Study-Board.de
  1. Magazin
    1. Hochschulen
    2. Häufige Fragen
    3. Infomaterial zum Fernstudium
  2. Forum
    1. Dashboard
    2. Unerledigte Themen
    3. Datenbanken
    4. Semantische Suche
  3. Mediathek
  4. Umfragen
  5. Studium
    1. Welches Fernstudium?
    2. Hochschulfinder
    3. Studiengänge
    4. Hochschulen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Forum
  • Artikel
  • Seiten
  • Galerie
  • Datenbank-Einträge
  • Umfragen
  • Erweiterte Suche
  1. Study-Board.de
  2. Forum
  3. Fachforen Wirtschaftswissenschaften
  4. Rechnungswesen
Anzeige
SGD Fernstudium – WM-Vorteile 2026

Cashflow: Warum kann ein Unternehmen Gewinn machen und trotzdem kein Geld haben?

  • Felix96
  • 1. September 2026 um 14:15
  • Erledigt
  • Felix96
    WiWi
    Beiträge
    52
    • 1. September 2026 um 14:15
    • #1

    Hallo zusammen, ich sitze gerade am Kapitel Cashflow und habe einen Knoten im Kopf. Im Skript steht als Merksatz „Gewinn ist eine Meinung, Cashflow ist eine Tatsache“ – und dass Firmen mit schwarzen Zahlen trotzdem insolvent gehen können. Rechnerisch kann ich die indirekte Ermittlung nachmachen, verstanden habe ich sie aber nicht:

    • Warum addiere ich die Abschreibungen wieder dazu? Die sind doch Aufwand, das Geld ist weg.
    • Warum wird eine Zunahme der Forderungen abgezogen, obwohl ich mehr verkauft habe?
    • Und was genau sagt mir die Zahl am Ende, die eine Bank angeblich lieber anschaut als den Jahresüberschuss?

    Wenn das jemand einmal von der Logik her erklärt statt nur als Schema, wäre mir sehr geholfen. 🙏

  • Anzeige
    FernakademieGeprüfte Fernlehrgänge, jederzeit starten – gratis Infopaket.
    Mehr erfahren →
  • NinaZahlen
    Controlling
    Beiträge
    75
    • 1. September 2026 um 15:40
    • #2

    Der Knoten löst sich, wenn du dir klarmachst, dass GuV und Cashflow zwei verschiedene Fragen beantworten:

    • GuV: Wie erfolgreich war die Periode? Gebucht wird nach Zugehörigkeit (Aufwand und Ertrag), unabhängig davon, wann Geld fließt.
    • Cashflow: Wie viel Geld ist tatsächlich rein- und rausgeflossen? Gezählt wird nach Zahlungszeitpunkt (Ein- und Auszahlungen).

    Die indirekte Ermittlung startet deshalb beim Jahresüberschuss und rechnet alles wieder heraus, was kein Geld bewegt hat:

    1. Jahresüberschuss
    2. + zahlungsunwirksame Aufwendungen (Abschreibungen, Zuführung zu Rückstellungen)
    3. − zahlungsunwirksame Erträge (Zuschreibungen, Auflösung von Rückstellungen)
    4. − Zunahme / + Abnahme von Vorräten und Forderungen
    5. + Zunahme / − Abnahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
    6. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

    Zu deinen beiden Fragen konkret:

    Abschreibung: Der Geldabfluss war beim Kauf der Maschine – da hast du 60.000 € überwiesen. Die Abschreibung verteilt diesen längst erfolgten Abfluss nur noch rechnerisch auf die Nutzungsjahre. In diesem Jahr fließt kein Cent, also muss sie für die Geldrechnung wieder hinein. Sie ist keine Einnahmequelle – das ist der häufigste Denkfehler.

    Forderungen: Umsatz wird bei Rechnungsstellung gebucht, nicht bei Zahlung. Steigen die Forderungen um 20.000 €, steckt genau dieser Umsatz noch beim Kunden – Ertrag ja, Geld nein. Merksatz für die Aktivseite: mehr Vermögen gebunden = weniger Geld in der Kasse.

  • MaxFinance
    Finance
    Beiträge
    58
    • 1. September 2026 um 18:05
    • #3

    Ergänzend die Antwort auf deine dritte Frage – warum die Bank da genauer hinschaut. Der Cashflow wird in drei Bereiche zerlegt, und erst das Muster ist aussagekräftig:

    • Operativ: Geld aus dem eigentlichen Geschäft. Sollte dauerhaft deutlich positiv sein – das ist die einzige Quelle, aus der Zinsen und Tilgung wirklich kommen.
    • Investition: meist negativ (Anlagenkäufe). Dauerhaft positiv heißt oft: Es wird Substanz verkauft.
    • Finanzierung: Kredite, Einlagen, Ausschüttungen.

    Die typische Insolvenzgeschichte trotz Gewinn ist übrigens fast immer dieselbe: schnelles Wachstum. Der Umsatz steigt, also müssen Vorräte aufgestockt und längere Zahlungsziele gewährt werden. Vorräte und Forderungen wachsen dabei schneller als der Gewinn – das Geld steckt im Umlaufvermögen fest, während Löhne und Lieferanten sofort bezahlt werden wollen. Der Fachbegriff dafür ist Working Capital, und genau deshalb sagt man „Wachstum frisst Liquidität“.

    Für die Klausur ist die Vorzeichenregel der Punktebringer, an dem die meisten scheitern: Aktivposten steigt → Cashflow sinkt, Passivposten steigt → Cashflow steigt. Wenn du dir das an einem Satz merkst („Der Lieferant, der noch auf sein Geld wartet, finanziert mich“), musst du es nie auswendig lernen.

  • AndiSteuer
    Steuern · ReWe
    Beiträge
    73
    • 2. September 2026 um 07:10
    • #4

    Aus der Buchhaltungspraxis noch der Punkt, der die Lücke oft erst richtig aufreißt: die Umsatzsteuer.

    Bei der Regelbesteuerung (Soll-Versteuerung) entsteht die Umsatzsteuer mit Ausführung der Leistung, nicht mit Zahlungseingang. Du schreibst die Rechnung im September, der Kunde zahlt im Dezember – die Umsatzsteuer musst du trotzdem mit der Voranmeldung für September ans Finanzamt abführen. Das Unternehmen legt also Geld aus, das es noch gar nicht bekommen hat. Bei Kunden mit 60 Tagen Zahlungsziel ist das ein sehr realer Liquiditätseffekt, in der GuV sieht man ihn nirgends.

    Und weil es gern verwechselt wird: Tilgung ist kein Aufwand (sie mindert nur die Verbindlichkeit), aber sehr wohl ein Geldabfluss. Aufwand ohne Auszahlung auf der einen Seite, Auszahlung ohne Aufwand auf der anderen – wenn du beide Richtungen an je einem Beispiel erklären kannst, hast du das Kapitel verstanden.

  • FabianControl
    Controlling
    Beiträge
    56
    • 2. September 2026 um 21:10
    • #5

    Sehr gute Erklärung oben – ich hänge die Controlling-Sicht dran, weil die Frage „Gewinn da, Geld weg“ bei uns quasi täglich auf dem Tisch liegt.

    Der operative Cashflow allein reicht zur Beurteilung nicht. In der Praxis schaut man auf den Free Cashflow = operativer Cashflow − Investitionen ins Anlagevermögen. Das ist das Geld, das nach dem Erhalt der Substanz übrig bleibt – für Tilgung, Zinsen und Ausschüttung. Genau diese Zahl interessiert Bank und Investor, weil sie sich schlechter „gestalten“ lässt als der Jahresüberschuss: Bewertungswahlrechte verschieben den Gewinn, aber sie bewegen kein Geld.

    Das praktisch wichtigste Warnsignal aus dem oben genannten Schema: Gewinn steigt, operativer Cashflow fällt. Tritt das über mehrere Perioden auf, steckt der Gewinn fast immer in Forderungen oder Vorräten – entweder werden Kunden zu großzügig mit Zahlungszielen bedient, oder es wird auf Lager produziert. Beides sind Aktivposten, und nach der Vorzeichenregel zieht ihr Anstieg Liquidität ab.

    Daraus ergeben sich die drei Stellhebel, an denen tatsächlich gedreht wird – alle im Working Capital:

    • Forderungslaufzeit senken: schneller fakturieren, konsequentes Mahnwesen. Eine Rechnung, die drei Tage später rausgeht, ist drei Tage später Geld.
    • Lagerreichweite senken, ohne die Lieferfähigkeit zu ruinieren.
    • Zahlungsziele bei Lieferanten ausnutzen – aber gegen den Skontovorteil rechnen, denn der Verzicht auf Skonto ist meist teurer als der Zinsgewinn.

    Für die Klausur würde ich mir merken: Der Gewinn ist eine Meinung, der Cashflow ist eine Tatsache. Etwas zugespitzt, aber der Satz transportiert genau den Unterschied zwischen Periodenzuordnung und Zahlungszeitpunkt.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

Benutzerkonto erstellen Anmelden

Letzte Beiträge

    1. Thema
    2. Antworten
    3. Letzte Antwort
    1. Rückstellung oder Verbindlichkeit – wie trenne ich das in der Übungsaufgabe sauber? 2

      • JaninaBWL
      • 14. Oktober 2026 um 08:11
      • Rechnungswesen
      • JaninaBWL
      • 14. Oktober 2026 um 09:28
    2. Antworten
      2
      Zugriffe
      121
      2
    3. AndiSteuer

      14. Oktober 2026 um 09:28
    1. Kontokorrentkredit vs. Darlehen – was eignet sich für kurzfristige Liquiditätsengpässe? 2

      • Sara93
      • 13. Oktober 2026 um 17:41
      • Rechnungswesen
      • Sara93
      • 13. Oktober 2026 um 21:30
    2. Antworten
      2
      Zugriffe
      92
      2
    3. MaxFinance

      13. Oktober 2026 um 21:30
    1. Soll- und Haben-Buchungen bei Privatentnahmen – wie verbuche ich das richtig? 2

      • OleNordwind
      • 13. Oktober 2026 um 14:40
      • Rechnungswesen
      • OleNordwind
      • 13. Oktober 2026 um 18:40
    2. Antworten
      2
      Zugriffe
      98
      2
    3. AndiSteuer

      13. Oktober 2026 um 18:40
    1. Software aktivieren oder sofort als Aufwand verbuchen – wo liegt die Grenze? 3

      • JaninaBWL
      • 12. Oktober 2026 um 08:05
      • Rechnungswesen
      • JaninaBWL
      • 12. Oktober 2026 um 15:08
    2. Antworten
      3
      Zugriffe
      115
      3
    3. NinaZahlen

      12. Oktober 2026 um 15:08
    1. Leasing oder Kauf in der Investitionsrechnung – wie entscheide ich das in der Aufgabe? 3

      • SvenjaFinanz
      • 11. Oktober 2026 um 14:16
      • Rechnungswesen
      • SvenjaFinanz
      • 11. Oktober 2026 um 22:28
    2. Antworten
      3
      Zugriffe
      132
      3
    3. NinaZahlen

      11. Oktober 2026 um 22:28
    1. Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung – warum reicht die einstufige manchmal nicht? 5

      • JaninaBWL
      • 29. September 2026 um 15:56
      • Rechnungswesen
      • JaninaBWL
      • 8. Oktober 2026 um 20:55
    2. Antworten
      5
      Zugriffe
      235
      5
    3. JaninaBWL

      8. Oktober 2026 um 20:55
    1. Kalkulatorische Abschreibung vs. bilanzielle Abschreibung – wo liegt der Unterschied? 2

      • OleNordwind
      • 4. Oktober 2026 um 11:59
      • Rechnungswesen
      • OleNordwind
      • 4. Oktober 2026 um 16:53
    2. Antworten
      2
      Zugriffe
      144
      2
    3. SvenjaFinanz

      4. Oktober 2026 um 16:53
    1. Anlagenspiegel erstellen – wie trenne ich Zugänge, Abgänge und Umbuchungen sauber? 2

      • JaninaBWL
      • 3. Oktober 2026 um 11:51
      • Rechnungswesen
      • JaninaBWL
      • 3. Oktober 2026 um 14:43
    2. Antworten
      2
      Zugriffe
      144
      2
    3. AndiSteuer

      3. Oktober 2026 um 14:43
    1. Aktien im Umlaufvermögen: Kurs am Bilanzstichtag gefallen, im Folgejahr wieder gestiegen – wie bewerte und buche ich das? 3

      • JaninaBWL
      • 26. September 2026 um 17:10
      • Rechnungswesen
      • JaninaBWL
      • 27. September 2026 um 06:55
    2. Antworten
      3
      Zugriffe
      173
      3
    3. SvenjaFinanz

      27. September 2026 um 06:55
    1. Wareneinkauf, Warenbestand, Wareneinsatz – wozu die Bestandskorrektur am Jahresende? 2

      • OleNordwind
      • 24. September 2026 um 17:05
      • Rechnungswesen
      • OleNordwind
      • 24. September 2026 um 22:20
    2. Antworten
      2
      Zugriffe
      200
      2
    3. AndiSteuer

      24. September 2026 um 22:20
Anzeige
SGD Fernstudium – WM-Vorteile 2026: 10 % auf über 100 Kurse

Registrierung

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

Benutzerkonto erstellen
Anzeige · Fernstudium-Anbieter
AKAD UniversityTIPPStaatlich anerkannt · berufsbegleitend · jederzeit startenHochschule FreseniusInfomaterial zu Fernstudien kostenlos anfordernSGD – Studiengemeinschaft DarmstadtTraditionsreiche Fernschule – 4 Wochen kostenlos testenILS FernschuleDeutschlands größte Fernschule – 4 Wochen gratis testenWilhelm Büchner HochschuleTechnik-Fernstudium, staatlich anerkanntFernakademieGeprüftes Fernstudium, jederzeit startenEHiP100 % digitales Studium, auch ohne Abitur
Partnerlinks – für dich kostenlos.
Alle Anbieter & Infomaterial →

Beliebte Studienthemen

BWL VWL Rechnungswesen Steuerlehre Mathe & Statistik Wirtschaftsrecht Wirtschaftsinformatik Wirtschaftswissenschaften Einsendeaufgaben Fernstudium-Anbieter
Anzeige · AKAD University
AKAD University – berufsbegleitendes FernstudiumStudiengänge ansehen →
Partnerlink – für dich kostenlos.

Letzte Beiträge

  1. Rückstellung oder Verbindlichkeit – wie trenne ich das in der Übungsaufgabe sauber?

    AndiSteuer
    14. Oktober 2026 um 09:28
  2. Kontokorrentkredit vs. Darlehen – was eignet sich für kurzfristige Liquiditätsengpässe?

    MaxFinance
    13. Oktober 2026 um 21:30
  3. Soll- und Haben-Buchungen bei Privatentnahmen – wie verbuche ich das richtig?

    AndiSteuer
    13. Oktober 2026 um 18:40
  4. Software aktivieren oder sofort als Aufwand verbuchen – wo liegt die Grenze?

    NinaZahlen
    12. Oktober 2026 um 15:08
  5. Leasing oder Kauf in der Investitionsrechnung – wie entscheide ich das in der Aufgabe?

    NinaZahlen
    11. Oktober 2026 um 22:28
Anzeige · Studentenrabatt
📰 Studenten lesen billigerZeitungs- & Zeitschriften-Abos für Studierende – bis −75 %. SPIEGEL, DIE ZEIT, Handelsblatt, Wirtschaftswoche & Über 1.000 Titel.Zu den Studenten-Abos →
Partnerlink – für dich kostenlos.
Werbeplatz
Hier könnte Ihre Werbung stehen37.000+ Mitglieder · 112.000+ Beiträge · Zielgruppe BWL & Fernstudium, 95 % DeutschlandWerbung anfragen →
Mediadaten auf Anfrage

Statistiken

Themen
59.439
Beiträge
114.926
Bilder
1
Videos
0
Mitglieder
37.084
Meiste Benutzer online
17.968
Neuestes Mitglied
amosyurio

Benutzer online in diesem Thema

  • 2 Besucher
  1. Impressum
    1. Datenschutzerklärung
    2. Verhaltenskodex
      1. Learn to Post
  2. Mediadaten
  3. Kontakt
  4. Presse
  1. Support

Über Study-Board.de

Study-Board.de ist eine der größten deutschen Communities rund ums Studium – mit über 37.000 Mitgliedern und mehr als 112.000 Beiträgen. Hier findest du Hilfe bei Einsendeaufgaben (SGD, ILS & Co.), verständliche Erklärungen zu BWL- und VWL-Fachbegriffen, Skripte, Klausurtipps und echte Erfahrungen zu Fernstudium-Anbietern wie IU, AKAD und Euro-FH.

Forum, Ratgeber und Linkdatenbank – Lernen, Austausch und gegenseitige Hilfe an einem Ort. Unabhängig und von Studierenden für Studierende.

Cookie-Einstellungen
Community-Software: WoltLab Suite™