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Beiträge von Oeconomicus

  • Abitur :mündliche Prüfung im Fach VWL

    • Oeconomicus
    • 7. Mai 2005 um 12:13
    Zitat


    danke für die Fixe Antwort. versuche das ganze etwas konkreter zu erstellen:
    1. Die haben Einfluss auf den Leitzins oder? : Offenmarktgeschäfte, Mindestreserven, Ständige Faszilitäten.

    Allgemein ist der Leitzins nicht beeinflussbar von irgendwelchen exogenen Faktoren, denn der Leitzins wird allein von der EZB selber, in einer Abstimmung, determiniert.
    Unter dem Leitzins versteht man den Mindestzinssatz des Hauptrefinanzierungsinstruments, das zu den Offenmarktgeschäften gehört.

    Zitat


    2. Kaynes vs Friedman? damit meinte ich den groben Unterschied zwischen den beiden. eine +Gegenüberstellung ist dort sehr warscheinlich.

    Erst einmal, bitte achte darauf, dass du Keynes mit e schreibst.

    Hier mal ein paar Links zu den Unterschieden:

    http://www.keynes-gesellschaft.de/

    Google mal ein bißchen, da findest du bestimmt ein paar gute Gegenüberstellungen.
    Grundsätzlich postulierte Keynes eine nachfrageorientierte und Friedman geldpolitischorientierte Wirtschaftspolitik.


    Zitat


    3.Harmoniesierende konjunkturelle Ziele (magisches Vier /Sechs Eck). Darunter meine ich : Ziele die sich ergänzen. Mir fällt einfach nur das Beispiel: "Wirtschaftswachstum - Preis" ein.

    Es besteht grundsätzlich ein Trade-off (Spannungsverhältnis) zwischen den genannten Zielen, denn die Ziele sind oft nicht miteinander ohne weiteres vereinbar.
    Alle vier Ziele der Wirtschaftspolitik könnten gleichzeitig eigentlich nur, daher auch der Name, mit Magie erreicht werden.

    Bsp: Das Dilemma zwischen der stabilen Inflationsrate und der Vollbeschäftigung wird theoretisch mit der sogenannten Phillipskurve verdeutlicht. Es benötigt eine hohe Inflation um theoretisch der Vollbeschäftigung näher zu kommen, daher besteht zwischen beiden Zielen ein Spannungsverhältnis.

    Es widersprechen sich allerdings auch nicht alle Ziele.
    Zum Beispiel harmonisieren Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung miteinander.


    Empfohlene Internetseite:
    http://www.makroo.de
    Dort bekommst du zu dem Thema alles was es wichtiges zu wissen gibt auf ca. 4 Seiten schön erklärt.


    MfG,
    Christian

  • Abitur :mündliche Prüfung im Fach VWL

    • Oeconomicus
    • 7. Mai 2005 um 11:21

    Hey uN-PRawn,

    Das Themengebiet, was du da mit deinen Fragen umreißt ist nicht gerade klein. Deswegen belasse ich es vorerst mit ein paar kurzen Anmerkungen.


    Zitat


    - Die Geldmengen M1 M 2 M3 was zur hölle ist das? und wie berechnet es sich ungefähr?

    Die Geldmengen M1, M2 und M3 sind verschiedene Arten die Geldmengen, die im Umlauf sind zu messen, wobei M1 enger umfasst ist als M2 und M2 M1 enger umfasst ist als M3.

    M1: Bargeld und Sichtguthaben auf der Bank
    M2: M1 plus Einlagen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren sowie Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten
    M3: M2 plus die von Monetären Finanzinstituten ausgegebenen Instrumente mit Marktfähigkeit.

    Zitat


    - Was sind Indikatoren für die EZB ihre Entschidungen zu treffen?

    Das Basis für geldpolitische Entscheidungen dient die "Zwei-Säulen-Strategie".

    1. Säule: Es wird die Inflationsentwicklung selbst und Faktoren beobachtet, die diese beeinflussen (Löhne, Gehälter...)

    2. Säule: Es wird die Geldmengenentwicklung M3 beobachtet.

    Zitat


    - Was gibt es an geldpolitischen Instrumenten der EZB um die Stabilität der Wärhung zu gewährleisten?

    Die EZB kann nicht die Geldmenge an sich steuern, da es auch Nicht-EZB Geld gibt.
    Daher wird über die Zinsen versucht Einfluss zu nehmen und das mit Offenmarktgeschäften, Mindestreservenpolitik und Ständige Faszilitäten.

    Zitat


    - Kaynes vs Friedman?

    Auf was genau willst du dabei hinaus?
    Keynes ist der Begründer der Keynesianismus (ab ca. 1930) und Friedman ist ein wichtiger Vertreter des Monetarismus (ab ca. 1970)

    Zitat


    - Harmoniesierende konjunkturelle Ziele (magisches Vier /Sechs Eck)
    ?

    Formuliere deine Fragen bitte ein bißchen präziser, damit ich weiß was du genau wissen willst.

    Magischer Viereck: Bezeichnung für die im Stabilitäts- und Wachstumsgesetz im ersten Artikel bezeichneten Ziele der Wirtschaftspolitik.


    Wenn du noch zu etwas genauere Fragen hast, schreib einfach.
    Aber bemühe dich bitte um genauere Fragenstellungen.

    MfG,
    Christian

  • Wie lerne ich für VWL

    • Oeconomicus
    • 6. Mai 2005 um 21:25

    Hey Mandy,

    grundsätzlich geht lernen ja immer erheblich leichter, wenn man ein weing interesse am Fach hat. Da das bei dir leider nicht der Fall ist müssen da wohl andere Wege bestritten werden. :D

    Da du wohl ziemlich ausgelastet mit deinen anderen Fächer zu sein scheinst, würde ich dir vorschlagen, einfach mal dich nicht von der Theorie an die Aufgaben zu kämpfen sondern anderst herum. Lese eine irgendwo ein bißchen verständis an und dann lege sofort mit dne Aufgaben los. Wenn man nämlcih kein Interesse an dem Fach hat, kann man sonst sehr schnell die Motivation verlieren, wenn man sich ind er Theorien verliert und nicht sieht das es voran geht.

    Durch das Aufgaben rechnen, bringst du dir auch die Theorie teilweise von alleine bei. Zudem ist das eine gezieltere Klausurvorbereitung. Dieses lernen dient natürlich nicht umbedingt dem tiefen Verständis, sondern ist allein darauf ausgerichtet einigermaßen anständig durch die Klausur zu kommen.

    MfG,
    Christian

  • Neuer Volkswirt an Board!

    • Oeconomicus
    • 6. Mai 2005 um 21:16

    Hallo Leute,

    als ich heute durch Web surfte suchte ich einfach nur ein paar gute Foren, wo es auch ein paar Volkswirte und Betriebswirte gibt mit denen man sich auch ein bißchen interdisziplinär austauschen kann.
    Ich denke, hoffe das hier gefunden zu haben, da mir das Forum eigentlich sehr gut gefällt.

    Deswegen hoffe ich, ich kann weiterhin zu dem sehr angenehmen Klima hier beitragen und vorallem auch einigen Leuten helfen.

    Nun zu meiner Persion:

    Ich heiße Christian, bin gerade erst junge 21 Jahre alt geworden und studiere in Bayern Volkswirtschaftslehre. Momentan bin ich im 4 Semester und bin im Hauptstudium, da ich das Vordiplom im letzten Semester erfolgreich absolviert habe.

    Grüße,
    Christian :D

  • Vertragsarten und Paragraphen

    • Oeconomicus
    • 6. Mai 2005 um 16:24

    Hallo,

    @ Markus:

    du meinst sicher, einseitig bzw. zweiseitig verpflichtende Verträge, denn soetwas wie einen einseitigen Vertrag existiert nicht.

    Definition Vertrag:

    Ein Vertrag ist ein zweiseitiges Rechtsgeschäft, dass durch mindestens zwei korrespondierende Willenserklärungen zustande kommt, ....


    @ Frager:

    a) Sachdarlehensvertrag gem. §488 BGB
    b) Pachtvertrag gem. §581 BGB, da hier Früchte gem. §99 BGB
    c) kein Vertrag, da die essentialia negotti nicht erfüllt sind
    d) Leihe gem. § 598 BGB
    e) Werkvertrag gem. § 631 BGB

    Grüße
    Christian

  • wirtschaftspolitik solow modell

    • Oeconomicus
    • 6. Mai 2005 um 16:09

    Hallo Aleska,

    zu 1)
    Leider falsch, sonst hätten wir ein Patentrezept für Wirtschaftswachstum in Deutschland und usnere Bundesregierung wäre ihre Probleme los!

    Eine Erhöhung der Sparquote hat lediglich einen begrenzten Niveaueffekt zur Folge, der aufgrund der sinkenden Grenzproduktivität der Produktionsfunktion begrenzt ist.
    Eine Erhöhung der Sparquote hat keinen Einfluss auf das langfristige Wachstum, da laut Solow-Modell der einzige Motor für das langfristige Wachstum der technische Fortschritt darstellt.

    zu2)

    Der technische Fortschritt wird im Solow-Modell als eine exogene Gegebenheit aufgefasst, somit muss man um den technischen Fortschritt zu erklären andere Modelle zur Rate ziehen.

    Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen,

    Christian

  • Voraussetzungen für eine unabhängige Zentralbank

    • Oeconomicus
    • 6. Mai 2005 um 15:40

    Hallo Melanie,

    um direkt auf deine Frage zu antworten: einige Voraussetzungen....

    - Das EZBS unterliegt einem Verbot Weisungen entgegen zu nehmen oder einzuholen
    - Das EZBS hat sämtliche Instrumente und Kompetenzen um eine effektive Geldpolitik durchzuführen
    - Das EZBS hat einen eigenen selbständigen Haushalt und muss sich somit nicht in die Haushaltspolitik reinreden lassen
    - Die nationalen Länder haben einen bedeutenden Teil ihrer Souveränität abgegeben
    - Die primären Ziele des EZBS sind im EU-Vertrag manifestiert worden, so dass divergierende Interessen bestimmter Länder keinen Spielraum haben

    ....etc.

    Grüße,
    Christian

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