel, Sandalen, Laufschuhe.
    • Tiefe = die Varianten innerhalb der Linie "Sneaker": jedes Modell in mehreren Groessen, Farben und Materialien.

    Ein zweites Beispiel: Ein Automobilhersteller mit den Baureihen Kleinwagen, Limousine, SUV und Transporter (= Breite) bietet jede Baureihe in mehreren Motorisierungen, Ausstattungslinien und Lackierungen an (= Tiefe).

    Strategische Bedeutung (Sortimentspolitik): Ein breites Sortiment zielt auf das "Alles-aus-einer-Hand"-Prinzip und spricht viele Bedarfsgruppen an (typisch fuer Warenhaeuser oder Vollsortimenter), bindet aber Kapital und Flaeche. Ein tiefes Sortiment bedient eine Zielgruppe besonders genau und signalisiert Kompetenz/Spezialisierung (typisch fuer Fachgeschaefte). In der Praxis ist es ein Abwaegen zwischen Vielfalt und Auswahl - mehr Breite und Tiefe erhoehen die Auswahl, aber auch Komplexitaet, Lager- und Beschaffungskosten.

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