Sitze gerade an einer Übungsaufgabe zu den kalkulatorischen Zinsen und bin mir unsicher, wie ich auf den anzusetzenden Zinssatz komme. Das betriebsnotwendige Kapital habe ich schon ermittelt (Anlagevermögen zu kalk. Restwerten plus Umlaufvermögen minus Abzugskapital), aber beim Zinssatz hänge ich.
In der Aufgabe steht nur „marktüblicher Zinssatz“, ohne konkrete Angabe. Ist das üblicherweise ein Mischzinssatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten, oder nimmt man da eher einen landesüblichen Habenzinssatz als Opportunitätskosten für das eingesetzte Kapital an?
Was mich zusätzlich verwirrt: In der Buchhaltung hatten wir ja die tatsächlich gezahlten Fremdkapitalzinsen als Aufwand verbucht. In der Kostenrechnung soll ich jetzt aber kalkulatorische Zinsen auf das gesamte betriebsnotwendige Kapital ansetzen, also auch auf das Eigenkapital. Heißt das, ich rechne die tatsächlichen Zinsen komplett raus und setze stattdessen einen einheitlichen kalkulatorischen Satz auf die gesamte Kapitalbasis an? Oder gibt es da eine Differenzierung zwischen EK- und FK-Anteil?
Würde mich über ein Beispiel freuen, wie ihr das in euren Aufgaben gelöst habt.