Das Vorstellungsgespräch – Wie behandelt man bestimmte Fragen?
Karriere:
Denken Sie daran, es geht immer um eine bestimmte vakante Position und nicht um eine zukünftige. Diese Position gilt es für die nächste Zeit optimal auszufüllen (alles weitere bestimmt der Arbeitserfolg). Außerdem könnten Sie mit Ihren Karrierezielen die Position des jetzigen Fachvorgesetzten bedrohen, der Ihre Einstellung heute befürworten soll.
Gehalt:
Die Frage nach der Gehaltsvorstellung ist eine Gratwanderung zwischen sich zu preiswert und zu teuer anbieten. Einen diplomatischen Ausweg wählt man, indem man nach der Bezahlung vergleichbarer Positionen im Unternehmen bei ähnlichen Qualifikationen fragt, und zwar mit dem Hinweis auf eine faire gleiche Behandlung.
Stärken und Schwächen:
Die Frage nach den Stärken lässt sich relativ leicht beantworten. Das nennen persönlicher Schwächen ist ungleich schwerer, da man sich verständlicherweise selbst nicht benachteiligen will. Das weiß auch der Fragesteller. Häufig werden daher durchaus positive Eigenschaften als Schwäche genannt wie: Ungeduld, wenn Projekte nicht vorankommen, oder Ehrgeiz, geforderte Ergebnisse zu übertreffen.
Einen ähnlichen Themenkomplex spricht die Frage nach dem größten beruflichen Erfolg und Misserfolg an. Hierbei ist die Schilderung eines Misserfolges normalerweise nicht nachteilig, sofern Ihr eigenes Versagen nicht so sehr im Vordergrund steht.
Intime Fragen:
Auch im Bewerbungsgespräch gilt der Persönlichkeitsschutz. Intime Fragen, etwa nach Krankheiten, müssen nur dann – und zwar wahrheitsgemäß – beantwortet werden, wenn die Antwort für die Tätigkeit eine kausale Bedeutung hat (siehe oben unter Aufklärungs- und Offenbarungspflichten).
Eintrittstermin:
Berücksichtigen Sie unbedingt Ihre Terminsituation. Im neuen Arbeitsvertrag sollte kein früherer Termin festgelegt werden, als Sie unter Berücksichtigung aller Umstände einhalten können.