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Zusammenhang Subprime Krise 2007 und Wirtschaftskrise 2008 und heute?

  • diana80
  • 13. Oktober 2009 um 00:01
  • Erledigt
  • diana80
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    13
    • 13. Oktober 2009 um 00:01
    • #1

    Ich habe auf Youtube ein sehr gutes und sehr einfach erkärtes Video gefunden,welches die subprime Kise aus dem Jahre 2007 erklärt

    The Crisis of Credit Visualized

    YouTube - The Crisis of Credit Visualized - Part 1
    YouTube - The Crisis of Credit Visualized - Part 2

    Ich habe es im Grunde genommen auch vestanden, wie sie funktioniert.
    Nur was ich nicht verstehe, wieso daraus eine Wirtschaftskrise Jahr 2008 sowie 2009 wurde?
    Wieso gingen so viel Firmen bankrott? Auch Firmen die einen guten Buissenplan hatten!
    Märklin , Schießer Opel usw... Wie kann das sein? Eigentlich können sie doch noch mit ihrem Geschäftsmodel Geld verdienen. Somit sind sie doch nicht in Schwierigkeiten?

    Ich versteh hier die Problematik und den Zusammenhang mit der Subprime Krise nicht?
    Könnte mir das bitte jemand erklären?
    Vielen Dank im Voraus

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  • diana80
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    13
    • 13. Oktober 2009 um 12:29
    • #2

    Ok, bei Schießer war es keine Wirtschaftskrise , sondern Mißmanagement beim Management.
    Wschehersteller: Fein R.I.P. - Wie Missmanagement Schiesser in die Pleite trieb - WirtschaftsWoche

    Aber bei anderen Firmen verstehe ich den Zusammenhang nicht

  • granti
    Fortgeschrittener
    Beiträge
    333
    • 13. Oktober 2009 um 21:29
    • #3

    Hi,

    hab mir jetzt die Videos nicht angesehen... btw: Vor etwa 1-2 Monaten kam auf dem ZDF glaub ich mal eine extrem gute Doku zur Lehman-Pleite... schau mal, ob du das noch findest, das war der einzig gute Beitrag zur Finanzkrise, den ich in den deutschen Massenmedien gefunden hab.

    Zu deinen Fragen:
    Grundsätzlich hat sich die Kreditkrise, die zunächst mal nur Banken, Fonds, Broker, (Rück)-versicherungen und andere direkt beteiligte getroffen hat halt dadurch auf die produzierenden Firmen ausgewirkt, weil diese halt i.d.R. einiges an Krediten laufen haben. Wenn man keine Kredite mehr bekommt, weil die maroden Banken jeden Cent in der Firma halten müssen, dann trifft das natürlich auch andere Firmen, die dann keine günstigen Kredite mehr für Neu- oder Reinvestitionen bekommen.

    Die andere Frage ist, ob dadurch konkurrenzfähige Firmen vom Markt gefegt wurden, oder ob es, hart gesagt, nur die nicht konkurrenzfähigen endlich erwischt hat.

    Bei Märklin (btw: die waren schon vor der Bear Stearns/Lehman Pleite am Ende) kann ich mich erinnern, dass sich irgend ein Private Equity Fund mal eingekauft hatte und man versucht hat, das Management zu verändern, was aber ordentlich in die Hose ging. Danach haben sich alle nur noch um das verbleibende Geld gestritten.

    Opel (oder GM): Ist ähnlich wie Märklin: Wenn die Leute das Zeug nicht kaufen, kann der beste Manager nix machen, zumindest nicht kurzfristig. Man müsste die Produktpalette komplett überarbeiten, um langfristig (in 20 Jahren oder sowas) wieder mehr Marktanteile zu gewinnen.

    Fazit: Diese Firmen haben so oder so am Grenzbereich der Rentabilität gearbeitet, und eine Kontraktion auf dem Kreditmarkt bringt solche Firmen halt in Bedrängnis.

  • diana80
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    13
    • 14. Oktober 2009 um 12:13
    • #4

    Ok danke.
    So in die Richtung hatte ich mir die Antwort auch gedacht.
    Dann gibt es Quasi gar keine Wirtschaftskrise in diesem Sinne, sondern dann ist die "Wirtschaftskrise" nur ein Idikator Firmen, die es nicht mehr drauf haben, sichtbar zu machen... In Wirtschaftswunderzeiten hätte denen jeder gerne Geld geborgt....
    Wenn ein Unternehmen auch zuvor nur an der Retabilitätsschwelle gearbeitet hat und nun halt auf Grund der strengeren Bestimmungen keine Kredite mehr bekommt, dann ist das ja im Grunde genommen auch gut so. Wieso sollte man einem Unternehmen Geld leihen, das ohnehin nicht wirklich Rentabel arbeitet.
    Schade ist es natürlich um die Arbeitsplätze die draufgehen. Aber wenn eine Firma ohnehin nur an der untersten Retabiliätsgrenze - wenn überhaupt - arbeitet, dann ist es vielleicht wirklich für alle Beteiligten besser morgens nicht mehr aufzustehen und zur Arbeit zu gehen... Es muss ja eine Wertschöpfung für alle Beteiligten stattfinden.
    Ebenfalls ist es dann auch von Staat falsch, Geld den maroden Firmen zu geben. Wieso bekommen große Firmen dann Geld und ich als kleines Startupunternehmen nicht?

    Haben die Firmen das Geld eigentlich geschenkt oder nur geliehen bekommen?

  • granti
    Fortgeschrittener
    Beiträge
    333
    • 16. Oktober 2009 um 18:56
    • #5

    Mal zu den Termini: Das Wort Krise ist ein guter Kandidat zum Unwort des Jahres, weil es in Medien und Politik inzwischen für alles gebraucht wird, was irgendwie nicht rundläuft. Man könnte meinen, die Welt stehe kurz vor dem Zusammenbruch.

    Es gab (bzw. gibt, die meisten Banken, v.a. in den USA haben immer noch nicht alle faulen assets abgeschrieben) eine Kreditkrise, die diese bezeichnung verdient, weil es so etwas in diesem Ausmaß noch nie gab.

    Für den Rest der Wirtschaft darf man gerne auch den schnöden Begriff Konjunktur verwenden. Wir sind gerade in einer konjunkturellen Rezession oder Depression, welche sich genauso regelmäßig wiederholen wie das Amen in der Kirche. In dieser Phase gehen halt Firmen pleite, und es erwischt i.d.R. die, die ihre Produkte nicht gut absetzen können, zu erst.

    Schau dir einfach mal das letzte Konjunkturtief an: Da sind massenweise New-Economy Firmen pleite gegangen bzw. aufgekauft worden, weil sich irgendwann gezeigt hat, dass sie den Vertrauens- (und Geld-Vorschuss) der Investoren nicht erfüllen können.

    In einem Boom herrscht Aufbruchstimmung, Geld gibt's en masse, Kredite werden vergeben, weil jeder am Erfolg teilhaben will. Irgendwann kommt halt das böse Erwachen, man stellt fest, dass das ganze nur ein Kartenhaus ist, und dann überleben nur die Firmen, die ein gutes Geschäftsmodell haben.

    Arbeitsplätze: Das seh ich (ökonomisch) mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Auf der einen Seite macht es keinen Sinn, dass gut ausgebildete Leute irgendein Zeug herstellen, das keiner haben will. Auf der anderen Seite gibt's gerade bei industrieller Produktion halt immer das Problem, dass ganze Regionen von einer Firma abhängen, was nicht nur die direkt dort beschäftigten betrifft, sondern auch die Leute, die dort Geschäfte/Restaurants/whatever betreiben.
    Die Konzentration einer Industrie auf bestimmte Gegenden ist halt übel, kann man am Ruhrgebiet beobachten (oder in noch extremerer Form bspw. in Transnistrien (googeln:-), wo die Sowjet-Regierung quasi einen Schwerindustrie-Staat eingerichtet hat, in dem's jetzt gar nichts mehr gibt).

    Zitat

    Haben die Firmen das Geld eigentlich geschenkt oder nur geliehen bekommen?

    Kommt darauf an, welche Firmen du meinst. Diese Bail-Out Konstrukte sind relativ individuell und komplex, aber im Schnitt: Geschenkt gab's nicht viel. Das meiste waren Beteiligungen, Kredite und Garantien.

  • diana80
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    13
    • 9. November 2009 um 15:21
    • #6

    Danke für deine Antwort

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