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SGD Fernstudium – WM-Vorteile 2026

Abnehmender Grenznutzen (1. Gossensches Gesetz) – warum stiftet das dritte Stück Kuchen weniger?

  • KevinFernuni
  • 6. Juli 2026 um 15:30
  • Erledigt
  • KevinFernuni
    FernUni Hagen
    Beiträge
    49
    • 6. Juli 2026 um 15:30
    • #1

    Hi in die Runde, in Mikro ist gerade das Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen dran. Ich verstehe die Aussage („jede weitere Einheit bringt weniger zusätzlichen Nutzen“), aber mir fehlt das Warum dahinter – und wozu man das überhaupt braucht.

    Kann das jemand anschaulich erklären, am besten mit dem Unterschied zwischen Gesamtnutzen und Grenznutzen? 🙏

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  • KathiVWL
    VWL
    Beiträge
    54
    • 6. Juli 2026 um 16:50
    • #2

    Das Kuchen-Beispiel passt perfekt 🙂 Stell dir vor, du isst nacheinander Stücke:

    • 1. Stück: riesiger Genuss (du hattest Hunger).
    • 2. Stück: noch lecker, aber weniger.
    • 3. Stück: naja. 4. Stück: dir wird schlecht.

    Der Grenznutzen ist der zusätzliche Nutzen der jeweils letzten Einheit – und der sinkt (Sättigung). Der Gesamtnutzen steigt zwar noch, aber immer langsamer, bis er beim Sättigungspunkt kippt. Grenznutzen = Steigung der Gesamtnutzenkurve, quasi.

    Wozu? Damit erklärt man z. B. das Wasser-Diamanten-Paradoxon: Wasser ist lebenswichtig, aber weil es reichlich vorhanden ist, ist der Grenznutzen (und damit der Preis) niedrig.

  • LisaVWL
    VWL Master
    Beiträge
    52
    • 6. Juli 2026 um 20:15
    • #3

    Ergänzend, warum das so zentral ist: Aus dem abnehmenden Grenznutzen folgt direkt die fallende Nachfragekurve. Weil dir die nächste Einheit weniger wert ist, bist du auch nur bereit, weniger dafür zu zahlen – deshalb kaufst du mehr nur bei sinkendem Preis.

    Und im Haushaltsoptimum (2. Gossensches Gesetz) verteilst du dein Geld so, dass der Grenznutzen pro ausgegebenem Euro bei allen Gütern gleich ist. Solange ein Gut mehr Nutzen je Euro bringt, schichtest du dorthin um. Das ist die ganze Logik hinter „rationaler Konsument“.

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