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  • Bergäffle
  • 26. April 2005 um 07:32
  • Erledigt
  • Bergäffle
    Neuer Benutzer
    Beiträge
    10
    • 26. April 2005 um 07:32
    • #1

    Kann mir hier wer helfen??

    "Die angebots-orientierte Wirtschaftspolitik ist einer nachfrage-orientierten Wirtschaftspolitik vorzuziehen."

    Kreuzen Sie von den folgenden drei Aussagen diejenige an, die Ihres Erachtens der Wirklichkeit am nächsten kommt.

    a) Das ist richtig, da die Verschuldung der öffentlichen Haushalte eine nachfrage-orientierte Wirtschaftspolitik nicht mehr zulässt.

    b) Das ist falsch, da die jeweilige Ursache einer wirtschaftlichen Fehlentwicklung maßgebend für das im Einzelfall einzusetzende wirtschaftspolitische Instrumentarium ist.

    c) Das ist richtig, da die Volkswirtschaft Deutschlands durch eine zunehmende internationale Verflechtung einem immer stärkeren strukturellen Wandel ausgesetzt ist.

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  • cezisj
    Benutzer
    Beiträge
    77
    • 1. Mai 2005 um 14:29
    • #2

    Prinzipiell kann man alle drei Ausagen ankreuen - je nachdem welche wirtschaftspolitsche Auffassung man vertritt.

    Zu a)
    Ebenfalls kann diese Aussage auch falsch sein. Keynsianische Nachfragesteuerung sieht ja eine öffentliche Verschuldung vor (deficit spending). Hätte die Aussage den Zusatz "aufgrund des europäischen Stabilitätspaktes" wäre sie vollkommen richtig.

    Zu b)
    Diese Aussage frägt nach wirtschaftspolitscher Meinung. Keynsianer halten sie für richtig. Allerdings bringen Regelung für den Einzelfall immer Probleme mit sich. Einerseits sind dies "lags" bei Wahrnehmung, Beurteilung und Umsetzung. Andererseits ist die Gerechtigkeitsfrage zu klären, z.B. rent seeking.

    Zu c)
    Ein wiederspruch dieser Aussage fällt schwer, da die angebotsorietierte Wirtschaftspolitik stark auf Flexiblisierung setzt. In Bezug auf den Strukturwandel sieht sie ausdrücklich einen shake out, d.h. die Freisetzung von Arbeitskräften in nicht mehr benötigten Beschäftigungen, z.B. Kohleabbau, vor.

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