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Gedankenspiel

  • Daniela Stein
  • 23. Februar 2008 um 00:08
  • Erledigt
  • Daniela Stein
    Anfänger
    Beiträge
    2
    • 23. Februar 2008 um 00:08
    • #1

    An die Geldtheoretiker, die hier vielleicht anwesend sind. Ich möchte mal ein paar Meinungen zu folgendem Gedankenspiel. Alles außer der Bemerkung, dass es prinzipiell sinnlos sei, bitte. Ich bin selbst weniger bewandert in der modernen Geldtheorie.

    Also:

    Gäbe es Unterschiede in der Betrachtung einer (A) wachsenden Geldmenge, deren Grundeinheit konstant ist und einer (B) konstanten Geldmenge, deren Grundeinheit flexibel ist?

    (Im Sinne der Quantitätstheorie) : Entspräche also die Ausweitung einer Geldmenge um 1% in ihren Konsequenzen der entsprechenden Verkleinerung der Grundrecheneinheit? Wenn eine Verdoppelung der (A) Geldmenge nichts anderes bedeutet als eine Verdoppelung der nominellen Preise bei gleichbleibenden realen Preisen, würde dann eine Halbierung der Grundrecheneinheit der (B) Geldmenge die realen Preise ebenfalls unberührt lassen? Das müsste so sein, weil auch in der Cambridge-Gleichung nur das Preisniveau als endogene Größe übrig bliebe. Würde das die Quantitätstheorie ad absurdum führen?

    Welche Bedeutung käme unter Beachtung der Werterhaltungsfunktion dem Zinskonzept unter (B) zu? Wäre ein Kapitalmarkt unter (B) derselbe wie unter (A)? Welcher Zusammenhang besteht zwischen der bloßen mathematischen Idee einer solchen (B)-Geldmenge und der realen Frage nach einem stabilen Wertäquivalent der (A)-Geldmenge? Hätte es einen "metaphysischen" Aspekt, dass nun nicht mehr der Begriff des Wachstums im Vordergrund stünde, sondern nur noch die Relation zu einer ewig gleichen Bezugsgröße?


    Ich freue mich sehr auf Antworten. Auch über Quellenangaben zum Thema konstante Geldmengen, falls es das überhaupt gibt.

    Einmal editiert, zuletzt von Daniela Stein (23. Februar 2008 um 00:13)

  • granti
    Fortgeschrittener
    Beiträge
    333
    • 23. Februar 2008 um 01:47
    • #2

    @ Daniela:

    ich kann mir in etwa vorstellen, was du meinst, aber du musst das Ganze konkretisieren; ansonsten wäre ich gezwungen, hier zu einem Thema mehrere Dutzend pro- und kontra-Papers zu zitieren...

    Warum sollte ich das machen, wenn ich davon ausgehen kann dass du des Lesens mächtig bist?

    ...selber recherchieren ist der Königsweg an jeder Uni...

    - granti

  • Daniela Stein
    Anfänger
    Beiträge
    2
    • 23. Februar 2008 um 12:06
    • #3

    Es handelt sich um ein Gedankenspiel, welches auch konzeptionelle Elemente der Buchhaltungsmechanik enthält, einer physikalischen Analyse eines Geldsystems mittels der Potentialtheorie. Es ergibt sich eine Darstellung, welche unter bestimmten Bedingungen das Ergebnis der Quantitätstheorie spiegelt - mit dem Haken, dass dann die Geldmenge in vielen Situationen langfristig konstant bleibt.

    Am ehesten würde man damit die Diffusion in Gasen unter Nichtberücksichtigung des Energie-Erhaltungssatzes vergleichen können, wobei die abgeleiteten Potentiale auch in Feldtheorien eine wichtige Rolle spielen.

    Nun bin ich aber gespannt, lieber granti. Denn ich frage ja nicht nach der Lösung popeliger Klausuraufgaben, sondern schneide einen topaktuellen Bereich der theoretischen Ökonomie an.

    Meine Frage richtete sich übrigens nicht umsonst an Geldtheoretiker - die sollten, eingedenk ökonomischer Arbeitsteilung am ehesten ein Gefühl für die Konsequenzen haben. Mal ganz abgesehen davon, dass diese Fragen an sich schon reichlich Lektüre voraussetzen.

  • Oinkonom
    Anfänger
    Beiträge
    3
    • 6. März 2008 um 19:19
    • #4

    Ich habe zwar nicht viel Ahnung von Geldtheorie, aber ... ich denke, dass deine Fragen für die aktuelle Wirtschaftsordnung irrelevant sind. Es gibt nunmal keine konstante Geldmenge und ein Euro muss ja auch ein Euro bleiben. Wie soll man sonst rechnen, wenn man nie weiß wie groß die Recheneinheit ist wenn man morgens aufsteht, oder gerade von der Toilette kommt? Andererseits scheint es auch egal, was flexibel ist. Müsste aufs selbe rauskommen.

  • srisch84
    Anfänger
    Beiträge
    21
    • 5. Juli 2008 um 00:00
    • #5
    Zitat von Daniela Stein

    Nun bin ich aber gespannt, lieber granti. Denn ich frage ja nicht nach der Lösung popeliger Klausuraufgaben, sondern schneide einen topaktuellen Bereich der theoretischen Ökonomie an.

    Meine Frage richtete sich übrigens nicht umsonst an Geldtheoretiker - die sollten, eingedenk ökonomischer Arbeitsteilung am ehesten ein Gefühl für die Konsequenzen haben. Mal ganz abgesehen davon, dass diese Fragen an sich schon reichlich Lektüre voraussetzen.

    Gut, dass du mit dieser Frage in ein Studenten-Portal gehst auf deiner Suche nach Geldtheoretikern und Anworten auf topaktuelle Wirtschaftsfragen!!!

    Eine Forumsbesucherin mit Fragen in deinem Format sollten eher in Bibliotheken und Online-Katalogen nach einschneidigen Papers suchen!

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