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[IS-LM] Restriktive Fiskalpolitik und unterstützung der Notenbank

  • bugmenot1234
  • 14. Juni 2009 um 16:50
  • Erledigt
  • bugmenot1234
    Anfänger
    Beiträge
    4
    • 14. Juni 2009 um 16:50
    • #1

    Liebe Alle,

    hätte eine Frage bzgl Makroökonomik:

    " Untersuchen Sie im Rahmen des ISLM Modells die LKonsequenzen einer restriktiven Fiskalpolitik. Nehmen Sie nun an, die Notenbank möchte diese Politik der Regierung unterstützen. Welche Maßnahme wird sie setzen? "


    Restriktive Fiskalpolitik ist mir klar: IS Kurve nach links verschieben.
    Aber wie schauts mit der Unterstützung aus?

    Meine Gedanken: Um Fiskalpolitik wirksamer zu machen, muss der Crouding-Out Effekt vermieden werden. Deswegen LM Kurve nach RECHTS verschieben damit CO eliminiert wird und FP wirksamer wird???

    Vielen Dank

    Einmal editiert, zuletzt von bugmenot1234 (14. Juni 2009 um 17:12)

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  • granti
    Fortgeschrittener
    Beiträge
    333
    • 15. Juni 2009 um 22:45
    • #2

    Fast:

    Restriktive Fiskalpolitik bedeutet ja, dass der Output vom Gleichgewicht nach links verschoben, also gesenkt werden soll (hast du bzgl. der IS Kurve erkannt).
    Allerdings geht bei konstanter LM Kurve auch der Zins zurück... die LM Kurve muss also nach links verschoben werden, bis der alte Zinssatz wieder erreicht wird.
    Das wäre dann eine Reduktion des Output bei konstantem Zinssatz, ich schätze mal, dass das hier gefragt ist.

    - granti

    Einmal editiert, zuletzt von granti (15. Juni 2009 um 22:50)

  • bugmenot1234
    Anfänger
    Beiträge
    4
    • 17. Juni 2009 um 11:02
    • #3

    Vielen Dank für die Antwort.

    Also die Frage ist tatsächlich etwas schwammig formuliert. Meine erste Intuition war auch, die Notenbank sollte zb die Geldmenge senken, damit sich die LM Kurve nach links verschiebt und dadurch die Zinsveränderung zu kompensiert wird.

    Allerdings haben mir schon Andere geraten, den Ansatz mit dem Crouding-Out zu verwenden. Ich werde es wohl so wie du geschrieben hast lösen, sollte eine ähnliche Frage zur Klausur kommen.

  • granti
    Fortgeschrittener
    Beiträge
    333
    • 17. Juni 2009 um 11:45
    • #4

    Hi bugmenot,

    also der Crowding-Out Ansatz widerspricht ja meiner Lösung nicht, im Gegenteil, das war die Intention; hab mich vielleicht nicht klar ausgedrückt..

    Crowding Out bedeutet ja in diesem Fall, dass der fiskalpolitisch erwünschte Rückgang von Y bei gleich bleibender LM-Kurve nicht vollständig erreicht werden kann, weil die Zinsen sinken, was bspw. wiederum die investitionen erhöht.

    Ein Crowding Out kann nur vermieden werden, wenn die Zentralbank versucht, den Zins konstant zu halten, also Geldmengenreduktion, bis das ursprüngliche Level von r wieder erreicht ist -> LM-Kurve muss nach links. Dann entfaltet der Staatsausgabenrückgang seine optimale Wirkung.

    Handlungsalternativen:
    - nix machen: Führt zum Crowding Out
    - LM-Kurve nach rechts: Kontraproduktiv, weil dadurch r sinkt und Y steigt; das hätte also eine expansive Wirkung

    Grüße,
    - granti

    Einmal editiert, zuletzt von granti (17. Juni 2009 um 11:57)

  • bugmenot1234
    Anfänger
    Beiträge
    4
    • 18. Juni 2009 um 12:15
    • #5

    Hi Granti


    Habe auch zeitgleich eine Kopie dieses Threads in unserem Elearn Forum der WU-Wien erstellt, und habe jetzt diese Antwort von einem Moderator erhalten:


    Zitat


    Genau!
    Restriktive Fiskalpolitik (IS verschiebt sich nach links) hat eine Senkung des Zinssatzes zum Ziel. Würde man nur die IS-Kurve betrachten, wäre der Effekt wesentlich größer als er es in einem IS-LM Diagramm ist (aufgrund der Wechselwirkungen) --> Crowing-Out Effekt.
    Möchte die Notenbank die Regierung nun unterstützen, dann bedeutet dies, dass genau dieser CO-Effekt eliminiert werden möchte. Daher verschiebt sich die LM-Kurve nach rechts (--> was zu einer stärkeren Zinssatzsenkung bei gleichem Einkommen im Ergebnis führt).
    LG

    Ich bin etwas verwirrt, werde mich heute Abend nochmal mit dieser Makro Problemstellung befassen.

    Gruß

  • granti
    Fortgeschrittener
    Beiträge
    333
    • 21. Juni 2009 um 23:01
    • #6

    Hi bugmenot,

    ich war auch etwas verwirrt...

    Aber: Es würde mich sehr wundern, wenn diese Aussage stimmen würde: "Restriktive Fiskalpolitik hat eine Senkung des Zinssatzes zum Ziel." (kopiert aus dem Beitrag des anderen Forums).
    Was ist denn daran restriktiv? Niedrige Zinsen steigern die Investitionstätigkeit, und über die Multiplikatoren erhöht sich das Volkseinkommen.

    Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaub die haben alle den Eintrag zu 'restriktive Fiskalpolitik' bei Wikipedia gelesen und verwechseln jetzt die natürliche (langfristige) Reaktion mit dem was in der Aufgabe gefragt wurde: Unterstützende Reaktion.

    Um das zu beenden: Ich bin schon lange raus aus dem Studium, vielleicht hab ich ja was übersehen.... aber der Beweis, dass ein niedrigerer Zins und ein höheres Volkseinkommen eine restriktive Fiskalpolitik begünstigen soll, der soll erst mal erbracht werden. Ich bin gespannt, wie das dann aussehen soll.

    ...das ergibt sich doch schon logisch und grafisch; mehr Y und weniger r kann NIEMALS eine restriktive Fiskalpolitik unterstützen.

    ...wenn ich komplett falsch liegen sollt, dann schreib mir bitte eine Nachricht; man lernt nie aus ;)

    -G

    2 Mal editiert, zuletzt von granti (21. Juni 2009 um 23:36)

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