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Einflussnahme der Kunden auf den Produktionsprozess???

  • Denny
  • 4. Juli 2005 um 14:42
  • Erledigt
  • Denny
    Erfahrener Benutzer
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    1
    Beiträge
    380
    • 4. Juli 2005 um 14:42
    • #1

    Hallo.

    Ich habe folgende Fragestellung :

    Beschreiben Sie, inwiefern Kunden Einfluss auf den Pruduktionsprozess des Unternehmens ausüben. Welche Gründe gibt es für diese Entwicklung ?

    hmm.. mir fällte dazu nur Einflussnahme :

    - Art
    - Menge
    -Qualität
    - Zeit
    - Liefertermine

    Kann mir da noch jemand weiterhelfen??
    Oder verstehe ich die Frage Falsch, und was sind dann die Gründe ?


    Gruß

    Denny

    Nichts ist unmöglich, bis man sich selber davon überzeugt hat.

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  • Strolch
    Moderator
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    1.504
    • 4. Juli 2005 um 16:30
    • #2
    Zitat

    Original von Denny
    Hallo.

    Ich habe folgende Fragestellung :

    Beschreiben Sie, inwiefern Kunden Einfluss auf den Pruduktionsprozess des Unternehmens ausüben. Welche Gründe gibt es für diese Entwicklung ?

    Also mir fällt da jetzt speziell die Großindustrie als Abnehmer, speziell die Automobilindistrie ein, die massiven Einfluss auf die Prozesse ihrer Lieferanten nimmt.
    Gründe für die Entwicklung sind die zunehmende Verlagerung der eigenen Produktion hin zu den Lieferanten, da wird eben vom Stossstangenproduzenten verlangt, dass er auch gleich die Nebelscheinwerfer einsetzt und andere Dinge vormontiert, sich also vom Teile-Liefernaten zum Komponentenlieferanten zu entwickeln. Grund dafür ist natürlich die Kostensenkung im eigenen Betrieb.

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  • Satan81
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    11
    • 4. Juli 2005 um 16:39
    • #3

    Ist es nicht der Kunde, welcher ursächlich den Produktionsprozess hervorruft ?

    Daher gibt es doch unendlich viele Einflußgrößen eines Kunden auf einen Produktionsprozess.

    Mit besten Grüßen,
    Gerulf

  • Denny
    Erfahrener Benutzer
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    Beiträge
    380
    • 4. Juli 2005 um 16:48
    • #4

    ja... das weiß ich schon... aber irgendwie eine Beantwortung der Frage ist das doch trotzdem noch nicht :(

    @ Strolch... könntest du deine Antwort noch ein wenig prezissieren ??


    Ich hoff es hat noch jemand eine idee...:-(

    Gruß

    Denny

    Nichts ist unmöglich, bis man sich selber davon überzeugt hat.

  • Strolch
    Moderator
    Beiträge
    1.504
    • 4. Juli 2005 um 19:01
    • #5

    Es geht im Endeffekt um die sogenanngte Verlängerte Werkbank!
    Ein Unternehmen kauft eben nicht mehr die Einzelteile ein und setzt sie in der eigenen Montage zusammen sondern geht auf seine Zulieferer zu und verlangt, dass diese eben Vormontagen übernehmen. Da wird eben das Unternehmen, dass bisher nur Stossstangen gefertigt hat, von seinem Kunden, ja fast genötigt, in Zukunft neben der reinen Stossstange die Zukaufteile von anderen "Unterlieferanten" zu beziehen und fertige Komponenten zu liefern.

    In anderen Fälle werden die Lieferanten gezwungen die Software, die Qualitätsicherungsmaßnahmen und -projekte, die Fertigungsweise usw. die der Kunde vorgibt zu übernehmen (und natürlich vom Kunden zu kaufen). Wer das Geld hat hat das sagen, ist ne alte Weisheit (Wer zahlt schafft an!)

    Von daher nimmt eben der Kunde detailiert Einfluss auf jeden einzelnen Aspekt des Lieferanten. Da wird der Lieferant vom Kunden dazu verpflichtet selbstätig einmal täglich die aktuellen Vertragsänderungen zu überprüfen, die Auftragsmenge selbst aus dem verbundenen Computersystem abzufragen und natürlich alles zum vorgegebenen Preis, pünktlich zu liefern.

    Willkommen in der Welt der Automobilzulieferer

    Detailierter gehts nicht, ich würde dir für weitere Infos dringend einschlägige Fachzeitschriften empfehlen!

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  • Denny
    Erfahrener Benutzer
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    1
    Beiträge
    380
    • 5. Juli 2005 um 19:11
    • #6

    Vielen Dank,

    hat mir sehr weitergeholfen.
    werde es in meine Ausarbeitung mit einbeziehen.

    Hab aber selbst auch noch etwas dazu geschrieben:

    Der Konsument bestimmt Menge, Art des Produktionsprogrammes und damit auch die Anzahl und die Größe der Faktoren. Kunden nehmen mehr und mehr Einfluss auf Betriebliche Entscheidungen.
    z.B. auf die Zeit, Flexibilität, Kosten.

    Dabei erhält die Zeitkomponente eine immer größere Bedeutung.
    („Nichte der Große schlägt den Kleinen, sondern der Schnelle den Langsamen“)

    Ich sollte dies noch Begründen.....:-)
    Wieso hat der Kunde diese Arten von Einfluss ??

    Hast du dazu noch ne gute Erklärung ?


    Gruß

    Denny

    Nichts ist unmöglich, bis man sich selber davon überzeugt hat.

  • Strolch
    Moderator
    Beiträge
    1.504
    • 5. Juli 2005 um 19:52
    • #7
    Zitat

    Original von Denny
    Wieso hat der Kunde diese Arten von Einfluss ??

    Wir leben in einer Globalisierten Welt, die technologisch mehr und mehr auf dem gleichen Stand steht. Industrielle Kunden können durch die niedrigen Frachtraten heute beliebig den Lieferanten weltweit wechseln, ohne sich deshalb einen großen Kopf machen zu müssen. Von daher geraten die "kleinen" Hersteller und Zulieferer immer mehr unter Druck und müssen sich dem Dikatat beugen.

    Anders ausgedrückt wir nähern und mit unserer Informationstechnologie dem perfekten, transparenten Markt - was den ohnehin schon vorhandenen Käufermarkt nur noch mehr zugunsten des Käufers/ Kunden verschiebt.

    Selbst als Privatkunde bin ich heute nicht mehr auf den Laden um die Ecke angewiesen, es gibt nichts, was ich nicht im Netz bestellen kann.

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  • Denny
    Erfahrener Benutzer
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    380
    • 5. Juli 2005 um 19:59
    • #8

    Hallo,

    ich danke dir vielmals... :)

    hast du zufällig hierzu auch noch eine idee ???
    neue Methoden der Produktionswirtschaft im Wandel der Marktsituation?


    Gruß

    Denny

    Nichts ist unmöglich, bis man sich selber davon überzeugt hat.

  • Strolch
    Moderator
    Beiträge
    1.504
    • 6. Juli 2005 um 22:25
    • #9

    Sorry aber Produktionswirtschaft ist nun wirkli8ch nicht mein Fachgebiet!

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  • BAler
    Benutzer
    Beiträge
    155
    • 9. Juli 2005 um 22:30
    • #10

    Ich würd auch den ECR-Ansatz nicht vergessen.

    ECR = Efficient Consumer Response

    beinhaltet die Merkmale:

    - unternehmensübergreifende Kooperation zwischen Hersteller und Handel
    - gegenseitiges Vertrauen
    - Austausch externer und interner Daten
    - Kundenanforderungen sind Grundlage jeder Handlung
    - interdisziplinäre Optimierung der Wertkette

    hat die Ausprägungen:

    - ESA = Efficient Store Assortment
    - ER = Efficient Replenishment
    - EP = Efficient Promotion
    - EPI = Efficient Product Implementation


    ECR ist auch die Basis für kundenorientierte Prozessoptimierung in Industrie- und Handelsunternehmen.
    Unternehmen führen aufgrund dessen schon seit längerem WWS, also Warenwirtschaftssysteme (betreffen Verkauf, Lagerhaltung, Einkauf etc...) ein, u.a. mit Schnittstellen zum PPS, Produktionsplanungssteuerung.

    Der Wandel vom Angebotsmarkt zum Nachfragemarkt hat zur Folge, dass der Kunde die Anforderungen stellt, und das Unternehmen sich die Beine ausreisst, diese Anforderungen zu erfüllen. Das Beispiel mit der Automobilindustrie ist so ziemlich am treffendsten.

    Entlang der kompletten Wertschöpfungskette (z.B. Beschaffung - Eingangslogistik - Lagerhaltung - innerbetriebliche Logistik - Produktion- usw...) werden die Prozesse auf Kosten und Kundenanforderung hin getrimmt.

    Wenn du beim googeln mal alle obigen Begriffe eingibst, dann wirst du mit Sicherheit mehr finden!
    Kleiner Tipp, den ich hier auch mal im Forum bekommen habe. Sehr gute Ergebnisse bezüglich Warenwirtschaft, Produktion etc bekommt man auf https://www.study-board.de/www.a9.com

    Viel Erfolg noch

    ...i made it !!! :star: ...


    ...wenn du noch niemals deine Meinung geändert hast, fühle mal deinen Puls,
    denn wahrscheinlich bist du schon tot
    ...

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