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Diskretionäre und Regelgebundene Geldpolitik

  • Sasa654
  • 26. März 2006 um 12:35
  • Erledigt
  • Sasa654
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    2
    • 26. März 2006 um 12:35
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich schreibe morgen eine Klausur und brauche dringend Hilfe!

    Kann mit vielleicht jemand ganz kurz und einfach den Unterschied oder Zusammenhang zwischen diskretionärer und regelgebundener Geldpolitik erklären?

    Wir hatten mitten im Semester einen Professorenwechsel und die hatten vollkommen unterschiedliche Vorgehensweisen, deshalb finde ich keinen Zusammenhang...

    Bei diskretionärer haben wir IS-LM und AS-AD gemacht und bei regelgebundener irgendwas mit Überraschungsinflation?!
    Wo ist da der Zusammenhang?

    Vielen Dank für die Hilfe!

    Gruß Saskia

    P.S.: ich bin BWLer und in VWL eine Niete, deshalb bitte möglichst einfache Erklärungen... ;)

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  • tarantel
    Benutzer
    Beiträge
    95
    • 27. März 2006 um 11:25
    • #2

    hi.

    die begriffe sind eigentlich schnell erklärt.

    man kann bei geldpolitik grob in zwei methoden differenzieren:

    zum einen gibt es passive geldpolitik, man spricht auch von regelgebundener geldpolitik.
    diese geldpolitik ist offen, d.h. sie ist den marktteilnehmern bekannt.

    zum anderen gibt es aktive geldpolitik, auch diskretionäre geldpolitik genannt.
    diese ist den marktteilnehmern unbekannt.

    besondere beachtung findet diese differenzierung in wirtschaftsmodellen bei den die erwartungen der marktteilnehmer eine rolle spielen. ein gutes beidpiel ist die neuklassische theorie. hier wird den marktteilnehmern rationale rwartungsbildung unterstellt, d.h. sie bilden erwartungen für zukünftige entwicklung unter ausschöpfung aller verfügbaren infos und setzen angebot, nachfrage und die preise derart, daß bei zutreffenden erwartungen die pläne bestmöglich erfüllt werden.

    was passiert jetzt aber wenn der staat mit seiner geldpolitik in den wirtschaftsablauf eingreift?

    passive geldpolitik ist den marktteilnehmern bekannt und bei einer solchen erwartungsbildung schon voll einkalkuliert. sie hat damit keinen überraschungseffekt mehr. man spricht auch von antizipierter (vorhergesehener) geldpolitik. sie ist real wirkungslos und produktion und unterbeschäftigung verharen auf ihrem natürlichen niveau.

    aktive geldpolitik wird dagegen nicht antizipiert und hat somit einen Ü-effekt. sie kann somit reale wirkung haben.


    die "überraschungsinflation" wird sich sicherlich auf den philipskurvenzusammenhang beziehen, wobei bei regelgebundener politik dieser ü-effekt eben nicht auftritt..?

    naja, mußt mal gucken ob´s dir was bringt. die klausur ist bestimmt eh schon fertig..

    mfg
    tarantel

    "Politiker, so sagt man, benutzen Ökonomen wie Betrunkene Laternen.
    Sie suchen nicht Licht, sondern Halt"

    Alfred Marshall

  • Sasa654
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    2
    • 27. März 2006 um 16:27
    • #3

    Vielen Dank für die Antwort!

    Die Erklärung ist sehr gut!

    Es wurde zwar in der Klausur nicht gefragt, aber für die Zukunft kann ich das bestimmt noch gebrauchen!

    Gruß,
    Saskia

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