Guter Punkt von Andi mit der AfA-Berechnung. Eine Sache möchte ich noch ergänzen, weil die in Klausuren und auch in der Praxis gerne für Verwirrung sorgt: Bei geleasten Fahrzeugen wird für die 1%-Regelung trotzdem der Bruttolistenpreis des Neuwagens zum Zeitpunkt der Erstzulassung angesetzt – nicht die tatsächliche Leasingrate und auch nicht ein eventuell ausgehandelter Rabatt.
Das führt in der Praxis oft zu bösen Überraschungen bei Mandanten, die ihr Fahrzeug günstig geleast haben (z. B. über Rabattaktionen oder Flottenkonditionen) und dann trotzdem den vollen Listenpreis für die 1%-Regelung versteuern müssen. Der geldwerte Vorteil hat also nichts mit dem tatsächlichen finanziellen Aufwand für den Arbeitgeber zu tun.
Für die Fahrtenbuch-Variante dagegen zählen bei Leasing die tatsächlichen Leasingraten als laufende Kosten (anstelle der AfA), dazu kommen wie gehabt Sprit, Versicherung etc. Gerade bei günstig geleasten, aber teuren Fahrzeugen (hoher Listenpreis, niedrige Rate) kann das Fahrtenbuch also noch attraktiver werden, weil der Unterschied zwischen "fiktivem" Listenpreis und realen Kosten besonders groß ausfällt.
Merksatz für die Klausur: Bruttolistenpreis ist bei der 1%-Regelung immer der Maßstab, egal ob gekauft, finanziert oder geleast – nur bei der Fahrtenbuchmethode spielt die tatsächliche Zahlungsart eine Rolle.