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Strukturelle Arbeitslosigkeit im Bereich Multimedia

  • Cyberfunk
  • 4. September 2008 um 16:14
  • Erledigt
  • Cyberfunk
    Anfänger
    Beiträge
    1
    • 4. September 2008 um 16:14
    • #1

    Hallo,

    ich hoffe ihr könnt mir bei folgender Aufgabe weiterhelfen.
    Ich komme einfach nicht weiter.

    Aufgabe:

    Diskutieren Sie die Problematik (Chancen und Risiken für Wachstum und Beschäftigung)
    struktureller Arbeitslosigkeit am Beispiel des Arbeitskräftemangels
    im Bereich „Multimedia“ und vor dem Hintergrund des stetigen Wandels einer


    Industrie- zur Informations- und Dienstleistungsgesellschaft.

    Folgendes habe ich bereits als Lösungsansatz:

    Strukturelle Arbeitslosigkeit entsteht, wenn Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt hin-sichtlich vermittlungsrelevanter Merkmale auseinanderklaffen. Die wichtigsten strukturellen Merkmale sind: Qualifikation, Gesundheit, Alter, Deutschkenntnisse, Mobilität etc. Hauptursache für die hohe strukturelle Arbeitslosigkeit in Deutschland ist der Strukturwandel der Wirtschaft weg vom primären (Landwirtschaft) und sekundären Sektor (Industrie) und hin zum tertiären Sektor, der Dienstleistungsgesellschaft. Wobei innerhalb der Dienstleistungstätigkeiten sich die Anteile immer mehr weg von den primären Dienstleistungstätigkeiten Handel, Büro, allgemeine Dienste und hin zu den sekundären Dienstleistungstätigkeiten Forschung und Entwicklung, Organisation und Management, Betreuen, Beraten, Lehren verschieben. Die strukturelle Arbeitslosigkeit ist das zentrale Problem, das bislang nicht wirkungsvoll eingedämmt werden konnte.

    Aus einem anderen Forum habe ich folgendes gefunden.
    Zudem hast du noch einen Wandel in der Wirtschaft. Der Trend geht von der meist arbeitsintensiven Industriegesellschaft zur Dienstleistungsgesellschaft. Es werden durch die zu hohen Steuern/Lohn etc. in Deutschland in Zukunft viele Industriearbeitsplätze (Globalisierung etc) wegfallen und dafür hat die Dienstleistungsbranche ein enormes Potential(durch Globalisierung, Entwicklung der Weltwirtschaft). Die Arbeitslosen der Industrie passen aber mit ihrer Qualifikation überhaupt nicht zum gesuchten Dienstleistungspersonal. Jemand der in der Industrie seinen Arbeitsplatz verliert wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Dienstleistungsbranche nur niedrig bezahlte Jobs bekommen. (das hat auch irgendwer in empirischen Untersuchungen bewiesen)


    Auf welche weiteren Gründe /Argumentation sollte noch eingegangen werden?


    (Halten Sie sich stringent an die Argumentationsweise der
    Volkswirtschaft und zeigen Sie zu jeder Ihrer volkswirtschaftlich relevanten Annahmen
    die zugrunde liegenden Ursache-Wirkungs-Sequenzen auf. )

    Ich bin für jeden Tipp dankbar!

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  • granti
    Fortgeschrittener
    Beiträge
    333
    • 5. September 2008 um 02:34
    • #2

    Hallo Cyberfunk,

    deine Argumentation geht schon in die richtige Richtung...
    Einige Korrekturen:

    "vermittlungsrelevanter Merkmale": Du meinst wahrscheinlich das Richtige, aber Vermittlung ist hier nicht das Problem, sondern Qualifikation.

    Zitat

    "Die wichtigsten strukturellen Merkmale sind: Qualifikation, Gesundheit, Alter, Deutschkenntnisse, Mobilität"

    Gesundheit kannst du hier ausschließen, weil das etwas individuelles ist und grundsätzlich nichts mit der dieser Arbeit zu tun hat; Alter könnte man auch ausschließen, vorausgesetzt, das Alter würde nicht mit der Qualifikation korrelieren (in diesem Bereich grundsätzlich wohl schon).

    Zitat

    Wobei innerhalb der Dienstleistungstätigkeiten sich die Anteile immer mehr weg von den primären Dienstleistungstätigkeiten Handel, Büro, allgemeine Dienste und hin zu den sekundären Dienstleistungstätigkeiten Forschung und Entwicklung, Organisation und Management, Betreuen, Beraten, Lehren verschieben

    Ist das so? Ich weiss es nicht, aber wenn du das behauptest, musst du es auch beweisen; und alleine mit volkswirtschaftlicher Argumentation lässt sich das m.E. nicht beweisen.
    Ich würde darauf nicht unbedingt wetten, da die ersten genannten Dienstleistungstätigkeiten auch (oder vielleicht: vor Allem) verwaltungstechnischer Art und damit nötig sind, um die als zweites genannten Dienstleistungen zu ermöglichen.
    Beispiel: Eine Unternehmensberatung: Die Dienstleistung selbst wird von der zweiten Gruppe erbracht, aber diese braucht die erste Gruppe für die Verwaltung (Sekretärin, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Kantine, Hausmeister, whatever). Das sind alles Tätigkeiten, die "zusätzlich" benötigt werden, deswegen sehe ich keinen Schwund der einen Gruppe zugunsten der anderen...

    Grundsätzlich zur Aufgabe:
    Was die Chancen eines strukturell begründeten Arbeitskräftemangels sein sollen, kann ich dir auch nicht sagen, außer vielleicht, dass es nur noch besser werden kann?
    Die Risiken hast du m.E. ganz gut beschrieben.

    -granti

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