Der Denkfehler steckt im „mehr Menge = mehr Umsatz“ 🙂 Der Monopolist ist der ganze Markt – er sieht die fallende Marktnachfragekurve. Wenn er eine Einheit mehr verkaufen will, muss er den Preis senken, und zwar für alle Einheiten, nicht nur die letzte.
Deshalb ist sein Grenzerlös kleiner als der Preis: Die Zusatzeinheit bringt zwar ihren Preis, aber gleichzeitig verliert er ein bisschen an allen bereits verkauften Einheiten. Er produziert dort, wo Grenzerlös = Grenzkosten – und das ist bei einer geringeren Menge als im Wettbewerb (wo Preis = Grenzkosten gilt). Den zugehörigen Preis liest er dann oben auf der Nachfragekurve ab (Cournot-Punkt).