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Beiträge von Jonas91

  • Gefangenendilemma: Warum landen beide beim schlechteren Ergebnis, obwohl jeder rational handelt?

    • Jonas91
    • 12. September 2026 um 19:05

    Moin,

    wir haben in Mikro gerade mit Spieltheorie angefangen, und ich hänge beim Gefangenendilemma an einem Punkt, der mich richtig wurmt:

    Zwei Verdächtige, beide schweigen → je 1 Jahr. Beide gestehen → je 5 Jahre. Einer gesteht, der andere schweigt → der Geständige kommt frei, der andere bekommt 10 Jahre. Laut Skript gestehen am Ende beide und das sei das „Nash-Gleichgewicht“.

    Aber beide wissen doch, dass Schweigen für beide besser ist! Warum sprechen sie sich nicht einfach ab? 🤔 Und noch zwei Verständnisfragen:

    • Ist ein Nash-Gleichgewicht immer das Ergebnis mit dominanten Strategien, oder sind das zwei verschiedene Dinge?
    • Was hat das mit BWL zu tun? Der Prof meinte, das würde uns bei Preiskämpfen und Werbebudgets wieder begegnen.

    Danke!

  • Wie viele Einsendeaufgaben pro Monat sind realistisch – und wie hole ich einen Rückstand wieder auf?

    • Jonas91
    • 9. September 2026 um 21:05

    Ich klinke mich mal als Vollzeit-Berufstätiger ein, weil der Rückstand bei mir chronisch ist und ich zwei Dinge gelernt habe, die im Thread noch fehlen.

    Erstens: Nicht die Zeit ist knapp, sondern die Konzentration. Ich habe monatelang versucht, nach zehn Stunden Vertrieb abends noch ein Heft durchzuarbeiten – das Ergebnis waren zwei Seiten Lesen und einschlafen. Seit ich den Hauptblock auf den Samstagvormittag lege und unter der Woche nur noch Kleinkram mache (Karteikarten, Aufgabe nochmal durchlesen, Gliederung notieren), komme ich mit weniger Stunden weiter.

    Zweitens: Die Korrekturlaufzeit gehört in die Planung. Ich habe früher gewartet, bis eine Einsendeaufgabe zurückkam, bevor ich das nächste Heft angefangen habe. Das verschenkt reihenweise Wochen. Besser: abschicken, sofort das nächste Heft anfangen, die Korrektur später in Ruhe durchgehen. Dadurch laufen zwei Dinge parallel, ohne dass zwei Hefte gleichzeitig offen sind.

    Und was mir gegen das schlechte Gewissen geholfen hat: Ich plane bewusst eine Pufferwoche pro Quartal ein, in der nichts vorgesehen ist. Krankheit, Projektstress oder ein Wochenende, an dem einfach nichts geht, kommen ohnehin – wenn sie eingeplant sind, kippt nicht gleich der ganze Plan und man hört nicht entnervt ganz auf.

  • Nebenkostenabrechnung kam erst nach 14 Monaten – muss ich die noch zahlen? Und wann bekomme ich meine Kaution zurück?

    • Jonas91
    • 6. September 2026 um 07:20

    Als Ergänzung das praktische Vorgehen – ich hatte fast denselben Fall und habe daraus eine kleine Reihenfolge mitgenommen, die gut funktioniert:

    1. Datum des Zugangs festhalten (Briefumschlag aufheben, Foto machen). Das ist der Anker für beide Fristen: seine Abrechnungsfrist und eure Einwendungsfrist.
    2. Formal prüfen, bevor du rechnest. Vier Punkte: Ist der Abrechnungszeitraum korrekt und höchstens zwölf Monate lang? Sind die Gesamtkosten je Position ausgewiesen? Ist der Umlageschlüssel angegeben und nachvollziehbar? Sind eure geleisteten Vorauszahlungen vollständig abgezogen? Fehlt eines davon, ist die Abrechnung formell angreifbar.
    3. Positionen streichen, die nicht hineingehören – bei euch offensichtlich Reparatur, Verwaltung und Kontoführung – und die Heizkostenkürzung ansetzen. Dann steht plötzlich eine ganz andere Zahl unter dem Strich.
    4. Belegeinsicht schriftlich verlangen, mit Frist (zwei Wochen sind üblich) und der Bitte um einen Termin oder um Kopien. Ein sachlicher Brief, kein Rundumschlag: Benennt eure Punkte einzeln mit Bezug auf die jeweilige Position.
    5. Falls ihr zahlt, dann unter Vorbehalt und mit entsprechendem Verwendungszweck. Damit vermeidet ihr, dass die Zahlung als Anerkenntnis gewertet wird, und bleibt handlungsfähig.
    6. Beratung holen. Ein Mieterverein kostet im Jahr etwa so viel wie zwei Kinobesuche und prüft die Abrechnung im Mitgliedsbeitrag mit. Bei 620 € Nachzahlung rechnet sich das sofort. Für die Rechtsschutzversicherung gilt: Mietrechtsschutz ist oft nicht automatisch dabei – vorher in die Police schauen.

    Für die Kaution eurer ehemaligen Mitbewohnerin: schriftliche Aufforderung mit konkreter Zahlungsfrist, Verweis auf die inzwischen vorliegende Abrechnung und Hinweis, dass allenfalls ein angemessener Teilbetrag einbehalten werden darf. In den meisten Fällen kommt das Geld nach so einem Schreiben.

    Und fürs nächste Mal, weil es später immer genau daran hängt: beim Ein- und Auszug Übergabeprotokoll mit Zählerständen und Fotos machen, von beiden Seiten unterschrieben. Das erspart die halbe Diskussion, bevor sie entsteht.

  • IT-Sicherheit: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit – wo ordne ich Verschlüsselung, Signatur und Backup jeweils ein?

    • Jonas91
    • 2. September 2026 um 18:35

    Hallo,

    ich sitze am Heft zur IT-Sicherheit und komme mit dem Aufbau nicht klar. Am Anfang stehen die drei Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit, danach kommen 20 Seiten Maßnahmen: symmetrische und asymmetrische Verschlüsselung, Hashwerte, digitale Signatur, Backup, RAID, Berechtigungskonzept, Firewall.

    In der Musteraufgabe soll man dann „eine Maßnahme dem passenden Schutzziel zuordnen und die Zuordnung begründen“. Genau da rate ich. Verschlüsselung ist für mein Gefühl irgendwie für alles gut, und bei der Signatur habe ich überhaupt kein Bild davon, was sie eigentlich leistet, das die Verschlüsselung nicht schon kann.

    Kann das jemand ordnen? Am liebsten so, dass ich in der Klausur eine Maßnahme sehe und das Schutzziel zuverlässig zuordnen kann.

  • Staatsverschuldung und Schuldenbremse – warum ist Schuldenmachen in der VWL nicht automatisch schlecht?

    • Jonas91
    • 30. August 2026 um 16:20

    Moin, ich bringe zwei Dinge nicht zusammen: das, was ich höre, und das, was im Skript steht.

    In den Nachrichten heißt es, der Staat lebe auf Kosten kommender Generationen und müsse sparen wie ein Privathaushalt. In meinem VWL-Heft steht dagegen, dass der Staat in der Rezession mehr ausgeben soll (antizyklische Fiskalpolitik) und Sparen die Krise verschärfen kann.

    Beides kann ja schlecht gleichzeitig stimmen. Wo genau liegt der Denkfehler beim Vergleich „Staat = Privathaushalt“? Und was besagt die Schuldenbremse eigentlich konkret – ich weiß nur, dass sie im Grundgesetz steht. 🕑

  • Gewerbesteuer neben der Einkommensteuer – wieso zahle ich doppelt, und was bringt die Anrechnung nach § 35 EStG?

    • Jonas91
    • 25. August 2026 um 17:35

    Hallo in die Runde 🕑 ich mache BWL im Fernstudium neben dem Job und habe gerade das Kapitel Gewerbesteuer vor mir. Eine Sache leuchtet mir überhaupt nicht ein.

    Ein Einzelunternehmer versteuert seinen Gewinn doch schon mit der Einkommensteuer. Warum kommt darauf zusätzlich noch Gewerbesteuer? Das wirkt auf mich wie eine doppelte Besteuerung derselben Sache.

    Und im Skript steht dann ein Satz, den alle nachbeten: „Die Gewerbesteuer wird ohnehin auf die Einkommensteuer angerechnet.“ Wenn das so ist – warum gibt es sie dann überhaupt? Und was bedeutet dieser Hebesatz, den jede Gemeinde anders festlegt, für mich am Ende konkret in Euro?

  • Nach mehreren Wochen Pause wieder ins Lernen kommen – wie schafft ihr den Neustart?

    • Jonas91
    • 23. August 2026 um 20:45

    Sehr guter Thread, ich kenne die Situation gut – bei mir kommt die Pause meistens nicht durch Faulheit, sondern durch Projektphasen im Job, in denen abends einfach nichts mehr geht.

    Was bei mir nach so einer Pause funktioniert:

    • Lerntermine als Termine im Arbeitskalender, nicht als Vorsatz. Zwei feste Slots pro Woche, mit Ort und Uhrzeit. Was im Kalender steht, verteidige ich gegen andere Termine – ein „ich lerne diese Woche mal wieder“ verliert dagegen jedes Mal.
    • Nicht auf Montag warten. Der Wiedereinstieg am Mittwochabend ist genauso gültig und du verlierst keine vier Tage. Ich habe früher mehr Zeit mit dem Warten auf den perfekten Neustart verbracht als mit dem Neustart.
    • Die erste Einheit ist Aufräumen, nicht Lernen. Unterlagen sortieren, offene Aufgaben auf einen Zettel, nächste Frist nachschauen. Das kostet 30 Minuten, fühlt sich nach Fortschritt an und nimmt dem Berg die Unübersichtlichkeit.
    • Job-Phasen vorher einplanen. Ich weiß inzwischen, dass Quartalsende bei uns tot ist – also plane ich dort von Anfang an nichts ein, statt hinterher ein schlechtes Gewissen zu haben. Ein Plan, der die eigene Realität ignoriert, wird nicht durchgehalten, sondern aufgegeben.

    Und noch der Punkt, der oben schon anklang und den ich unterschreiben kann: bei den Fristen früh nachfragen. Ich habe mir einmal einen Prüfungstermin verschieben lassen, weil ich drei Wochen vorher angerufen habe – völlig unkompliziert. Beim zweiten Mal habe ich zu lange gewartet und durfte den Fehlversuch mitnehmen. Vorher fragen kostet ein Telefonat, hinterher fragen kostet einen Versuch.

  • Betriebsrat gründen – ab welcher Betriebsgröße geht das, und wo muss der Arbeitgeber wirklich mitziehen?

    • Jonas91
    • 6. August 2026 um 17:05

    Servus, bei uns im Betrieb (etwa 30 Leute, Vertrieb und Lager) kommt seit ein paar Wochen das Thema Betriebsrat auf. Die Geschäftsführung sagt, dafür seien wir „viel zu klein“ und das müsse man ohnehin gemeinsam beschließen.

    Ich studiere nebenbei BWL und habe Arbeitsrecht erst im nächsten Semester, deshalb frage ich hier:

    • Stimmt das mit der Betriebsgröße?
    • Muss die Geschäftsführung einer Wahl zustimmen?
    • Und was kann so ein Gremium am Ende überhaupt bewirken – oder darf es nur Vorschläge machen?

    Mir geht es weniger um Stimmung im Betrieb als darum, die Rechtslage einmal sauber zu verstehen. Danke schon mal!

  • Abmahnung im Arbeitsrecht – muss der Arbeitgeber vor einer verhaltensbedingten Kündigung immer erst abmahnen?

    • Jonas91
    • 2. August 2026 um 17:20

    Hallo zusammen, bei uns im Betrieb kursiert die Regel „drei Abmahnungen, dann kann gekündigt werden“. Im Modul Arbeitsrecht habe ich jetzt aber nichts von einer festen Zahl gefunden.

    Also: Muss vor einer verhaltensbedingten Kündigung immer abgemahnt werden? Und wenn ja – warum eigentlich? Mir ist die dahinterliegende Begründung wichtiger als die Regel, weil ich das Ganze in der Prüfung erklären können muss.

    Danke schon mal! 🙏

  • Präsenzseminare im Fernstudium – lohnt sich die Anreise wirklich?

    • Jonas91
    • 2. August 2026 um 09:40

    Ich fahre selbst neben einem Vollzeitjob und kenne die 400-Kilometer-Rechnung gut. Zwei praktische Punkte, die in den bisherigen Antworten noch nicht stehen.

    1. Den Termin nicht isoliert betrachten. Bei mir lohnt sich eine Fahrt fast nur, wenn ich sie mit etwas koppeln kann: zwei Seminare am selben Wochenende, ein Prüfungstermin am Montag danach, ein Treffen der Lerngruppe am Abend. Einmal 400 km für vier Zeitstunden Programm ist ein schlechtes Verhältnis, dasselbe Wochenende mit drei Terminen ist ein gutes.

    2. Die Anreise ist keine verlorene Zeit, wenn man sie einplant. Ich fahre bewusst mit dem Zug statt mit dem Auto – die Hinfahrt ist bei mir fest für das Durchgehen der Fragenliste und der markierten Stellen reserviert, die Rückfahrt für das Nachbereiten, solange noch alles präsent ist. Was ich im Zug direkt nach dem Seminar aufschreibe, ist deutlich mehr wert als das, was ich zwei Wochen später aus dem Gedächtnis rekonstruiere.

    Zur Grundfrage: Bei mir haben sich Prüfungsvorbereitungstermine ausnahmslos gelohnt, reine Stofftermine kein einziges Mal. Wenn eines deiner beiden Seminare prüfungsvorbereitend ist, würde ich genau das nehmen. Und den Urlaubstag dafür einzusetzen, tut zwar weh, ist aber ehrlicher kalkuliert als ein durchgearbeitetes Wochenende, das dir die Folgewoche kostet.

  • Verpflegungsmehraufwand bei Dienstreisen – wann bekomme ich 14 € und wann 28 €?

    • Jonas91
    • 30. Juli 2026 um 15:35

    Hallo, ich bin im Vertrieb viel unterwegs und behandle im Modul gerade die Reisekosten. Bei den Fahrtkosten komme ich klar, aber der Verpflegungsmehraufwand bringt mich ins Schleudern.

    Konkret: Ich fahre morgens um 6 Uhr los, bin zwei Tage beim Kunden und komme am dritten Tag um 16 Uhr zurück. Welche Pauschale gilt für welchen Tag? Und was passiert, wenn das Hotelfrühstück vom Arbeitgeber gebucht wurde – kürzt das etwas? Im Skript steht dazu ein Satz, den ich zweimal lesen musste und immer noch nicht verstehe. 😅

  • Die sieben Einkunftsarten (§ 2 EStG) – warum ist es so wichtig, welcher Art meine Einnahmen zugeordnet werden?

    • Jonas91
    • 26. Juli 2026 um 15:40

    Moin, in Steuerlehre haben wir die sieben Einkunftsarten nach § 2 EStG durchgenommen. Auswendig kriege ich die Liste hin, aber mir fehlt der Sinn dahinter: Wenn am Ende sowieso alles zusammengezählt und versteuert wird – warum macht der Gesetzgeber dann diese Unterscheidung?

    Und was genau ist der Unterschied zwischen Gewinneinkünften und Überschusseinkünften? Danke schon mal!

  • Mängelrüge beim Handelskauf (§377 HGB) – bis wann muss ich reklamieren, sonst gilt die Ware als genehmigt?

    • Jonas91
    • 24. Juli 2026 um 14:20

    Hallo zusammen, ich hänge an einer Aufgabe zum Handelsrecht und habe gleichzeitig einen echten Fall aus der Arbeit. Bei uns kam letzte Woche eine Lieferung Material rein, bei der ein Teil beschädigt war. Ein Kollege meinte, im Geschäftsverkehr müsse man sofort rügen, sonst sei der Anspruch weg – privat hätte man dagegen zwei Jahre Zeit.

    Jetzt bin ich verunsichert: Wie schnell ist „unverzüglich“ nach §377 HGB wirklich? Und was ist mit Mängeln, die man erst nach ein paar Tagen im Betrieb entdeckt? Gilt das überhaupt, wenn ich privat etwas bestelle? 🤔

  • Bezugskalkulation – wie komme ich vom Listeneinkaufspreis zum Bezugspreis?

    • Jonas91
    • 22. Juli 2026 um 14:20

    Moin, sitze abends nach der Arbeit an der Beschaffung und komme bei der Bezugskalkulation durcheinander. In der Aufgabe steht ein Listeneinkaufspreis, dann Rabatt, Skonto, Bezugskosten – und am Ende soll der Bezugspreis raus. Ich weiß nie, in welcher Reihenfolge ich das abziehe bzw. draufrechne und wovon ich den Skonto überhaupt nehme.

    Kann mir jemand das Schema einmal sauber von oben nach unten aufschreiben? Vielleicht bleibt es dann endlich hängen. 🕑

  • Ablenkung durchs Handy beim Lernen – wie kriegt ihr das in den Griff?

    • Jonas91
    • 20. Juli 2026 um 07:25

    Als jemand, der neben dem Vollzeitjob lernt, kann ich Neles Ansatz nur unterstreichen: Es ist eine Frage der Umgebung, nicht der Disziplin. Ich lege das Handy vor dem Lernblock bewusst in einen anderen Raum – aus den Augen reicht bei mir schon. Willenskraft am Abend nach der Arbeit ist eh aufgebraucht, da verliere ich jedes „nur kurz gucken“.

    Was zusätzlich hilft: feste, kurze handyfreie Fenster (bei mir 30 Minuten) mit klarem Mini-Ziel – „diese eine Aufgabe“. Nach dem Block darf ich bewusst draufschauen. So wird das Handy zur Belohnung statt zum Dauer-Störsender. 🙂

  • Altklausuren – wie nutzt ihr die richtig, ohne nur die Lösungen auswendig zu lernen?

    • Jonas91
    • 15. Juli 2026 um 20:50

    Du hast den Fehler schon selbst diagnostiziert, das ist die halbe Miete 🙂 Was du beschreibst, ist der klassische Wiedererkennungs-Effekt: Mit der Lösung daneben fühlt sich alles vertraut an, aber Vertrautheit ist nicht Können. Prüfen kann man das nur, indem man die Lösung wegnimmt.

    Bei mir hat eine einzige Regeländerung den Unterschied gemacht: Die Altklausur ist keine Lernquelle, sie ist ein Test. Daraus folgt der Ablauf:

    1. Erst den Stoff lernen – Skript, Zusammenfassung, Übungsaufgaben. Altklausur bleibt zu.
    2. Dann eine Altklausur unter Realbedingungen: Uhr stellen, echte Zeit, nur die erlaubten Hilfsmittel, am Stück, ohne Nachschlagen. Auch wenn's weh tut.
    3. Erst danach korrigieren – und zwar ehrlich, mit Punkten.

    Der wertvollste Teil ist Schritt 3, und den überspringen die meisten: Führ ein Fehler-Log. Für jeden Fehler notierst du nicht nur die richtige Lösung, sondern die Kategorie – „Formel nicht gewusst“, „Formel gewusst, falsch angewendet“, „Aufgabe falsch gelesen“, „Zeit nicht eingeteilt“. Nach zwei Altklausuren siehst du dein Muster, und plötzlich lernst du gezielt statt breit. Bei mir waren es fast nie Wissenslücken, sondern Flüchtigkeit unter Zeitdruck – das behebt man ganz anders als mit mehr Lesen.

  • Fernstudium finanzieren – welche Wege habt ihr genutzt (Ratenzahlung, Arbeitgeber, Bildungskredit)?

    • Jonas91
    • 13. Juli 2026 um 21:10

    Bei den meisten seriösen Anbietern ist die monatliche Ratenzahlung ohne Zinsaufschlag schon Standard – da zahlst du am Ende nicht mehr als bei Einmalzahlung, verteilst es nur über die Regelstudienzeit. Achte trotzdem drauf, ob eine Verlängerung extra kostet, das ist der versteckte Posten.

    Zum Arbeitgeber: Ich hab es übers Argument „das zahlt sich für euch aus“ versucht – konkret mit einer kurzen Liste, welche Skills aus dem Studium direkt in meinen Job einzahlen. Hat bei mir eine anteilige Übernahme gebracht, oft gegen eine Bindungsklausel (du bleibst nach Abschluss X Monate). Fair, wenn die Summe stimmt – vorher genau durchlesen.

  • Lernplan fürs Semester – wie behaltet ihr bei mehreren Modulen den Überblick?

    • Jonas91
    • 11. Juli 2026 um 07:45

    Was bei mir berufsbegleitend den Unterschied macht: einen festen Puffertag pro Woche einplanen, an dem nichts Neues drankommt. Der fängt die Wochen ab, in denen der Job querschießt – und genau die hauen sonst jeden Plan um.

    Dazu am Sonntagabend ein kurzer Wochenrückblick: Was ist liegengeblieben, was kommt nächste Woche? Fünf Minuten, aber der Plan bleibt dadurch realistisch statt zur Wunschliste zu verkommen. Und wie hier schon steht: lieber jeden Tag eine kleine Portion als am Wochenende alles nachholen wollen.

  • Gutgläubiger Erwerb (§932 BGB) – kann ich vom Nichtberechtigten wirksam Eigentum erwerben?

    • Jonas91
    • 8. Juli 2026 um 19:30

    Moin, in Wirtschaftsrecht hatten wir den gutgläubigen Erwerb und ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe. Wenn mir jemand etwas verkauft, das ihm gar nicht gehört – kann ich dann trotzdem Eigentümer werden? Das klingt für mich erst mal komisch.

    Und was ist der Unterschied, wenn die Sache gestohlen war? Da soll es ja eine Ausnahme geben. Kann das jemand einordnen?

  • Doppelte Haushaltsführung – was kann ich da eigentlich absetzen?

    • Jonas91
    • 5. Juli 2026 um 15:40

    Hallo zusammen, ich arbeite unter der Woche in einer anderen Stadt und habe dort ein kleines Zimmer, am Wochenende bin ich zuhause bei meiner Familie. Ein Kollege meinte, ich könne eine doppelte Haushaltsführung steuerlich geltend machen. Ehrlich gesagt blicke ich da nicht durch: Was genau kann ich absetzen und welche Bedingungen müssen erfüllt sein?

    Hat jemand damit Erfahrung oder kann das mal in verständlich erklären? Danke schon mal! 🙏

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