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Klakulation Plan\Ist

  • wrewe
  • 26. April 2004 um 11:36
  • Erledigt
  • wrewe
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    14
    • 26. April 2004 um 11:36
    • #1

    ich komme aus der Informatik, habe von BWL eher wenig Ahnung,

    kann mir jemand sagen was man unter
    Kalkulation Plan
    Kalkulation IST

    verstehen soll ?

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  • Markus
    Erfahrener Benutzer
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    6.920
    • 26. April 2004 um 13:19
    • #2

    Die Istkostenrechnung unterteilt sich in die beiden Formen der reinen Istkostenrechnung und der Istkostenrechnung mit Verrechnungspreisen. In der reinen Istkostenrechnung werden alle anfallenden Kosten ohne Korrekturen und ohne Ausschaltung von Zufallsschwankungen auf Kostenstellen und Kostenträger verrechnet. Das Istkostenverfahren würde für jede Periode zeigen, welche Kosten tatsächlich angefallen sind. Die Istkostenermittlung für jeden einzelnen Geschäftsvorfall ist praktisch nicht möglich. Ein weiterer negativer Aspekt ist, dass es keine Kostenkontrollmöglichkeiten aufgrund fehlender Planwerte gibt. Um die zeitliche und kalkulatorische Abgrenzung durchzuführen und dem Problem schwankender Güterpreise zu begegnen, werden feste Verrechnungs- oder Sollpreise herangezogen. Die Istkostenrechnung mit Verrechnungspreisen hat den Vorteil der leichteren Vergleichbarkeit einzelner Perioden, die Verbesserung der Kostenkontrolle, eine rechnerische Vereinfachung und eine Glättung der Zufallschwankungen. Der große Nachteil ist, dass eine Nachkalkulation aufgrund von tatsächlich nicht mehr bekannten Istkosten im Einzelnen nicht mehr exakt durchführbar ist.

    Eine sinnvolle Kostenkontrolle setzt die Ermittlung von Sollkosten voraus. Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen geeigneten Sollwert festzulegen: den Planansatz und den Normalansatz. Der Planwert ergibt sich als geplante Größe, der sich aufgrund von technischen Berechnungen, Verbrauchstudien, etc. ergibt. Der Normalwert ergibt sich aus durchschnittlichen Werten vergangener Perioden.

    I don't always know what I'm talking about but I know I'm right!


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  • wrewe
    Neuer Benutzer
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    14
    • 26. April 2004 um 19:05
    • #3

    Ich hab das noch nicht richtig verstanden .
    Es geht bei Kalkulation „Plan \ IST“, um Kostenkontrolle ?
    Angenommen ich mach die Kalkulation mit Planwerten und ISTKostenrechnung mit Verrechnungspreisen.
    Planwerte scheinen Werte zu sein, die, die Firma selber ermittelt. Nicht nach Schätzungen sondern mit diesen best. Berechnungen (fürs Jahr , fürs Quartal etc)., dann wäre Planwert mein Sollwert ?
    Die ISTwerte, sind die tatsächlich angefallenen Kosten. Warum muss es hier Korrekturen geben, es sind doch die tatsächlich anfallenden Kosten ? (hätte erwartet dass man Planwerte eventuell korrigiert )

  • Markus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    6.920
    • 26. April 2004 um 19:19
    • #4

    Planwerte gehören wie Normalwerte zur Gruppe der Sollwerte. In einer Kalkulation kannst du die Istwerte unverändert verwenden, im obigen erwähnte ich das nur, da Istwerte nicht 100% richtig sind weil man eben nicht jeden Geschäfsvorfall miteinbinden kann. Aber gerade im Bezug auf Istzuschlagssätze ist es wohl schwierig im Gesamtunternehmen einen Zuschlagssatz zu ermitteln der die Realität zu 100% abdeckt.

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  • wrewe
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    14
    • 27. April 2004 um 18:50
    • #5

    will schon mal danke sagen bis hierher.

    habe noch mal gesucht, weil für mich auch solche Begriffe wie Vorkalkulation ,Nachkalklation, Mitlaufene Kalkulation neu sind.
    Nach allem was ich nun darüber lesen konnte (auch Gweinn verlustrechnung) frag ich mich :
    Vorkalkulation ,Nachkalklation, Mitlaufene-Kalkulation, Kalkulation-PLAN, Kalkulation-IST
    sind Formen der Gewinn \ Verlustrechnung ?

    eventuell zumindest insofern , dass diese Position, wie sie unter dem Link aufgelistet sind,
    für jede dieser Kalkulationen gilt ?

    http://www.wfa-erzgebirge.de/tzs/existenz/gew-u.verlure.html

  • Markus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    6.920
    • 27. April 2004 um 19:48
    • #6

    Vorsicht Denkfehler!

    Hier musst du aufpassen, kostenrechnerische Kalkulationen (internes ReWe) haben nichts mit Bilanzierung (externes ReWe) zu tun! Also nicht direkt. Dein Link zeigt die Ermittlung des Jahresüberschusses nach den Vorschriften des HGB, auch möglich wäre die JÜ Ermittlung nach IAS/IFRS oder US-GAAP. Im internen ReWe erfolgt die Ergebnisermittlung meist über das UKV/GKV oder auch auf andere Art und Weisen. Jedenfalls werden die Zahlen aus der Kalkulation meist nicht zur Gänze auch in die FiBu übernommen. Also gilt: Kalkulation und GuV immer auseinanderhalten, denn die Gewinne divergieren voneinander.

    -> Kalkulationen -> für interne Interessensgruppen, dienen der Unternehmenssteurung und -planung

    -> GuV -> für externe Interessensgruppen (Shareholder), nach gesetzlichen Vorschriften!

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  • wrewe
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    14
    • 28. April 2004 um 13:46
    • #7

    etwas was mir erst jetzt in der Link-Übersicht aufgeafallen ist , die letzte Position 18, dort steht "Jahresüberschuss", das ist doch aber ein Ergebniss das man mit einem bestimmten Verfahren aus all den gelaufenen Umsätzen eines Jahres ermittelt, oder was seh ich da falsch ?

    muss nochmal fragen bez.
    "internes ReWe" und "externes ReWe" .(bin mächtig am dampfen)
    all die Positionen die unter dem Link auftauchen werden sowohl für das eine wie auch das andere verwendet, was im einzelen wegelassen wird liegt im ermessen des Unternehmens ?

  • Markus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    6.920
    • 28. April 2004 um 16:44
    • #8

    Der JÜ ist der Gewinn lt. HGB, ja ! Es gibt wie oben gesagt noch andere Verfahren. Dieser Gewinn wird für die Gewinnverwendung, Dividendenausschüttungen etc pp. herangezogen und wird der Öffentlichkeit bekanntgegeben. Der Gewinn wird bilanziell ermittelt, hauptsächlich aus der GuV, wie man im Schema sieht gibt es noch ein paar Korrekturen diese führen dann zum JÜ.

    Das Unternehmen hat im internen ReWe einen großen gestalterischen Spielraum. Im internen ReWe werden Kosten[1] und Leistungen[2] betrachtet, in der externen Unternehmensrechnung werden Aufwendungen[3] und Erträge[4] betrachtet. Aufwendungen/Erträge wie Kosten/Leistungen können betragsmässig gleich sein oder auseinanderfallen. Deshalb gibt es auch eine sog. Abgrenzungsrechnung. Ebenfalls gibt es noch Finanzpläne etc. die wieder mit anderen Werten arbeiten und andere Ergebnisse liefern. Das Ergebnis der Kostenrechnung wird auch nicht als Gewinn sondern als Betriebsergebnis/-gewinn bezeichnet. Um nochmal auf das Gewinnermittlungsschema lt. HGB einzugehen (im übrigen ist dieses fast identisch wie das zur Ermittlung des international üblichen EBIt,etc.): Hier differieren die Beträge oft stark. Z.B folgende Positionen:
    2. -> Hier gibt es keine interne und externe einheitliche Bewertung.
    7. -> AfA: Sehr große Unterschiede, intern versucht man damit den Werteverzeher (real) abzubilden, extern wird das Steuerrecht stark berücksichtigt.
    9. / 10. -> Fallen beispielsweise in der internen Rechnung weg.

    usw usf.

    Das wichtigste was es zu beachten gilt: Die Kostenrechnung befasst sich nur mit dem Betrieb, also mit dem Ort der Leistungserstellung und aller zugehörigen Komponenten. Das externe ReWe hingegen bildet das komplette Unternehmen ab.

    [1]: Umkehrschluss von [2]
    [2]:Leistung ist der in Geld bewertete Output aus dem betrieblichen Produktionsprozess, der im Rahmen des eigentlichen Betriebszwecks anfällt.
    [3]: Umekhrschluss von [4]
    [4]:Erträge resultieren aus dem Wertzuwachs, der dem Unternehmen durch die Erstellung von Gütern und Dienstleistungen innerhalb einer Rechnungsperiode entsteht.

    Lade dir vll. mal aus der Datenbank ein paar Kostenrechnungssachen runter, dann ist die Sache leichter zu verstehen.

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  • wrewe
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    14
    • 29. April 2004 um 12:19
    • #9

    danke für den Tipp, hab mir den "Kosten- und Leistungsrechnung - Folienskript Kosten- und Leistungsrechnung [Christians, 2003].zip" runtergezogen. Das ist bestimmt eien gute Sache, aber es scheint ein ganzes Buch zu sein .
    Es ist mir leider nicht möglich all dies im einzelnen durchzugehen.

    Vielleicht noch etwas info bez. der Firma wegen der ich diese recherchen anstelle. Es ist eine GmbH , ca. 1.Mio Umsatz pro Jahr, ca. 10 Mitarbeiter , produiziert im Bereich Werbung.


    Es würde mir reichen wenn ich es schon mal soweit festhalten kann:
    Es gibt also eine ganze reihe von "Positionen" (wie unter dem Link ) bei denen Umsatzt anfällt .

    Für die interne Kalkulation werden wahrscheinlich Matrilakosten,MaschinenZeiten ,MitarbeiterZeiten herangezogen.

    Für externe Kalkualton wird das gesammte interne + Zinsen für Kredite, Abschreibungen, Mieten, etc. betrachtet


    Im einfachsten Fall machen arbeiten solche Firmen

    es wenn ich sage

  • Markus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    6.920
    • 29. April 2004 um 12:32
    • #10

    Bei den Mitschriften gibt es eine Kostenrechnungszusammenfassung, ist um einiges kürzer :)


    Es gibt also eine ganze reihe von "Positionen" (wie unter dem Link ) bei denen Umsatzt anfällt .

    -> Verstehe ich nicht, sorry :)

    Das mit intern und extern stimmt aber jetzt soweit :)

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  • wrewe
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    14
    • 30. April 2004 um 17:43
    • #11

    "Es gibt also eine ganze reihe von "Positionen" (wie unter dem Link ) bei denen Umsatzt anfällt ."

    damit meinte ich , dass hier
    http://www.wfa-erzgebirge.de/tzs/existenz/gew-u.verlure.html

    all die Positionen aufgelistet sind, bei denen im Unternehmen Umsatz anfällt. Vielleicht gibt es nochmehr , aber diese wären es. die nach § so_und_so ausgewiesen werden müssen

    ok, hab das andere gezogen das ist etwas kürzer,

    vielen Dank nochmal

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