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Aufgabe zur volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung

  • guido007
  • 26. August 2003 um 07:47
  • Erledigt
  • guido007
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    27
    • 26. August 2003 um 07:47
    • #1

    AUFGABE:
    in einer geschlossenen volkswirtschaft ohne staatliche aktivität beziehen die haushalte von unternehmen ein einkommen von 5.000 mrd. euro. sie wollen davon 90% für konsum verwenden. die unternehmungen planen anlageinvestitionen von 800 mrd euro.

    unternehmung:
    Y = _______ C= ________
    I= ________

    private Haushalte:
    Y= _________ C= ________
    S= ________

    banken
    _____ ____

    a) zeichnen sie am periodenende neu entstandene situation (nach anpassung der spar- und investitionspläne) in das schema (oben) ein.
    b) erklären sie, wie der ausgleich von S und I zustande kommt.

    hoffe auf lösung. für mich besteht folgendes problem: 800 mrd sind doch bruttoinvestitionen und gehören nicht zu I, wohin also damit? und wie bekomme ich I = S. durch ungeplante I ?

    thx

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  • Markus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    6.920
    • 26. August 2003 um 12:06
    • #2

    Also eigentlich ist es ganz einfach!

    a) Zeichnerisch will ich das jetzt nicht lösen, aber wenn du es unbedingt willst kann ich es nachher machen. Aus der Angabe ergeben sich ja folgende Ströme:

    Unternehmung (U) zahlt Einkommen (Y) an Haushalte (H) = 5000
    H zahlt für Konsum (C) an U = 4500 (90% von 5000!)

    Jetzt kommt dein Denkfehler, die Anlageinvestitionen sind Bruttoanalageinvestitionen, haben also direkt dort nichts zu suchen, denn die Investitionen werden immer Netto angegeben. Der Unterschied zwischen Brutto und Netto ist im Kreislaufmodell immer nur die Abschreibung (D). Fangen wir nun an den Sektor U auszugleichen: Es gehen 5000 ab an H und es strömen 4500 für C zu, es fehlen also 500! U bekommt I brutto in Höhe von 800 und schreibt D=300 ab! Jetzt ist er ausgeglichen.

    Also ergeben sich folgende zwei Ströme:

    Bk zahlt Bruttoinvestitionen an U =800
    U zahlt Abschreibungen (D) an Bk=300

    Diese beiden Ströme kann man zusammenfassen und man würde nur die Nettoinvestitionen (I netto) in Höhe von 500 (I brutto - D) angeben!

    Als nächstes werden die Haushalte ausgeglichen. Es gehen 5000 zu und 4500 ab, die überschüssigen 500 werden gespart (S).

    Neuer Zahlungsstrom:

    H zahlt für Sparen (S) an Bk = 500

    Dieser Sektor ist jetzt ausgeglichen und siehe da der Banken- bzw. Vermögensveränderungssektor auch.

    b)

    Ganz allgemein galt ja: Y=C

    Dies gilt jetzt nicht mehr, sondern: Y=C+S aber auch Y=C+I da der Kreislauf geschlossen ist. Aus diesen beiden Gleichungen folgt ex-post in einer geschlossenen Volkswirtschaft S=I

    Edit: Habe den Kreislauf jetzt mal grafisch aufbereitet!

    Dateien

    einfaches geschlossenes kreislaufmodell.jpg 20,86 kB – 0 Downloads

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  • guido007
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    27
    • 26. August 2003 um 20:46
    • #3

    danke für deine lösung.

    unter aufgabe a) ist das schema hier gemeint und keine zeichnung.
    hoffe, ich habe die zahlen jetzt richtig eingesetzt. bitte kurzes feeback.

    unternehmung:
    Y = _5000___ C= __4500__
    I= _800 BR - 300 D

    private Haushalte:
    Y= __5000____ C= __4500__
    S= __500____

    banken
    _800 - 300 500

    hatte ja den richtigen weg, wußte bloss nicht, wie ich I = S setzen konnte, da ich ja erst 800 hatte und nur wußte, dass die 800 ja bruttoinvestitionen sind und nichts bei I zu suchen hatten. doch wegen den abschreibungen in höhe von 300 kommen die jetzt in I und I = S.

    thx

  • Markus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    6.920
    • 26. August 2003 um 20:58
    • #4

    Genau das war der Punkt. Die Zahlen sind soweit richtig. Das Schema was du gemacht hast / ihr machen musstet ist im Endeffekt nichts anderes als die Darstellung in gesamtwirtschaftlichen Konten. Aber das wird alles noch kommen, da kannste dir sicher sein, gesamtwirtschaftliche Konten, Einkommenskonten, Kreisläufe, ach ist VWL schön :)

    Edit: Habe mir mal erlaubt deinen Threadtitel umzubennen so das er vielleicht später auch mal gefunden werden kann :)

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  • guido007
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    27
    • 9. September 2003 um 19:25
    • #5

    ACHTUNG!

    die lösung ist leider falsch von dir. habe ergebnis gerade zurückbekommen und hier die richtige lösung:

    Unternehmen
    Y = 5000
    C = 4200
    I = 800

    Haushalte
    Y = 5000
    C = 4200
    S geplant = 500
    S ungeplant = 300

    die unternehmen planen I in höhe von 800 und führen sie auch durch, d.h. bei gegebener kapazität werden konsumgüter in höhe von 4200 produziert. mehr steht den haushalten also nicht zur verfügung. der ausgleich kann also nur über eine ungeplante ersparnis erfolgen, da die produktionsentscheidungen bei den unternehmen liegen.

  • Markus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    6.920
    • 9. September 2003 um 19:43
    • #6

    Stimmt schon, ist leider nicht genau ersichtlich aus der Aufgabe heraus ob Abschreibungen und dergleichen einfach vernachlässigt werden können. Wenn man mit den geplanten und ungeplanten Ersparnissen argumentiert hast du natürlich recht.

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