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Frage zum Stackelberg-Modell (Oligopol)

  • michi83
  • 5. Juli 2006 um 23:22
  • Erledigt
  • michi83
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    2
    • 5. Juli 2006 um 23:22
    • #1

    Hi ihr WiWis!

    Ich bräuchte mal eure Hilfe und zwar sitz ich grad vor dem Stackelbergmodell.
    Bei Stackelberg geht es darum, dass man sich in einem Duopol befindet in dem der "first-mover" Vorteil existiert. D.h. Unternehmen 1 bestimmt seine Produktionsmenge und Unternehmen 2 muss die von U1 bestimmte Menge als gegeben akzeptieren.
    U1 ist somit der "first-mover". Somit verhält sich U1 wie ein Monopolist, also U1 setzt Grenzkosten=Grenzerlös.

    So nun aber meine Frage, in den Lehrbüchern die ich habe (Wied-Nebbeling und Pindyck,Rubinfeld), berücksichtigt U1 die Reaktionsfunktion von U2 in seinen Mengenberechnungen. WIESO?
    Ich versteh es nicht, dass U1, U2 mit in sein Kalkül miteinbezieht.
    U1 kann es doch egal sein, was U2 macht. Denn U1 darf ja sowieso als erstes
    bestimmen wieviel es produzieren will.
    Hab ich da nen Denkfehler?

    Danke ich schon im Voraus für eure Antworten.

    Gruß
    MIchi

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  • maestro
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    8
    • 6. Juli 2006 um 17:32
    • #2

    Hm, leider kann ich nicht besonders fundiert antworten, aber so wie ich das verstanden habe, maximiert der Stackelberg-Leader seinen Gewinn und antizipiert gleichzeitig, dass ein Follower in den Markt eintreten wird. Der Leader nimmt weiter an, dass der Follower auch seinen Gewinn maximieren wird und maximiert unter diesen Voraussetzungen seinen eigenen Gewinn.
    Analytisch wird das umgesetzt, indem als erstes die Reaktionsfunktion des Followers ermittelt (was wohl den meisten Studenten paradox vorkommt).

  • michi83
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    2
    • 6. Juli 2006 um 18:18
    • #3

    Danke erstmal für die Antwort.

    Zitat

    dass der Follower auch seinen Gewinn maximieren wird und maximiert unter diesen Voraussetzungen seinen eigenen Gewinn

    Das seh ich auch so, dass der Follower seinen Gewinn trotzdem noch maximieren möchte. Aber er kann ja nur noch das maximieren, was ihm noch übrig bleibt bzw. die Menge die ihm auf Grund der Nachfrage noch abgekauft wird.
    Was mir eben noch nicht ganz klar ist, wieso kommt die Reaktionskurve von U2 in die von U1, mathematisch ist das kein Problem-nur logisch...
    U2 produziert doch rein theoretisch nur noch
    [ Sättigungsmenge - Menge von U1 ] bzw. weniger, wenn dadurch der Gewinn nicht maximiert werden kann.

  • maestro
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    8
    • 6. Juli 2006 um 18:46
    • #4
    Zitat

    Original von michi83
    Was mir eben noch nicht ganz klar ist, wieso kommt die Reaktionskurve von U2 in die von U1,


    Ist nur ein Frage der Sichtweise. Der Follower maximiert seinen Gewinn ->Ergebnis ist Reaktionsfunktion vom Follower, da er ja nicht die Menge, die der Leader setzt, beeinflussen kann.

    Der Leader weiß, dass ein Follower da ist, oder kommen wird und berücksichtigt dies in seinem Kalkül. Wäre doch nicht optimal, wenn er sich wie ein Monopolist verhalten würde.

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