Marco hat das mit der Isogewinngeraden schon super erklärt, das ist auch bei uns im WI-Studium genau so dran gekommen. Ich ergänze mal den Schritt davor, weil ich da anfangs selbst gestolpert bin: das saubere Zeichnen des zulässigen Bereichs.
Was mir geholfen hat:
- Jede Nebenbedingung erst als Gleichung behandeln (also „=“ statt „≤“ oder „≥“) und als Gerade einzeichnen. Dafür einfach x1=0 setzen (ergibt x2-Achsenabschnitt) und x2=0 setzen (ergibt x1-Achsenabschnitt), dann die beiden Punkte verbinden.
- Danach für jede Gerade mit dem Nullpunkt (0,0) testen, ob er die Ungleichung erfüllt – wenn ja, zeigt die zulässige Halbebene in Richtung Ursprung, wenn nein, in die andere Richtung. Das ist der Punkt, an dem ich am Anfang am häufigsten Fehler gemacht habe, gerade wenn eine Nebenbedingung nicht durch den Ursprung läuft oder der Ursprung selbst nicht zulässig ist (z.B. bei Mindestproduktionsmengen).
- Den zulässigen Bereich dann als Schnittmenge aller Halbebenen plus Nichtnegativität (erstes Quadranten) markieren, am besten mit Schraffur oder Farbe, sonst verliert man bei drei-vier Nebenbedingungen schnell den Überblick, welche Fläche jetzt eigentlich gemeint ist.
Typischer Fehler, den ich auch in Klausuren bei Kommilitonen gesehen habe: Die Richtung der Ungleichung wird vertauscht, weil man nicht mit einem Testpunkt prüft, sondern „nach Gefühl“ schraffiert. Lieber einmal mehr den Nullpunkt-Test machen, das kostet zwei Sekunden und erspart ein völlig falsches Polygon.