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Wie kann Wirtschaftspolitik im Solow Model das Wachstum beeinflußen?

  • ManuelFH
  • 19. Juni 2005 um 23:33
  • Erledigt
  • ManuelFH
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    8
    • 19. Juni 2005 um 23:33
    • #1

    Hey!

    Sitze gerade vor den alten Klausuren und komme gerade an einer AUfgabe nicht weiter.Hier frägt mein Prof:

    Ein zentrales Model der Wachstumstheorie ist das Solow Model. Zeigen und begründen Sie die drei auf dem Model resultierenden Möglichkeiten, - ohne das Model selber darzustellen - wie Wirtschaftspolitik das Wirtschaftswachstum positiv beeinflußen kann?!

    Also, ehrlich gesagt fallen mir dazu zwei sachen ein!

    a) Y=(A,K,L)

    Sparquote, Technologischer Fortschritt und Bevölkerungswachstum, nur dass dumme ist, wir haben nur die Erhöhung der Sparquote mit Auswirkungen auf den STate-State besprochen, somit halte ich die ALternative als unwahrscheinlich, oder

    b) beinflußung des Einkommens (auf die Sparquote, -> Konsum steigt???), erhöhung der Steuer (konsum sinkt, investionen sinken) und ..??

    wäre nett wenn mir jemand helfen könnte! greets

    manuel

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  • Oeconomicus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    187
    • 20. Juni 2005 um 20:36
    • #2
    Zitat

    Original von ManuelFH
    Also, ehrlich gesagt fallen mir dazu zwei sachen ein!

    a) Y=(A,K,L)

    Sparquote, Technologischer Fortschritt und Bevölkerungswachstum, nur dass dumme ist, wir haben nur die Erhöhung der Sparquote mit Auswirkungen auf den Steady-State besprochen, somit halte ich die ALternative als unwahrscheinlich, oder


    Mal etwas ganz grundsätzliches: Mit der Beeinflussung der Sparquote kommt kein langfristiger Wachstumseffekt zustande, sondern nur ein Niveaueffekt! Somit fällt das Instrument ganz unabhängig von der politischen Ausgestaltung schon mal aus!

    Technischer Fortschritt kommt in Frage, es ist aber grds. exogen gegeben und iste eine wichtige Modellrestriktion. Wenn man diese umgeht ist es möglich durch die politische Maßnhamen TF und somit auch langfristiges Wachstum zu generieren.

    Bevölkerungswachstum hat auch einen langfristigen Wachstumseffekt, aber nur in den aggregierten Größen, nicht in den Pro-Kopf-Größen. Da dies auch exogen vorgegeben ist, fällt grundsätzlich auch weg. Umgeht man wieder einmal die Restriktion dann kann der Staat durch Maßnahmen die das Bevölkerungswachstums födern das Wachstum in den aggregierten Größen beeinflussen.

    Zitat

    Original von ManuelFH
    b) beinflußung des Einkommens (auf die Sparquote, -> Konsum steigt???), erhöhung der Steuer (konsum sinkt, investionen sinken) und ..??

    Meiner Meinung nach ist aus dem Solow Modell keine politische Maßnahme möglich, da dieses Grundmodell der Wachstumstheorie so mit Restriktionen zugepflastert ist, dass keine Möglichkeiten bleiben.
    Es sei denn man, befreit sich von ein paar Restriktionen. Hier besteht die Möglichkeitl um die Erweiterung um einen F&E Sektor, wie es Romer (1991) usw. in der Neuren Wachstumstheorie getan hat. Dort hat die Erhöhung und die Beeinflussung (politisch durch Fiskalpolitik möglich) der Sparquote einen Wachstumseffekt. Allerdings sind wir dann wieder weg vom Solow Modell.

    Würde mich mal interessieren, welche drei Möglichkeiten sich dein Prof da ausgedacht hat. So wie du die Aufagbenstellung schreibt und ohne die Restriktionen des Modell über Bord zu werfen ist es innerhalb des Modells nicht möglich!

    Also, schreib mal bitte unbedingt, wenn dein Prof das aufgelöst hat.

    Best Regards,
    Christian

    Zitat von John Maynard Keynes:

    "Solange die Nationalökonomen leben, nimmt niemand von ihnen Notiz, und wenn sie tot sind, richten sie großen Schaden an." :D

  • BWL_Doktor
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    15
    • 20. Juni 2005 um 22:27
    • #3
    Zitat

    Mal etwas ganz grundsätzliches: Mit der Beeinflussung der Sparquote kommt kein langfristiger Wachstumseffekt zustande, sondern nur ein Niveaueffekt! Somit fällt das Instrument ganz unabhängig von der politischen Ausgestaltung schon mal aus!

    Ist in dem Modell die Konsumneigung als exogen definiert? Falls nicht, dann müsste eine erhöhte Sparquote doch die Sickerverluste senken.
    Die Konsumneigung/Sparquote ist ein Steigungsparamter der Gütermarktgleichgewichtskurve. Und somit hat sie sehr wohl einen langfristigen Wachstumseffekt.

  • Oeconomicus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    187
    • 21. Juni 2005 um 13:36
    • #4

    Ja, da die Sparquote als exogen definiert ist, ist folglich auch die Konsumneigung exogen definiert, da sie ja nur eine Restgröße darstellt. c=(1-s)y

    Das die Erhöhung der Sparquote keinen langfristigen Wachstumseffekt zur Folge hat, liegt daran, dass wir von einer neoklassichen Produktionsfunktion ausgehen, die bekanntlich ein abnehmendes Grenzprodukt hat und die Kapitalbindungsgerade (Break-Even-Line) eine Elastizität von 1 hat. Daher müssen sich diese irgendwann wieder schneiden und somit ist der Endpunkt des Niveaueffekts gegeben. Darüber hinaus bringt eine erhöhte Sparquote langfristig wie eben schon erwähnt keinen Wachstumseffekt, sondern eben nur ein Niveaueffekt, in dem Sozialprodukt/Output steigt und dieses mit Erreichen des Steady State (gleichgewichtigem Wachstumspfad) endet.

    Best Regards,
    Christian

    Zitat von John Maynard Keynes:

    "Solange die Nationalökonomen leben, nimmt niemand von ihnen Notiz, und wenn sie tot sind, richten sie großen Schaden an." :D

  • BWL_Doktor
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    15
    • 21. Juni 2005 um 19:29
    • #5
    Zitat


    Y=(A,K,L)

    Vergiss, was ich geschrieben hab. :rolleyes:

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