Hallo zusammen, Svenja hat das schon super erklärt, ich ergänze mal mit konkreten Zahlen, weil ich das bei meiner Klausurvorbereitung auch erst mit einem durchgerechneten Beispiel richtig verstanden habe.
Angenommen, die Eingangsrechnung lautet über 1.000 € netto + 190 € USt (19%) = 1.190 € brutto. Bei Wareneingang buchst du ganz normal:
- Wareneinkauf 1.000 € / Vorsteuer 190 € an Verbindlichkeiten aLuL 1.190 €
Jetzt zahlst du innerhalb der Skontofrist, 2% Skonto werden gewährt. Der Skonto bezieht sich wie gesagt auf den Bruttobetrag:
- Skontobetrag brutto: 1.190 € x 2% = 23,80 €
- davon Nettoanteil: 23,80 € / 1,19 = 20,00 €
- davon USt-Anteil: 23,80 € - 20,00 € = 3,80 €
Zahlbetrag ist dann 1.190 € - 23,80 € = 1.166,20 €. Die Buchung bei Zahlung sieht so aus:
- Verbindlichkeiten aLuL 1.190 € an Bank 1.166,20 € / Wareneinkauf 20,00 € / Vorsteuer 3,80 €
Rechne es dir am besten selbst mit eigenen Zahlen nach, das Prinzip bleibt immer gleich: Skonto brutto ausrechnen, dann im Verhältnis 100:19 aufteilen. Typischer Fehler in Klausuren ist übrigens, die Vorsteuerkorrektur bei der Umsatzsteuervoranmeldung zu vergessen, nicht nur in der Buchung selbst.