sitze gerade an meiner Hausarbeit zur Produktionslogistik und merke, dass ich in meinen Formulierungen ständig zwischen Kanban und Just-in-Time hin- und herrutsche, als wären die beiden das Gleiche. Beide zielen ja auf Bestandsreduktion und einen schlanken Materialfluss ab, deswegen vermische ich das gedanklich immer wieder.
Soweit ich das verstanden habe, ist JIT eher das übergeordnete Produktionskonzept bzw. die Philosophie (Material genau dann liefern, wenn es gebraucht wird), während Kanban eher das operative Steuerungsinstrument ist, mit dem man JIT in der Praxis umsetzt – also über Karten oder Signale den Pull-Mechanismus organisiert. Aber ich finde kaum eine griffige Formulierung, mit der ich das in der Arbeit sauber trennen kann, ohne dass es wie eine Wiederholung derselben Aussage wirkt.
Hat jemand von euch das in einer Arbeit schon mal sauber gegenübergestellt? Mich würde interessieren:
- Wie habt ihr die beiden Begriffe definitorisch abgegrenzt?
- Gibt es gute Beispiele, an denen der Unterschied Ziel vs. Werkzeug deutlich wird?