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Produktionseinstellung ?? ab wann ist ein Produkt unrentabel ?

  • Denny
  • 18. Januar 2005 um 16:26
  • Erledigt
  • Denny
    Erfahrener Benutzer
    Reaktionen
    1
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    380
    • 18. Januar 2005 um 16:26
    • #1

    Hallo,

    ich habe ein kleines Problem:

    Beispiel....

    Ein Unternehmen Verkauft 10000 PC Tastaturen.

    Kosten Variabel 10 € pro Stück
    Kosten fix 30000 €
    Umsatz 150000€

    folge : Verkaufspreis12 € pro stück.

    Das Unternehmen überlegt, die Tastaturen aus dem Verkaufsprogramm zu nehmen.
    Wäre diese Entscheidung richtig ?
    Begründe deine Entscheidung für oder gegen eine Geräteeinstellung.

    Wie soll ich das machen ??
    Ist dieses Produkt unrentabel ?
    Ab wann ist ein Produkt unrentabel ? erst dann wenn variable Kosten nicht mehr gedeckt werden können ??
    Oder gibt es sowas wie eine Regel ?`

    Kosten variabel (10000x 10 € = 100000) + Kosten Fix ( 30000€ )
    = 130000 € Kosten
    und 150000 Umsatz !!!

    d.h. Gewinn 20000€


    Sollte das produkt trotz gewinn von 20000 eingestellt werden ?

    Ich hoff mir kann jemand helfen..

    Danke im voraus.

    Denny

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  • Markus
    Erfahrener Benutzer
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    6.920
    • 19. Januar 2005 um 16:10
    • #2

    Also du gehst immer folgendermaßen vor:

    Determinanten die du beachten musst (gilt natürlich jetzt nur im Einproduktbetrieb in der einstufigen DB-Rechnung):

    E = p * x,
    KV = kV * x
    DB = E - KV
    BE = DB - KF

    Kriterien:

    a) kurzfristig ist ein positiver DB ausreichend, d.h. DB > 0

    b) langfristig ist die Deckung der KF anzustreben, d.h. BE > 0

    In deiner Aufgabe war der Umsatz von 150.000 € gegeben oder? Wenn ja hast du dich vertippt, denn daraus folgt ein p i.H.v. 15 €. Bei der Annahme das alles seine Richtigkeit hat, hast du richtig gerechnet und die Entscheidung richtig getroffen. Das Produkt sollte nicht eliminiert werden.

    Hier spricht man auch nicht von retabel etc., da müsstest du aufpassen. Desweiteren werden solche Eliminationsentscheidungen meist unter Berücksichtigung mehrerer Produkte und unter Berücksichtigung von Engpässen getroffen, in diesem Fall gibt es natürlich keine Schwierigkeiten.

    Gruß

    Markus

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  • Denny
    Erfahrener Benutzer
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    1
    Beiträge
    380
    • 19. Januar 2005 um 16:31
    • #3

    Vielen Dank...

    Die gegebene Umsatz von 150000 hat übrigens gestimmt. Also sollte das Podukt nicht aus der Produktion genommen werden. (weil ja immernoch ein Gewinn von 2 € pro Teil gegeben ist, oder ???)

    Gruß

    Denny

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  • Markus
    Erfahrener Benutzer
    Beiträge
    6.920
    • 19. Januar 2005 um 16:33
    • #4

    Das Produkt soll beibehalten werden. Aber es geht langfristig nicht um den Stückgewinn. Wie von mir geschrieben musst du eine Gesamtbetrachtung durchführen, d.h. langfristig müssen die KF gedeckt sein!

    Gruß

    Markus

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  • Markus
    Erfahrener Benutzer
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    6.920
    • 16. Mai 2005 um 18:48
    • #5

    Also, das Ganze ist ziemlich einfach:

    Wir haben folgende Daten gegeben:

    x = 10.000 St.
    kV = 10 €
    KF = 30.000 €
    E = 150.000 € => e = E / x = 150.000 € / 10.000 St. = 15 € / St.

    Anhand der Angaben kann man erkennen, dass wir uns in der Teilkostenrechnung befinden und die Entscheidung aufgrund der Zahlen der Teilkostenrechnung treffen werden.

    Nun werden zwei Fälle unterschieden:

    I.) Kurzfristige Programmentscheidung

    II.) Langfristige Programmentscheidung

    Ad I.)

    Kurzfristig genügt es, wenn ein Produkt einen poitiven Deckungsbeitrag zum Gesamtergebnis erbringt.

    db = e - kV = 15 - 10 = 5 €
    DB = E - KV = 5 * 10.000 = 50.000 €

    Das Produkt erbringt einen Gesamtdeckungsbeitrag i.H.v. 50.000 €, da 50.000 > 0, sollte man das Produkt im Programm behalten.

    Ad II.)

    Langfristig müssen die Fixkosten gedeckt werden, d.h. ein Produkt, Bereich, etc. muss seine verursachten Fixkosten decken können.

    Regel: DB - KF > 0

    Also: 50.000 - 30.000 = 20000 € > 0, d.h. das Produkt deckt seine verursachten Fixkosten und sollte auch langfristig im Programm bleiben.

    Man spricht in diesen Fällen auch von der Problematik der kurzfristigen und langfristigen Preisuntergrenzen.

    Alles klar?

    Gruß
    Markus

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