Sitze gerade über dem Modul zur internationalen Wirtschaftspolitik und komme beim Trilemma nicht ganz klar. Die Grundaussage ist mir soweit bewusst: freier Kapitalverkehr, fester Wechselkurs und autonome Geldpolitik gehen angeblich nicht gleichzeitig, man muss sich für zwei von den dreien entscheiden.
Mein Problem ist eher der praktische Transfer. Ich verstehe zwar, dass bei einem Festkurssystem die Zentralbank quasi gezwungen ist, dem Zinsniveau des Ankerlandes zu folgen, um Kapitalströme und damit den Wechselkurs stabil zu halten. Aber warum genau bricht das System zusammen, wenn man zusätzlich noch freien Kapitalverkehr UND eigene Zinspolitik haben will? 🤔
Hat jemand vielleicht ein kleines, konkretes Beispiel parat, so à la „Land X senkt die Zinsen trotz Festkurs, und dann passiert folgendes...“? Mir würde das viel mehr helfen als die abstrakte Dreiecksgrafik aus dem Studienheft. Bin für jede Erklärung dankbar, die mir den Groschen fallen lässt!