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SGD Fernstudium – WM-Vorteile 2026

Bilanz und Liquiditätsrechnung

  • Berfin
  • 29. April 2005 um 15:54
  • Erledigt
  • Berfin
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    12
    • 29. April 2005 um 15:54
    • #1

    hallo
    ich habe folgende Aufgabe

    Die aufbereitete Bilanz eienr Maschienenbau AG hat folgendes Aussehen:

    Berichtsjahr Vorjahr
    Aktiva

    Anlagevermögen 4352 4130
    Vorräte 5258 4121
    Forderungen 1470 1867
    Flüssige Mittel 110 102

    Umlaufvermögen 6838 6090
    Gesamtvermögen 11190 10220

    Passiva

    Eigenkapital 3290 3490
    langfr Fremdkapital 2580 2455
    Kurzf. Fremdkapital 5320 4275
    Gesamtkapital 11190 10220

    1.Ermitteln Sie die Kennziffern für
    a) Grad der finanziellen Unabhängigkeit
    b) Deckungsgrad II
    c) Liquidität III
    2. Erstellen Sie eine Liquiditätsstaffelrechnung
    3. Wie beurteilen Sie die Kapitalausstattung in den beiden Jahren?
    4.Was kann über die Liquidität an beiden Bilanzstichtagen gesagt werden ?
    5.Wie beurteilen Sie die Anlagendackung in den beiden Jahren?

    Die 1 ist mir klar aber mit dem rest komme ich einfach nicht weiter

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  • Markus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    6.920
    • 29. April 2005 um 17:37
    • #2

    1. Hast du ja schon

    2. Noch nie gehört.

    3. Hier geht es ja um das Grundkapitla. Kannst du also sicher an EK-Anteilen etc. zu beurteilen.

    4. Grundsätzlich gilt, dass die LQ 2 mind. 100% sein sollte, der Rest ist Interpretationssache, aber anhand der typischen Definitionen herleitbar.

    5. Mit diesen Kennzahlen ist die Normvorstellung verbunden, dass die Kapitalüberlassungsdauer (Fristigkeit des Passivums) mit der Kapitalbindungsdauer (Fristigkeit des Aktivums) abgestimmt werden muss. Die Regel ist: Binde das Geld nicht für längere Zeit, als es die zur Verfügung steht. Demnach dürfte die Anlagedeckung minimal 100% sein. Gemäß der engen Definition würde das bedeuten, dass man allein das Eigenkapital als sicher langfristig genug betrachtet, um es in Anlagevermögen zu binden. Diese Regel wäre unrealistisch streng. In der weiten Definition dagegen wird die Regel allgemein akzeptiert: Die Anlagedeckung II sollte 100% nicht unterschreiten, d.h. zur Finanzierung von Anlagevermögen sollte nur Eigen- und langfristiges Fremdkapital verwendet werden.Die Regel wird verfeinert, wenn man beachtet, dass Teile des Umlaufvermögens auch langfristig gebunden sind, etwa der eiserne Bestand bei den Vorräten. Dann steht im Nenner des Bruchs, der die Anlagedeckung
    definiert "AV + langfristiges UV". Die Anlagedeckung ist wegen der Namensähnlichkeit nicht mit der Anlageintensität zu verwechseln, die den Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen (= Gesamtkapital) beschreibt.

    Btw. ich verschiebe die ganze Sache einmal in den Rechnungswesenbereich :falschesForum:

    Gruß
    Markus

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  • sonal
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    8
    • 30. April 2005 um 13:16
    • #3

    zu 4.
    der aussagewert der zum bilanzstichtag ermittelten liquiditätsgrade ist begrenzt, da wichtige daten der liquiditätsberechnung (wie fälligkeiten der verbindlichkeiten und forderungen, kreditzusagen der banken, laufende ausgaben für personalkosten, miete, steuern usw.) aus diesen abschlusszahlen nicht hervorgehen. so kann sich die liquiditätslage schon kurz nach dem bilanzstichtag schlagartig verändern.

  • B-rebbit
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    21
    • 11. Mai 2005 um 14:47
    • #4

    hallo,

    ich sitze momentan auch an dieser aufgabe.. und weiß nicht so genau was ich damit anfangen soll...

    also mein problem:
    zu 1. die Kennziffern:
    für Grad der finaniellen Unabhängigkeit ?? noch nicht gehört !
    muss ich den Deckungsgrad II und Liquidität III für beide jahre (sprich berichtsjahr und vorjahr) berechnen ?

    zu 2.
    Was ist eine Liquiditätstaffelrechnung ? also, ich habe dazu nichts gefunden. was ich mir noch vorstellen könnte dass damit die drei stufen der lquidität gemeint sind?

    hoffe auf eure hilfe

    gruß b-rebbit

  • sonal
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    8
    • 11. Mai 2005 um 15:38
    • #5

    also um die finanzielle unabhängigkeit eines unternehmens zu berechnen musst du nur
    eigenkapital*100%/gesamtkapital
    rechnen

    deckungsgrad I:
    die sicherste deckung des anlagevermögens erfolgt durch das eigenkapital, weil dieses nicht von gläubigern zurückgefordert werden kann. die anlagedeckung ist deshalb als sehr gut zu beurteilen, wenn das eigenkapital das anlagevermögen voll deckt. ausgezeichnet ist die deckung, wenn das eigenkapital darüber hinaus noch den "eisernen bestand" deckt
    deckungsgrad I=eigenkapital*100%/anlagevermögen

    deckungsgrad II:
    reicht das eigenkapital zur finanzierung des anlagevermögens nicht aus, darf zusätzlich zur finanzierung nur langfristiges fremdkapital herangezogen werden (goldene bilanzregel). der quotient der anlagedeckung II muss dann mindestens 100% betragen, wenn eine volle deckung durch langfristiges kapital gegeben sein soll. je mehr dieser mindestwert überschritten wird, um so größer ist die finanzielle stabilität des unternehmens. in diesem fall finanzieren die langfristigen mittel noch einen teil des umlaufvermögens. in jedem fall müsste der eiserne bestand des vorratsvermögens langfristig finanziert sein.
    deckungsgrad II=(eigenkapital+langfristiges fremdkapital)*100%/anlagevermögen

    wie es mit den liquiditätsgraden aussieht, also wann man welchen benutzt weiß ich nicht mehr

  • Markus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    6.920
    • 11. Mai 2005 um 16:12
    • #6
    Zitat

    Original von B-rebbit
    hallo,

    ich sitze momentan auch an dieser aufgabe.. und weiß nicht so genau was ich damit anfangen soll...

    also mein problem:
    zu 1. die Kennziffern:
    für Grad der finaniellen Unabhängigkeit ?? noch nicht gehört !

    Typisches Fernstudiumsproblem. Hier geht es einfach nur um die Eigenkapitalquote.

    Zitat


    muss ich den Deckungsgrad II und Liquidität III für beide jahre (sprich berichtsjahr und vorjahr) berechnen ?

    zu 2.
    Was ist eine Liquiditätstaffelrechnung ? also, ich habe dazu nichts gefunden. was ich mir noch vorstellen könnte dass damit die drei stufen der lquidität gemeint sind?

    hoffe auf eure hilfe

    gruß b-rebbit

    Die Deckungsgrade wurden schon erläutert, was die Liquiditätsstaffelrechnung ist weiss ich immer noch nicht. Scheint meiner Meinung nach wieder so eine Eigenkreation zu sein. Evtl. die drei Liqiditätsgrade wie du schon sagtest, widerspricht aber irgendwie dem Begriff.

    Die LQ3 setzt sich wie folgt zusammen:

    LQ3 = UV / (kurfr. FK + mittelfr. FK)

    Beim Umlaufvermögen sollten langfristig gebundene Werte rausgerechnet werden, d.h. Mindestbestände, langfr. Forderungen, usw. Dem mittelfr. FK würde ich jedenfalls einen Anteil an Rückstellungen zuordnen, da dies die Aussagekraft der Kennziffer maßgeblich erhöht.

    Gruß
    Markus

    P.S. Natürlich musst du das alles für dein Berichts- und Basisjahr berechnen um eine Vergleichbarkeit herzustellen.

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  • Berfin
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    12
    • 14. Mai 2005 um 17:26
    • #7

    hallo

    tja 3. ,4. und 5. fragen sind mir immer noch nicht so ganz klar .Könnte jemand weiter helfen

  • Markus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    6.920
    • 15. Mai 2005 um 13:23
    • #8
    Zitat

    Original von Berfin
    hallo

    tja 3. ,4. und 5. fragen sind mir immer noch nicht so ganz klar .Könnte jemand weiter helfen

    Hast du keinen blassen schimmer? Denn das ist doch oben schon so gut wie alles erklärt, nur berechnet ist es halt noch nicht. Wenn du willst kann ich es dir nochmals auführlich darlegen.

    Gruß
    Markus

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  • Tatankaya
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    32
    • 27. Juli 2005 um 13:48
    • #9

    Meine Meinung wegen der Staffelrechnung:

    Hier geht es nicht um die Liquiditätsgrade sondern um die Ermittlung einer Über- oder Unterdeckung zwischen Einnahmen und Ausgaben in Art einer Staffelrechnung...

    Formel:

    Flüssige Mittel
    - kurzfristiges Fremdkapital
    ---------------------------------
    = Unterdeckung (1. Stufe)
    + Forderungen
    --------------------------------
    = Über- bzw- Unterdeckung (2. Stufe)
    + Vorräte
    ----------------------------------
    = Überdeckung (3.Stufe)

    Gruß Tati


    Wenn Du immer tust, was Du schon immer getan hast,
    wirst Du immer bekommen, was Du schon immer bekommen hast.


    Henry Ford

  • Sweety821
    Benutzer
    Beiträge
    38
    • 26. August 2006 um 05:46
    • #10

    Kannst du mir bei der Aufgabe helfen? Ich verstehe es auch nicht. 1 a, b und c habe ich. Aber mit den anderen Teilaufgaben komme ich auch nicht so recht.

    Danke

  • hondadieter
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    24
    • 28. August 2006 um 19:01
    • #11

    Also ich versuchs mal.

    1a. Berichtsjahr 3290*100
    ---------------
    11190 = 29,4%

    Vorjahr 3490 *100
    --------------
    10220 = 34,2%

    1b. Berichtsjahr (3290+2580) * 100
    -----------------------
    4325 = 134,9%


    Vorjahr (3490 + 2455) * 100
    ------------------------
    4130 = 143,9%

    1c. Berichtsjahr 6838 * 100
    ---------------
    5320 = 128,5%

    Vorjahr 6090 * 100
    -------------
    4275 = 142,5%


    zu 2. Liquiditätsstaffel

    Berichtsjahr Vorjahr

    110 TEur 102 TEur
    - 5320 TEur - 4275 TEur
    --------------- ------------------
    5120 TEur 4173TEur
    + 1470 TEur + 1867 TEur
    --------------- ----------------------
    3740 TEur 2306 TEur
    + 5258 TEur + 4121 TEur
    --------------- --------------------
    = 1518 TEur = 1815 TEur

    Hoffe ich konnte weiter helfen.

    Hondadieter

  • Frank Hemb
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    6
    • 4. Januar 2008 um 21:22
    • #12

    Die SGD führt zu diesem Thema an:

    "In der Finanzplanung wird auch von kurz-, mittelfristigem und langfristigem Grad der
    Liquidität gesprochen.
    Oft wird nicht der Liquiditätsgrad, sondern in Art einer Staffelrechnung eine Über- bzw.
    Unterdeckung zwischen Einnahmen und Ausgaben ermittelt".

    Die o.a. Liquidität wird also in einer Art Stfflrechnung dargestellt.

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