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SGD Fernstudium – WM-Vorteile 2026

Phillips Kurve Übung

  • scarlettka
  • 20. März 2004 um 03:19
  • Erledigt
  • scarlettka
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    21
    • 20. März 2004 um 03:19
    • #1

    Hi!!! Ich brauche dringend Hilfe bei der Lösung folgender Aufgabe:

    Angenommen eine Volkswirtschaft hat folgende Phillipskurve:
    µ t = µ t-1 - 2(u t - u t-1)

    µ t ist die Inflationsrate in Periode t, u t ist die Arbeitslosenquote in t, u t-1 ist die Arbeitslosenquote in Periode t-1.
    Angenommen, die Notenbank verringert permanent die Inflationsrate um einen Prozentpunkt 1% (z.B. von 3% auf 2%). Langfristig führt dies zu einer Veränderung der Arbeitslosenquote um......?????

    Danke!!!!!!!!!!!!

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  • Markus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    6.920
    • 20. März 2004 um 13:49
    • #2

    Bleibt das Delta von ut nicht konstant? Denn das Delta von µt-1und µt ist konstant, da es sich bei einer sukzessiven Veränderung ja immer um den Betrag von 1 verändert, egal ob 5%-4% oder 2%-1% das ist ja das gleiche Delta. Daraus ergibt sich dann ein immer um 0,5 höheres ut! Will heissen die Veränderung ut-ut-1 ist immer 0,5 wenn die Änderung von µt-µt-1 = 1 ist.

    Also folgt daraus:

    ut=ut-1+0,5

    Und dies gilt immer für alle µt-µt-1=1

    I don't always know what I'm talking about but I know I'm right!


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  • scarlettka
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    21
    • 21. März 2004 um 01:24
    • #3

    Super, das ist echt nett von Ihnen. Ich habe noch ein Beispiel, leider trotz Ihrer ausführlichen Antwort komme ich damit nicht klar. Und zwar diesmal steigt die Inflationsrate permanent um 1% , und die Gleichung sieht wie folgt aus :

    µ t =µ t-1 - (u t - [(o,5) x (u t-1 + u t-2)]). Wie verändert sich die Arbeitslosenquote???

  • Markus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    6.920
    • 21. März 2004 um 13:17
    • #4

    Zu aller erst gilt wieder: Delta µ = +1, somit lassen sich µt und µt-1 eliminieren. Durch die nötigen Umformungen bekommt man dann folgende Gleichung für ut:

    ut=0,5(ut-1+ut-2)-1

    Substitution des Ausdrucks ut-2 durch ut-1-(ut-ut-1)! Somit ist ut-2 eliminiert und man bekommt folgende Funktion nach Umformungen:

    ut=ut-1-(2/3)

    Daraus folgt dann ein Delta von -(2/3) für ut bei einem Delta von +1 bei µt. Hab das jetzt mal nicht auf dem Rechner gemacht, bin mir deshalb auch nicht so sicher ob das stimmt denke aber schon, da die Wirkungen immerhin entgegengerichtet sind :)

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  • scarlettka
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    21
    • 5. April 2004 um 15:28
    • #5

    Es ist mir jetzt noch etwas aufgefallen. Trade-off zwischen Arbeitslosigkeit und Inflationsrate gilt nur kurzfristig, oder??? Langfristig ist die Philips-Kurve vertikal, deswegen hat die Veränderung der Inflationsrate langfristig keinen Einfluss auf die Arbeitslosigkeit, oder????

    Gruss
    Scarlettka

  • Markus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    6.920
    • 5. April 2004 um 17:21
    • #6

    Nach der kurzfristigen Phillips-Kurve muß bei der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit jedoch Inflation in Kauf genommen werden (und umgekehrt).
    Das sog. "Opferverhältnis" gibt an,wieviel reales BIP "geopfert"werden muss, um die Inflation um einen Prozentpunkt zu reduzieren.

    Es ist wichtig zu sehen, dass die Lage der kurzfristigen Phillips-Kurve von den Preiserwartungen abhängt. Nehmen die Preiserwartungen zu, so verschiebt sich die kurzfristige Phillips-Kurve nach oben (nehmen sie ab, so verschiebt sie sich nach unten).

    Friedman und Phelps gestehen einen kurzfristigen Tradeoff zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit zu, aber langfristig ist die Phillips-Kurve ihrer Meinung nach eine Vertikale, d.h. Nachfragesteuerung führt zu nichts, allenfalls zu Inflation (Deflation).

    Die vier wichtigsten Erkenntnisse der Makroökonomie sind folgende (Mankiw):

    • Langfristig bestimmt die Produktionskapazität eines Landes den Lebensstandard seiner Bürger
    • Kurzfristig kann die Produktion mit der Gesamtnachfrage variieren
    • Langfristig bestimmt die Geldmenge das Preisniveau, hat aber keinen Einfluß auf u
    • Der Tradeoff zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit besteht nur kurzfristig

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