Das Vorstellungsgespräch - Verhaltensregeln
Pünktlich sein (siehe oben)
Unterlagen mitnehmen (siehe oben)
WICHTIG: Fragen Sie zu Beginn des Gesprächs nach dem zeitlichen Rahmen, sprich: die Zeit, die man für dieses Gespräch vorgesehen hat. Sonst bleibt evtl. am Ende nicht mehr genug Zeit für eigene Fragen!
Halten Sie für Notizen einen Block bereit. Allerdings kein Protokoll führen, sondern ggf. nur wichtige Details z.B. zum Gehalt notieren! Außerdem kann man mit dem Stift die Hände beschäftigen und kommt somit besser mit der Nervosität zurecht.
Lehnen Sie ein Getränk nicht ab! Mit dem Anbieten eines Getränks soll eine angenehme Atmosphäre geschaffen werden. Auch wenn man keinen Durst hat, nicht ablehnen.
Allerdings sollte man, wenn man eine Tasse Kaffee gewählt hat, diese austrinken. Ein Glas Wasser kann man stehen lassen, ohne auch nur einmal genippt zu haben.
Versuchen Sie, so entspannt und natürlich wie möglich zu bleiben – es nützt Ihnen nichts, wenn Sie im Gespräch einen anderen Menschen vortäuschen wollen. Wenn Sie das für erforderlich halten, um die Stelle zu bekommen, dann sollten Sie sich fragen, ob Sie diese Stelle wirklich anstreben.
Auch ein Personalentscheider sind auch nur Menschen, und natürlich geht es auch hier um Sympathie. Versuchen Sie also, so offen und sympathisch wie möglich zu sein. Hilfreich ist dazu eine offene Körpersprache. Schauen Sie Ihrem Gesprächspartner in die Augen, aber starren Sie Ihn nicht über Minuten hinweg an.
Sie müssen sich ehrlich und glaubwürdig präsentieren, Ihre Angaben müssen einer Nachprüfung standhalten.
Merken Sie sich das Wort Einklang. In Einklang müssen a) Ihre Persönlichkeit, Fähigkeiten, Interessen und Ziele b) mit den Anforderungen der Position und c) mit der Strategie und der Kultur des Unternehmens gebracht werden.
Legen Sie Wert auf ein Gleichgewicht der Gesprächsanteile, d.h. dass Sie in etwa genau so viel zu Wort kommen wie Ihr Gegenüber. Hören Sie interessiert und aktiv zu, fallen Sie Ihrem Gesprächspartner nicht ins Wort, und unterbrechen Sie nicht unhöflich dessen Ausführungen. Bevor Sie antworten, überlegen Sie genau, was Sie sagen. Benutzen Sie keine Phrasen wie „kein Problem“, „ist normal“, „ich bin Generalist“, „es war schon immer so“, und vermeiden Sie klischeehafte Etiketten wie „dynamisch“ oder „erfolgsorientiert“.
Sie müssen auch auf provozierende Fragen im Gespräch eingestellt sein. Damit möchte man testen, wie belastbar Sie in einer Streß-Situation sind. (Beispiel: Warum sind Sie so nervös? Näheres dazu weiter unten)
Achten Sie insgesamt auch darauf, wie sich das Unternehmen Ihnen gegenüber verhält – welchen Eindruck haben Sie ganz persönlich? Was sagt Ihr Bauch? Möchten Sie hier jeden Tag arbeiten?
Visitenkarten nie beschreiben! Eine Visitenkarte ist kein Notizzettel und sollte zu solchem auch nicht abgewertet werden.
Am Schluß sollten Sie das Gespräch auf alle Fälle positiv zusammenfassen. Sagen Sie, dass Sie das Gespräch gut fanden, der Job Sie reizt, das Unternehmen Sie noch mehr interessiert als zuvor. Wie auch immer, geben Sie eine positive und faire Bewertung ab – denn der letzte Eindruck, den Sie hinterlassen, ist der bleibende.