Finde eure Punkte beide gut, möchte aber nochmal aus der Praxis ergänzen. Bei uns im Marketing haben wir letztes Jahr die Einführung eines neuen CRM-Prozesses begleitet, und wir sind tatsächlich hybrid gefahren - klassisch in der Grobplanung (Budget, Schulungstermine, Rollout-Datum standen fest und mussten ans Management berichtet werden), aber die eigentliche Prozessgestaltung lief in kurzen Zyklen mit Feedbackrunden aus den Teams.
Mein Learning daraus für solche Projektarbeiten: Die reine Theorie-Abwägung "klar definiert vs. unsicher" greift in der Praxis oft zu kurz, weil ein Projekt selten durchgehend das eine oder andere ist. Bei uns war z.B. der Zeitrahmen stabil (Pflichtargument für MaxFinance), aber wie genau die Mitarbeitenden den Prozess im Alltag nutzen würden, war am Anfang gar nicht klar - das kam erst durch Testläufe raus.
Für deine Arbeit, Sara, würde ich das so argumentieren: nimm die Kriterien (Stabilität der Anforderungen, Stakeholder-Einbindung, regulatorische Vorgaben) und prüfe sie für einzelne Projektphasen statt für das Projekt als Ganzes. Dann kannst du begründen, warum z.B. die Rahmenplanung klassisch bleibt, aber die Umsetzung agile Elemente bekommt. Das wirkt methodisch reflektierter als eine pauschale Entscheidung für eine Seite und lässt sich auch gut mit Literatur zu hybridem PM stützen.