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  3. KathiVWL

Beiträge von KathiVWL

  • Arithmetisches vs. geometrisches Mittel – wann nehme ich welches?

    • KathiVWL
    • 15. Juni 2026 um 20:15

    Marcos Beispiel zeigt es perfekt. Mein Merksatz für die Klausur: „Steht Rate, Faktor oder pro Periode dabei → geometrisch.“

    Praktischer Rechenweg bei Wachstumsraten: Wandle jede Rate in einen Faktor um (+3 % → 1,03), multipliziere alle Faktoren, zieh die n-te Wurzel und zieh am Ende 1 wieder ab. Das geometrische Mittel ist übrigens immer ≤ arithmetisches Mittel – wenn deine beiden Ergebnisse das nicht erfüllen, hast du dich irgendwo verrechnet. 🙂

  • Externe Effekte – warum führt das zu Marktversagen?

    • KathiVWL
    • 13. Juni 2026 um 18:15

    „Marktversagen“ heißt hier nicht, dass kein Handel stattfindet – sondern dass die produzierte Menge nicht die volkswirtschaftlich optimale ist 🙂 Klassiker negativer externer Effekt: eine Fabrik, die Abwasser in den Fluss leitet.

    • Der Produzent kalkuliert nur seine privaten Kosten (Material, Löhne).
    • Die sozialen Kosten (verschmutzter Fluss, Schäden für Anwohner) trägt er nicht – die zahlen Dritte.

    Weil seine Kosten künstlich „zu niedrig“ sind, produziert er mehr als gesellschaftlich gut wäre. Der Preis bildet die wahren Kosten nicht ab → die Ressourcenlenkung ist verzerrt. Genau das ist das Versagen.

  • Nominales vs. reales BIP – warum überhaupt preisbereinigen?

    • KathiVWL
    • 10. Juni 2026 um 13:50

    Das Standardbeispiel macht es sofort klar 🙂 Stell dir eine Mini-Volkswirtschaft vor, die nur Brötchen produziert:

    • Jahr 1: 100 Brötchen à 1 € → BIP = 100 €
    • Jahr 2: 100 Brötchen à 1,10 € → nominales BIP = 110 €

    Das nominale BIP ist um 10 % „gewachsen“ – aber es wurde kein einziges Brötchen mehr gebacken. Der ganze Zuwachs ist reine Inflation. Das reale BIP rechnet mit konstanten Preisen (Basisjahr) und zeigt: Wachstum = 0.

    Kurz: Das reale BIP misst die tatsächliche Mengen-Entwicklung, das nominale vermischt Menge und Preise.

  • Warum erhöht eine Zentralbank den Leitzins, um die Inflation zu senken?

    • KathiVWL
    • 11. März 2026 um 05:58

    Ergänzend: Es gibt neben dem Zins-/Nachfragekanal noch den Erwartungskanal. Wenn die Zentralbank glaubwürdig signalisiert, die Inflation entschlossen zu bekämpfen, passen Unternehmen und Gewerkschaften ihre Inflationserwartungen nach unten an. Da Preise und Löhne stark von Erwartungen getrieben sind, kann allein die glaubwürdige Ankündigung schon dämpfen. Deshalb redet die EZB so viel über ihr 2-%-Ziel - das ist Erwartungssteuerung.

  • Wie und was studiert ihr? 🎓 (kleine Umfrage)

    • KathiVWL
    • 2. März 2026 um 13:10

    Spannende Umfrage! Bei mir Präsenz + VWL. Was mir am meisten hilft, sind feste Lerngruppen – allein motiviert man sich deutlich schwerer.

  • Wie unterscheide ich Bewegung entlang der Nachfragekurve von einer Verschiebung der Kurve?

    • KathiVWL
    • 23. Februar 2026 um 19:27

    Das ist die Klassiker-Falle. Die Faustregel lautet:

    • Bewegung entlang der Kurve = nur der Preis des Gutes selbst ändert sich. Du wanderst auf derselben Kurve von Punkt A nach Punkt B. Man spricht von einer Änderung der nachgefragten Menge.
    • Verschiebung der Kurve = ein anderer Faktor ändert sich (Einkommen, Preise anderer Güter, Präferenzen, Erwartungen). Man spricht dann von einer Änderung der Nachfrage.

    Merksatz: Eigener Preis = Bewegung, alles andere = Verschiebung.

  • Externe Effekte

    • KathiVWL
    • 8. März 2025 um 17:20

    Das ist ein klassischer negativer externer Effekt – die Fabrik verursacht Kosten (Lärm), die nicht sie, sondern das Hotel trägt. Der Lösungsweg:

    1. Privates Optimum der Fabrik: Sie maximiert nur ihren eigenen Gewinn → Ableitung ihres Gewinns nach den Betriebsstunden s gleich null setzen.
    2. Gesellschaftliches Optimum: Hier zählt die Gesamtwohlfahrt = Fabrikgewinn + Hotelertrag. Beide Funktionen addieren, nach s ableiten und null setzen.
    3. Vergleich: Das gesellschaftliche Optimum liegt bei weniger Betriebsstunden, weil der Schaden beim Hotel mitzählt – die Differenz ist der externe Effekt.

    Zur Internalisierung kannst du dann auf eine Pigou-Steuer (in Höhe des Grenzschadens) oder eine Coase-Verhandlung verweisen. Poste gern die konkrete Ertragsfunktion, dann checke ich das Ableiten gegen. 🙂

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