Hallo zusammen,
kann mir jemand verbal die Wohlfahrtswirkungen von Suvbentionen erklären. Ich weiß leider nicht wie ich das lösen kann.
Danke schon mal für Eure Hilfe
Wohlfahrtswirkungen von Subventionen
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blondsupergirl -
5. November 2007 um 20:35 -
Erledigt
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Hallo blondsupergirl,
eine Frage vorab: Welche Rolle spielt hier die Finanzierung der Subvention? Relevant, irrelevant?
Grundsätzlich führt eine Subventionierung eines ("normalen") Marktes (kein Monopol, Elastizitäten liegen zwischen 0 und 1 bzw -1) zu einer höheren Menge und einem niedrigeren Preis:
Stell dir das Standard-Marktmodell grafisch vor: Eine Subventionierung der Anbieter bewirkt, dass sich die Angebotskurve nach unten verschiebt ("zum gleich Preis wird eine höhere Menge produziert").Eine größere Menge und ein niedrigerer Preis erhöhen sowohl Konsumenten- als auch Produzentenrente => Wohlfahrtsgewinn im Vergleich zum Wettbewerb ohne staatl. Aktivität.
Da die Subvention aber auch finanziert werden muss, sieht die ganze Sache wieder anders aus.
Der finanzielle Aufwand des Staates ist, in Geldeinheiten gemessen, IMMER höher als der durch die Subvention entstandene Wohlfahrtsgewinn der Marktteilnehmer. Da der finanzielle Aufwand aber durch die Marktteilnehmer entsprechend der Elastizitäten entrichtet werden muss, ergibt sich in der Summe ein Wohlfahrtsverlust.Ich versuche mich mal an einer Erklärung dieses Phänomens:
- Produzenten: Die Subvention führt dazu, dass Unternehmen, die im freien Markt nicht anbieten würden, weil ihre Produktionstechnologie unter den gegebenen Umständen zu einem Verlust führen würde, auf einmal Gewinne erwirtschaften bzw. ohne Verluste produzieren könnten. Finanziert wird dies durch Steuern der Gemeinschaft, also im großen und ganzen von Unternehmen, die effizient genug arbeiten würden, um auch im freien Markt bestehen zu können.
- Konsumenten: Hier profitieren jene Konsumenten, deren Zahlungsbereitschaft im Falle des freien Marktes unter dem Marktpreis liegen würde. Durch die Subvention sinkt der Marktpreis unter deren Zahlungsbereitschaft, wodurch sie konsumieren werden; der Konsum wird dann durch die übrigen Konsumenten finanziert, deren Zahlungsbereitschaft auch im unregulierten Markt über dem Marktpreis liegen würde.Fazit: Letztendlich wird auf Kosten der Mehrheit der Marktteilnehmer der Gewinn bzw. der Konsum einer Minderheit der Marktteilnehmer finanziert. In der Summe führt das zu einem Wohlfahrtsverlust.
Wer wieviel von diesem System profitiert bzw. geschädigt wird, hängt von der Subventionshöhe und von den Elastizitäten von Angebot und Nachfrage ab.Übrigens: Du könntest auch mit dem Pareto-Kriterium argumentieren:
Ein "normaler", nicht eingeschränkter Markt führt zu einer pareto-effizienten Allokation; demzufolge hat jeder Eingriff, der Preise/Mengen verändert, einen Effizienzverlust zur Folge.Puh, ich hoffe mal, ich hab keine groben Fehler reingebracht; vielleicht hilft dir der Roman zumindest mal als Basis für deine eigene Einschätzung.

Grüße,
-granti -
Hallo Granti,
vielen Dank für Deine super Erklärung!
Hat mir echt weiter geholfen...
Jetzt sitz ich aber vor dem nächsten Problem:
Wie sieht es dann bei indirekten Steuern z. B. MWSt.-Erhöhung aus? Bleibt die Wohlfahrt da gleich oder ist gibts hier auch wieder einen Wohlfahrtsverlust? -
Hi,
die Steuer führt auch zu einem Wohlfahrtsverlust; ob es eine indirekte oder direkte Steuer ist, ist egal (das spielt nicht mal für die Traglast eine Rolle).
Schau mal unter
Ökonomische Wohlfahrt - Wikipedia, "Wohlfahrtswirkungen einer Steuer", da ist das Problem ganz gut erklärt.-granti
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