Study-Board.de
  1. Magazin
    1. Hochschulen
    2. Häufige Fragen
  2. Forum
    1. Dashboard
    2. Unerledigte Themen
    3. Datenbanken
    4. Semantische Suche
  3. Mediathek
  4. Umfragen
  5. Studium
    1. Welches Fernstudium?
    2. Hochschulfinder
    3. Studiengänge
    4. Hochschulen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Forum
  • Artikel
  • Seiten
  • Galerie
  • Datenbank-Einträge
  • Umfragen
  • Erweiterte Suche
  1. Study-Board.de
  2. Forum
  3. Fachforen Wirtschaftswissenschaften
  4. Betriebswirtschaftslehre
Anzeige
SGD Fernstudium – WM-Vorteile 2026

BCG-Matrix: Wie ordne ich Produkte in Stars, Cash Cows, Question Marks und Poor Dogs ein – und was folgt daraus?

  • Basti92
  • 3. September 2026 um 14:15
  • Unerledigt
  • Basti92
    Marketing
    Beiträge
    21
    • 3. September 2026 um 14:15
    • #1

    Moin zusammen,

    ich sitze über einer Übungsaufgabe zur Portfolio-Analyse und komme an einer Stelle nicht weiter. Gegeben sind vier Produkte mit Umsatz, Marktanteil, Marktanteil des größten Wettbewerbers und Marktwachstum. Ich soll sie in die BCG-Matrix einordnen und „Normstrategien ableiten“.

    Zwei Dinge verwirren mich:

    • Auf welcher Achse steht was? Ich habe in zwei Skripten unterschiedliche Darstellungen gesehen und einmal die Achsen vertauscht – prompt lag alles im falschen Quadranten.
    • Was genau ist der relative Marktanteil? Ich habe erst einfach meinen Marktanteil in Prozent eingetragen, aber dann passt die Skala nicht zur Trennlinie.

    Und ehrlich gesagt: Was soll ich unter „Normstrategie“ schreiben, ohne dass es nach Bauchgefühl klingt? 😅 Bei den Poor Dogs steht in meinen Unterlagen „eliminieren“, das kommt mir für ein Produkt, das noch Umsatz bringt, ziemlich radikal vor.

    Danke für jeden Hinweis!

  • Anzeige
    EHiP100 % digitales Studium, auch ohne Abitur – Studiengänge ansehen.
    Mehr erfahren →
  • Lena96
    BWL · Fernstudium
    Beiträge
    36
    • 3. September 2026 um 15:50
    • #2

    Die Achsenverwirrung kannst du dir sparen, wenn du dir merkst, welche Größe du beeinflussen kannst und welche nicht:

    • Senkrechte Achse (y): Marktwachstum – die externe Größe. Sie sagt, wie attraktiv der Markt ist, und ist von dir nicht steuerbar.
    • Waagerechte Achse (x): relativer Marktanteil – die interne Größe. Sie sagt, wie stark du in diesem Markt bist, und die kannst du beeinflussen.

    „Außen kann ich nichts machen, innen schon“ – so habe ich es mir gemerkt. Wenn eine Darstellung die Achsen tauscht, ist das kein Fehler, aber in der Klausur beschriftest du sie ohnehin selbst, dann bist du auf der sicheren Seite.

    Relativer Marktanteil heißt: eigener Marktanteil geteilt durch den Marktanteil des stärksten Wettbewerbers. Beispiel: du hast 20 %, der Marktführer 40 % → 20/40 = 0,5. Umgekehrt, du hast 40 % und der Zweitgrößte 20 % → 2,0. Deshalb liegt die Trennlinie bei 1,0: rechts davon bist du Marktführer, links davon nicht. Mit reinen Prozentwerten funktioniert das nicht, deswegen passt deine Skala nicht.

    Die vier Felder ergeben sich dann von selbst:

    • Question Marks (hohes Wachstum, geringer relativer Anteil): Nachwuchsprodukte. Attraktiver Markt, aber du bist noch klein. Hoher Mittelbedarf, unsicherer Ausgang.
    • Stars (hohes Wachstum, hoher Anteil): laufen gut, kosten aber auch viel, weil Wachstum finanziert werden muss. Der Zahlungsmittelsaldo ist ungefähr ausgeglichen.
    • Cash Cows (geringes Wachstum, hoher Anteil): reifer Markt, starke Position, wenig Investitionsbedarf → hier wird das Geld verdient.
    • Poor Dogs (geringes Wachstum, geringer Anteil): schwache Position in einem müden Markt.

    Und daraus folgen die Normstrategien – das ist der Teil, der eben nicht Bauchgefühl ist, sondern eine feste Zuordnung:

    • Question Mark → selektive Strategie: entweder offensiv ausbauen (Ziel: Star) oder aussteigen. Das „entweder/oder“ gehört ausdrücklich dazu.
    • Star → Investitions- bzw. Wachstumsstrategie: Position halten und ausbauen.
    • Cash Cow → Abschöpfungsstrategie: Position halten, Überschüsse abziehen.
    • Poor Dog → Desinvestitionsstrategie.

    Der Zusammenhang, den Korrektoren gern sehen, ist der Geldkreislauf: Die Cash Cows finanzieren die Question Marks und die Stars. Der Ideal-Pfad eines Produkts läuft Question Mark → Star → Cash Cow → Poor Dog – das ist im Kern der Produktlebenszyklus in Matrixform. Zeichne die Produkte außerdem als Kreise, deren Fläche dem Umsatzanteil entspricht; das wird in Aufgaben mit Umsatzangaben oft erwartet.

  • Sophie99
    Marketing
    Beiträge
    25
    • 3. September 2026 um 18:05
    • #3

    Ergänzend zum Rechenteil, weil da die meisten Punkte verloren gehen:

    Die x-Achse wird üblicherweise logarithmisch skaliert (z. B. von 0,1 bis 10) und in vielen Darstellungen umgekehrt gerichtet, also hohe Werte links. Klingt schräg, hat aber den Grund, dass die Cash Cows dann unten links stehen. Wichtig für dich: Schau in der Angabe nach, wie die Achse läuft, und beschrifte sie in deiner eigenen Zeichnung eindeutig. Wenn nichts vorgegeben ist, nimm die Standardform und schreib einen Satz dazu.

    Die Trennlinie beim Marktwachstum ist nicht naturgegeben. Üblich sind: das durchschnittliche Wachstum aller betrachteten Märkte, das Wachstum des Gesamtmarkts oder ein vorgegebener Referenzwert. In Klausuren steht der Wert fast immer in der Angabe – wenn nicht, definierst du ihn selbst und begründest es. Das ist ein Punkt, kein Risiko.

    Mein Ablauf für solche Aufgaben:

    1. Tabelle anlegen: Produkt, Marktanteil, Anteil des stärksten Wettbewerbers, relativer Marktanteil, Marktwachstum, Umsatz.
    2. Relativen Marktanteil ausrechnen und hinschreiben – Zwischenschritte sichern dir die Folgefehlerregelung.
    3. Matrix zeichnen, beide Achsen mit Größe und Einheit beschriften, Trennlinien einzeichnen.
    4. Produkte als Kreise eintragen, Kreisfläche proportional zum Umsatz, jedes Produkt beschriften.
    5. Je Produkt: Quadrant benennen → Normstrategie → ein Satz Begründung aus den Daten.

    Zu deinem Bauchgefühl bei den Dogs: Deine Skepsis ist völlig berechtigt, und genau die gehört in den Kritikteil. Die Matrix arbeitet mit zwei Dimensionen und unterstellt, dass ein hoher relativer Marktanteil über die Erfahrungskurve automatisch Kostenvorteile bringt und dass Marktwachstum allein die Attraktivität beschreibt. Weitere Schwachstellen:

    • Die Marktabgrenzung entscheidet das Ergebnis. Definiere ich den Markt eng genug, wird fast jedes Produkt zum Marktführer. Das ist der wirksamste Einwand und lässt sich in einem Satz sagen.
    • Verbundeffekte fehlen. Ein „Dog“ kann Ergänzungs-, Ersatzteil- oder Imageprodukt sein, ohne das die Cash Cow schlechter läuft.
    • Die Daten sind vergangenheitsorientiert – eine Momentaufnahme statt einer Entwicklung.

    Deshalb heißt es Normstrategie: eine Standardempfehlung, die man begründet auch verwerfen darf. Wenn im Operator „beurteilen“ steht, ist genau das erwartet.

  • DieJulia
    Master BWL
    Beiträge
    31
    • 3. September 2026 um 20:40
    • #4

    Nur noch die Einordnung, die in Klausuren gern direkt hinterhergeschoben wird: die McKinsey-Matrix (auch Marktattraktivitäts-Wettbewerbsstärken-Portfolio). Sie ist die Antwort auf genau die Kritik, die Sophie beschrieben hat.

    • Statt zwei einzelner Kennzahlen stehen dort zwei zusammengesetzte Dimensionen: Marktattraktivität (Wachstum, Marktgröße, Wettbewerbsintensität, Preisniveau …) und relativer Wettbewerbsvorteil (Marktanteil, Qualität, Kostenposition, Vertriebsstärke …), jeweils über gewichtete Kriterien bewertet.
    • Ergebnis ist ein Neun-Felder-Raster mit drei Zonen: Investition und Wachstum in der einen Ecke, selektive Strategien auf der Diagonalen, Abschöpfung und Desinvestition in der gegenüberliegenden Ecke.

    Faustregel für die Frage „welche nehme ich“: BCG, wenn nur Marktanteil und Wachstum gegeben sind – McKinsey, wenn eine Kriterientabelle mit Gewichten dabeisteht. Die Gewichtung ist gleichzeitig die Schwäche des Verfahrens, weil sie subjektiv gesetzt wird.

    Was ich mir bei solchen Aufgaben angewöhnt habe: Ein Portfolio ist ein Strukturierungs- und Kommunikationswerkzeug, keine Entscheidung. Es zeigt, wo das Geld verdient und wo es gebraucht wird, und es zwingt dazu, das gesamte Sortiment gleichzeitig anzuschauen statt Produkt für Produkt. Wenn du das im Fazit unterbringst und dann sagst, welche Zusatzinformationen du vor einer echten Eliminierungsentscheidung bräuchtest – Deckungsbeitrag, Verbundwirkung, Restlebensdauer des Produkts –, hast du den Transferteil sauber bedient.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

Benutzerkonto erstellen Anmelden

Letzte Beiträge

    1. Thema
    2. Antworten
    3. Letzte Antwort
    1. BCG-Matrix: Wie ordne ich Produkte in Stars, Cash Cows, Question Marks und Poor Dogs ein – und was folgt daraus? 3

      • Basti92
      • 3. September 2026 um 14:15
      • Betriebswirtschaftslehre
      • Basti92
      • 3. September 2026 um 20:40
    2. Antworten
      3
      Zugriffe
      5
      3
    3. DieJulia

      3. September 2026 um 20:40
    1. Motivationstheorien in der Klausur: Maslow, Herzberg, X/Y – wie halte ich die auseinander? 3

      • Lena96
      • 1. September 2026 um 20:10
      • Betriebswirtschaftslehre
      • Lena96
      • 3. September 2026 um 07:40
    2. Antworten
      3
      Zugriffe
      51
      3
    3. PhilBWL

      3. September 2026 um 07:40
    1. Personalbedarfsplanung: Wie komme ich sauber vom Brutto- zum Nettopersonalbedarf? 3

      • DieJulia
      • 30. August 2026 um 19:10
      • Betriebswirtschaftslehre
      • DieJulia
      • 1. September 2026 um 06:20
    2. Antworten
      3
      Zugriffe
      64
      3
    3. NinaZahlen

      1. September 2026 um 06:20
    1. Skonto ziehen oder das Zahlungsziel voll ausnutzen – wie teuer ist der Lieferantenkredit wirklich? 2

      • Basti92
      • 27. August 2026 um 17:45
      • Betriebswirtschaftslehre
      • Basti92
      • 28. August 2026 um 07:10
    2. Antworten
      2
      Zugriffe
      98
      2
    3. FabianControl

      28. August 2026 um 07:10
    1. Break-even-Point – warum teile ich einfach die Fixkosten durch den Deckungsbeitrag, und was sagt die Zahl dann aus? 5

      • OleNordwind
      • 23. August 2026 um 15:35
      • Betriebswirtschaftslehre
      • OleNordwind
      • 27. August 2026 um 19:32
    2. Antworten
      5
      Zugriffe
      172
      5
    3. FieteAhlers

      27. August 2026 um 19:32
    1. Optimale Bestellmenge: Warum gibt es überhaupt ein Optimum – und wieso steht in der Andler-Formel eine Wurzel? 2

      • PhilBWL
      • 25. August 2026 um 15:50
      • Betriebswirtschaftslehre
      • PhilBWL
      • 25. August 2026 um 20:40
    2. Antworten
      2
      Zugriffe
      131
      2
    3. MaxFinance

      25. August 2026 um 20:40
    1. Einliniensystem, Stab-Linien-Organisation, Matrix – woran erkenne ich in der Klausur, welche Organisationsform gemeint ist? 3

      • PhilBWL
      • 6. August 2026 um 15:40
      • Betriebswirtschaftslehre
      • PhilBWL
      • 7. August 2026 um 08:05
    2. Antworten
      3
      Zugriffe
      234
      3
    3. RobertM

      7. August 2026 um 08:05
    1. Interner Zinsfuß – warum kommt bei der Methode manchmal eine andere Rangfolge raus als beim Kapitalwert? 2

      • JuliBuecher
      • 3. August 2026 um 17:40
      • Betriebswirtschaftslehre
      • JuliBuecher
      • 4. August 2026 um 07:15
    2. Antworten
      2
      Zugriffe
      181
      2
    3. SvenjaFinanz

      4. August 2026 um 07:15
    1. ABC-Analyse in der Materialwirtschaft – wo genau ziehe ich die Grenzen zwischen A, B und C? 3

      • DieJulia
      • 1. August 2026 um 14:20
      • Betriebswirtschaftslehre
      • DieJulia
      • 2. August 2026 um 06:45
    2. Antworten
      3
      Zugriffe
      170
      3
    3. Basti92

      2. August 2026 um 06:45
    1. Liquiditätsgrade 1., 2. und 3. Grades – was sagen die Kennzahlen wirklich aus? 4

      • Sara93
      • 30. Juli 2026 um 14:20
      • Betriebswirtschaftslehre
      • Sara93
      • 1. August 2026 um 07:30
    2. Antworten
      4
      Zugriffe
      183
      4
    3. SvenjaFinanz

      1. August 2026 um 07:30
Anzeige
SGD Fernstudium – WM-Vorteile 2026: 10 % auf über 100 Kurse

Registrierung

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

Benutzerkonto erstellen

Lernhilfen & Ratgeber

Geprüfte Wegweiser für Studium & Fernstudium:

  • 🎓 BWL-Fernstudium: Anbieter-Vergleich 2026
  • 📝 Einsendeaufgaben-Hilfe (SGD, ILS & Co.)
  • 🏫 Fernstudium-Anbieter & Erfahrungen
  • 📚 Studium Allgemein
  • ❓ Häufige Fragen: Fernstudium
Anzeige · Fernstudium-Anbieter
Hochschule FreseniusTIPPInfomaterial zu Fernstudien kostenlos anfordernSGD – Studiengemeinschaft DarmstadtTraditionsreiche Fernschule – 4 Wochen kostenlos testenILS FernschuleDeutschlands größte Fernschule – 4 Wochen gratis testenWilhelm Büchner HochschuleTechnik-Fernstudium, staatlich anerkanntFernakademieGeprüftes Fernstudium, jederzeit startenEHiP100 % digitales Studium, auch ohne Abitur
Partnerlinks – für dich kostenlos.

Beliebte Studienthemen

BWL VWL Rechnungswesen Steuerlehre Mathe & Statistik Wirtschaftsrecht Wirtschaftsinformatik Wirtschaftswissenschaften Einsendeaufgaben Fernstudium-Anbieter

Letzte Beiträge

  1. BCG-Matrix: Wie ordne ich Produkte in Stars, Cash Cows, Question Marks und Poor Dogs ein – und was folgt daraus?

    DieJulia
    3. September 2026 um 20:40
  2. Motivationstheorien in der Klausur: Maslow, Herzberg, X/Y – wie halte ich die auseinander?

    PhilBWL
    3. September 2026 um 07:40
  3. Personalbedarfsplanung: Wie komme ich sauber vom Brutto- zum Nettopersonalbedarf?

    NinaZahlen
    1. September 2026 um 06:20
  4. Skonto ziehen oder das Zahlungsziel voll ausnutzen – wie teuer ist der Lieferantenkredit wirklich?

    FabianControl
    28. August 2026 um 07:10
  5. Break-even-Point – warum teile ich einfach die Fixkosten durch den Deckungsbeitrag, und was sagt die Zahl dann aus?

    FieteAhlers
    27. August 2026 um 19:32
Anzeige · Studentenrabatt
📰 Studenten lesen billigerZeitungs- & Zeitschriften-Abos für Studierende – bis −75 %. SPIEGEL, DIE ZEIT, Handelsblatt, Wirtschaftswoche & Über 1.000 Titel.Zu den Studenten-Abos →
Partnerlink – für dich kostenlos.

Statistiken

Themen
59.243
Beiträge
114.372
Bilder
1
Videos
0
Mitglieder
37.066
Meiste Benutzer online
17.968
Neuestes Mitglied
FieteAhlers
  1. Impressum
    1. Datenschutzerklärung
    2. Verhaltenskodex
      1. Learn to Post
  2. Mediadaten
  3. Kontakt
  4. Presse

Über Study-Board.de

Study-Board.de ist eine der größten deutschen Communities rund ums Studium – mit über 37.000 Mitgliedern und mehr als 112.000 Beiträgen. Hier findest du Hilfe bei Einsendeaufgaben (SGD, ILS & Co.), verständliche Erklärungen zu BWL- und VWL-Fachbegriffen, Skripte, Klausurtipps und echte Erfahrungen zu Fernstudium-Anbietern wie IU, AKAD und Euro-FH.

Forum, Ratgeber und Linkdatenbank – Lernen, Austausch und gegenseitige Hilfe an einem Ort. Unabhängig und von Studierenden für Studierende.

Community-Software: WoltLab Suite™