Bitte um Hilfe bei BLW02!

  • Hallo ihr,
    ich hätte mal ein paar Fragen an euch, hoffe mir kann jemand helfen.


    1) Welche Bedeutung kommt bei der Wahl der Lagerhilfsmittel und Transportmittel der erweiterten Transportkette zu? (Materialfluss)


    2) Wie sehen die Einrichtungen von Lägern heute überwiegend aus?


    3) Welche Verfahren der Stückgutaufbewahrung kommen für eine freie Lagerplatzwahl infrage?


    4) Erläutern Sie Vor-und Nachteile der verschiedenen Versand- bzw. Transportkosten.


    5) Stellen Sie sich vor, Sie wären in Ihrem Unternehmen für die betriebliche Abfallwirtschaft verantwortlich. Mit welche Problemen müssten Sie sich dann auseinander setzen (u.a. Abfallarten, Abfallgesetze, Verordnungen)?


    Wäre super wenn mir jemand zumindest Anhaltspunkte geben könnte, stehe da echt auf dem Schlauch.
    Vielen lieben dank Inga

  • zu 1) hätte ich gesagt:


    Die Wahl der Fördermittel (Stapler, Rollenbahnen, Regalbediengeräte...) und Förderhilfsmittel (Paletten, Behälter, Kartons...), denn diese sind so zu wählen, das minimale Transportkosten, geringe Durchlaufzeiten und optimale Lagerfähigkeiten erreicht werden können. Welches von wichtiger Bedeutung ist, da diese den Materialfluss (Lagerhiflsmittel und Transportkette) unterstützt.

    • Wie ein Lager eingerichtet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
      - von der Lagerart und der Art und Menge des einzulagernden Gutes
      - den baulichen Gegebenheiten (Freilager, Flachlager etc.)
      - von dem Mechanisierungs- und Automatisierungsgrad
      Bei Lagerneubauten überwiegen die Palettenregallager(Palettenflachregallager, Palettenhochregallager, Paletten-Einfahr- und Durchfahrregallager) in allen möglichen Größen, welche kostengünstig errichtet werden können. Die modernen Hochregallager werden mit der enststprechender Software (z.B. SAP), über die Regalbediengeräte gesteuert. D.h. Die Lagerplätze werden automatisch angesteuert, das Ein- und Auslagern wird somit von den Regalbediengeräten erledigt. Allerdings fordert die vollautomatische Lagerung hohe Investitionskosten. Anderseits wird die Raum- und Flächennutzung optimalausgenutzt, sowie einer hohen Umschlagsleistung, ebenso wird Personal eingespart.
  • 4) Für die Bereitstellung von Lagergut gibt es im Rahmen der Kommissionierung zwei grundsätzliche Organisationsmöglichkeiten. Die dynamische (Ware zum Mann) und die statische (Mann zu Ware) Methode.
    Dynamische Bereitstellung:
    Meist auf mechanischen Weg werden die Materialien in Lagereinheiten dem Kommissionierplatz zugeführt (Ware zum Mann). Hier werden dann die benötigten Artikeleinheiten entnommen und die Lagereinheit anschließend wieder zu ihrem ursprünglichen Standort befördert. Der Vorteil dieser Kommissionierung ist, die höhere Kommissionierleistung durch die Kommissionierroboter/automaten. Die Fehlerrate ist geringer als bei der statischen. Die dynamische kann allerdings nur Eingesetzt werden, wenn die Artikel annähernd Einheitlich verpackt sind und somit die Greiffähigkeit gewährleistet ist. Ansonsten fallen zu hohe Investitionskosten an.
    Statische Bereitstellung:
    Der Kommissionierer geht zwecks der Entnahme (Mann zu Ware) zum Lagerplatz der Ware und entnimmt das Lagergut. Auf dem Gang durch das Lager werden im Normalfall mehrer Positionen eines oder mehrerer Entnahmeaufträge in einer beliebigen oder vorgegebenen Reihenfolge entnommen, gesammelt und dann geschlossen zur Ausgabe oder zu einem Aufnahmepunkt eines Fördersystems transportiert. Diese Art der Kommissionierung ist dann Vorteilhaft, wenn die Lagergüter nicht zu sperrig sind, mehrere Lagerfächer anzufahren sind oder ein Eilauftrag vorliegt.

  • 5) Zuerst müssen die Abfallarten festgestellt werden, bzw. wo sie entstehen und wie man sie evtl. reduzieren könnte. Den die betriebliche Abfallwirtschaft ist im Wesentlichen geprägt von der Notwendigkeit, bestehende Vorschriften und Gesetze einzuhalten. Dabei muss man der Betrieb mit der Frage: „Welche kosten entstehen durch die Abfallwirtschaft?“ auseinander setzen. Denn durch eine sinnvoll geführte Abfallwirtschaft können Erlöse oder Kostenvorteile erzielt werden.


    Abfallarten:
    Materialrückstände: Beim Fertigungsprozess bleiben Rückstände an Roh-Hilfs- und Betriebsstoffen übrig, die bei der weiteren Fertigung nicht mehr benötigt werden.
    Lagerhüter: Materialvorräte die nicht mehr benötigt werden.
    Materialausschuss: Material- und/oder Fertigungsfehl(er)/produktionen
    Überschussproduktionen: nicht veräußerbare Restbestände
    Leergüter: Verpackungsmaterial (Kartons, Kisten, Verpackungsbänder...), falls diese nicht als Leihemballagen zurückgegeben werden können, muss es das Unternehmen entsorgen.
    Ausgemusterte Anlagegüter: Anlagegüter die im Produktionsprozess oder in der Verwaltung (Büroausstattung), die nicht mehr benötigt werden, müssen umweltverträglich und mit möglichst geringen Aufwand entsorgt werden.


    Die Bedeutung der betrieblichen Abfallwirtschaft wird angesichts der zu beobachtenden Entwicklungen sogar noch zunehmen und vom Betrieb zu beachten sind, denn


    – die Umweltbelastung durch industrielle Schadstoffe nimmt drastisch zu
    durch die wachsende Verknappung natürlicher Ressourcen wird die Beschaffung schwieriger und teuerer
    die Sensibilität der Öffentlichkeit für Umweltschäden und gegen deren Verursacher hat zugenommen
    der Gesetzgeber verschärft die Umweltschutzvorschriften und Strafen
    der Fortschritt in der Umwelttechnologie verbessert die Möglichkeiten der Abfallentsorgung



    Als Aufgabe der betrieblichen Abfallwirtschaft ist die Abfallvermeidung sowie die Abfallbehandlung bzw.-entsorgung zu sehen. Das bedeutet, dass die Abfallursachen erkundet werden und müssen und herausgefunden werden muss, wie die Entstehung von Abfall vermieden bzw. die Abfallmenge möglichst gering gehalten werden kann. Da nicht jede Art von Abfall verhindert werden kann, bildet die Abfallbehandlung bzw. -entsorgung realistischerweise den Kern der betrieblichen Abfallwirtschaft. Der Abfall ist zu recyclen (Verwerten/Beseitigen).
    Abfallbeseitigung heißt, dass die Abfälle an Deponien, Gewässer, Luft usw. abgegeben werden.
    Abfallverwertung heißt, dass die Abfälle entweder unternehmensintern oder mit anderen Unternehmen (industriell) , etwa für den Verkauf an dafür spezialisierte Betriebe (Schrotthandel) weiter genutzt werden.




    Betriebliche Abfallwirtschaft



    Abfallvermeidung Abfallbehandlung(Entsorgung)



    Ursachenanalyse Ursachenbekämpfung Verwertung (Recycling) Beseitigung



    unternehmensinternes Recycling


    interindustrielles Recycling
    (Abfallverkauf)



    Gesetzliche Rahmenbedinungen müssen beachtet werden und die grundsätze des deutschen Rahmenrechts sollten bekannt sein.
    Als zentrale Regelungsbereiche des Umweltschutzes gelten drei grundlegende Prinzipien:
    – Verursacherprinzip
    Vorsorgeprinzip
    Kooperationsprinzip


    Verursacherprinzip: Der Verursacher muss grundsätzlich seine Umweltbelastung auch wieder beseitigen und für die dabei entstehenden Kosten aufkommen.


    Vorsorgeprinzip: Bei Gefahr von Emissionen müssen entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden (Luft- und Gewässerverunreinigungen)


    Kooperationsprinzip: Umweltschutzproblematische Betriebe müssen bereits im Vorfeld ihrer Investionsvorhaben mit den zuständigen Behörden, möglichen Umweltschutzorganisationen und betroffenen Bürgern zusammenarbeiten.


    Umweltgesetzgebung:
    Ordnungsrechtliche Instrumente: Gebote und Verbote sollen Mensch und Umwelt gegen Schäden durch Umweltverschmutzung schützen.


    Ökonomische Anreizinstrumente:
    Den betroffenen Unternehmen werden bestimmte Anpassungsspielräume gewährt.


    Gesetzliche Grundlagen der Abfallwirtschaft
    Abfallgesetze und -verordnungen
    Ende 1994 setzt die Novellierung des Abfallgesetzes den Schwerpunkt auf die Rückführung und Wiederverwertung des Abfalls, was maßgeblich von der Eigenschaft des Abfalls und nicht vom Willen des Besitzers abhängt.
    Für den Sonderabfall gelten zusätzlich EG-Richtlinien zum Transport, der Deponierung und Verbrennung.
    Verpackungsmaterial ist ein weiterer Sonderfall. Dazu zählt u.a. die Transportverpackungen, Umverpackungen sowie Verkaufsverpackungen. Welches in der Verpackungsverordnung von 1991 geregelt ist.


    Abfallvermeidung im Unternehmen. Um dies genau festzustellen/zu kontrollieren, wird der Abfall genauestens analysiert.
    Abfallquotient: Abfallmenge x 100/mengenmäßigen Materialeinsatz


    ebenso wie hoch die technische Ergiebigkeit bzw. die Materialausbeute ist:
    Ausbringungsmenge x 100/ mengenmäßigen Materialeinsatz


    Mit den Fragen: „Wodurch und wie oft wird die Entstehung des Abfalls im Unternehmen ausgelöst?“ „Wie wirken sich die untersuchten Abfallerscheinungen und ihre Ursachen wertmäßig , also in Euro, auf den Unternehmenserfolg aus?“


    Auch mit der Abfallvermeidung bei Materialrückständen, Lagerhütern, Materialausschuss, Überschussproduktion, Leergütern sowie bei Anlagegütern muss sich auseinander gesetzt werden.
    Als nächster Punkt muss sich mit der Abfallbehandlung beschäftigt werden. Der betriebliche Abfall muss erfasst und gesammelt werden.
    Der Abfall kann Aufbereitet oder Verwertet werden. Bei der Verwertung von Abfällen fließen einige Einfussgrößen mit ein:
    Abfallmenge
    Preise der ursprünglichen Werkstoffe
    Kosten der Abfallverwertung
    Erträge der Abfallverwertung
    Kosten einer alternativen Abfallbeseitigung


    Je höher die Abfallmengen sind, desto mehr sollte man über recyceln nachgedacht werden. Betriebsintern lassen sich folgende Recycling-Form unterscheiden:
    Wiederverwertung, Wiederverwendung oder eine Kombination aus beiden.
    Auch der Verkauf von Abfällen ist eine Möglichkeit. Durch einen Abfallverkauf soll ein möglichst hoher Erlös erzielt werden. Denn je nach Wirtschaftszweig kann dies ein großer Posten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sein.
    Die Abfallbeseitigung ist meist nicht unumgänglich, denn es bleiben immer Rückstände übrig, welche auf diese Weise beseitigt werden müssen.

  • Hallo, ich stehe zur Zeit total auf dem Schlauch. Kann mir jemand bei Frage 2e (Heft BLW02) weiterhelfen?


    Frage: Welche Verfahren der Stückgutaufbewahrung kommen für die freie Lagerplatzordnung infrage?


    Die restlichen Fragen habe ich schon alle fertig.

  • Hi!
    Ich glaube da kann ich dir helfen:
    -Bodenlagerung (Lagerung ohne Lagerhilfsmittel auf dem Boden in Reihen- oder
    Blocklagerung )
    - Regallagerung (Lagerung in Fachregalen oder Palettenregalen mithilfe von
    Lagerhilfsmitteln)
    LG
    Simone

  • Hallo Stefan,

    ich hoffe meine Antwort kommt nicht zu spät. Ich war länger nicht im Forum.
    Ich meine, dass hier die Transsoprtkettenbildung im Unternehmen gemeint ist:
    Transporteinheit= Ladeeinheit = Lagereinheit = Fertigungseinheit = Versandeinheit

    Dadurch werden unnötige Umladevorgänge vermieden, die Umschlagsleistung und der Automatisierungsgrad erhöht.

  • aufgabe 2c habe ich
    Aufgabe 3
    Ein handelsbetrieb muss eine exakte Vorstellung über die durch die Lagerung der waren verursachten kostenermittlung haben. Unter diesen Voraussetzungen kann kalkuliert und disponiert werden. Im Rahmen ihrer lagerplanung gehen sie für eine artikelgruppe von folgenden werten aus


    wareneinsatz:300000 €
    Anzahl der Bestellung 6
    anteilige lagerkosten für die artikelgruppe 7.500 €


    berechnen sie nachvollziehbar den lagerkostenfaktor ?


    frage was mache ich mit der 6

  • Hi,
    der Wareneinsatz ist ja der Wert der in einem Geschäftsjahr verbrauchten Ware.
    Bezogen auf einen Ø wären das doch 300000/6.


    Bei der Formel
    Lagerkostenfaktor = Lagerkosten * 100% / Ø Warenwert
    Lagerkostenfaktor = 7.500 € * 100% / (300.000 / 6 Monate) => 15%
    Schau mal ob Dir das hilft.


    Gruß
    hape

  • Hoffe es kann mir jemand weiter helfen
    Unter Outsourcing (Outside Resource Using) versteht man dieAuslagerung einzelner betrieblicher Funktionen auf Dritte. Durch den zunehmenden Wettbewerbs- und Kostendruck sehen die Unternehmen hierin eine Möglichkeit zur Effizienzsteigerung. Outsourcing vonHandelsfunktionen: Welche bieten sich für die Warenprozesspolitik bzw. Logistik an? Bitte ziehen Sie für Ihre Begründungen den Artikel "Die trojanischen Kisten" (Lektion 3) hinzu