Servus, ich stolpere gerade über etwas, das ich betriebswirtschaftlich nicht zusammenbekomme.
Bei uns im Betrieb (Zulieferer, ich bin im dualen Studium) wurde in einer Runde erwähnt, man denke über Factoring nach. Mein Chef hat es so erklärt: Man verkauft die offenen Rechnungen an eine Factoring-Gesellschaft und bekommt dafür sofort Geld, aber eben nicht die volle Summe.
Und genau da hakt es bei mir. Wenn ich eine Rechnung über 100.000 € habe und dafür nur, sagen wir, 97.000 € bekomme, habe ich doch 3.000 € verschenkt. Der Kunde zahlt doch am Ende sowieso – das ist ein großer Konzern mit 60 Tagen Zahlungsziel, der geht nicht pleite. Warum verzichtet man freiwillig auf Geld, das einem sicher zusteht?
In meinem Finanzierungsskript steht Factoring unter „Außenfinanzierung“, aber die zwei Sätze dort erklären mir nicht, wann sich das rechnet. Kann das jemand mit Zahlen erklären? Und ist es nicht ein schlechtes Zeichen, wenn eine Firma sowas macht?