Hallo zusammen,
ich sitze gerade über unserer Datenbank-Vorlesung und habe ein kleines Verständnisproblem, bei dem ich hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt. Bei uns wurde ziemlich klar vermittelt: Normalisierung bis zur 3. Normalform ist der Standard, damit man Redundanzen und Anomalien beim Einfügen, Ändern und Löschen vermeidet. Soweit habe ich das auch verstanden und die Beispiele mit den Funktionalen Abhängigkeiten nachvollzogen.
Jetzt bin ich aber im Praktikum und sehe dort Tabellen, die ganz bewusst denormalisiert sind, also mit Redundanzen, die laut Theorie eigentlich vermieden werden sollten. Auf Nachfrage hieß es nur knapp „Performance“, aber so richtig greifen konnte ich das nicht.
Deswegen meine Frage an euch:
- In welchen konkreten Situationen lohnt sich Denormalisierung wirklich?
- Geht es dabei nur um Lesezugriffe bei großen Datenmengen oder gibt es noch andere Gründe?
- Und welche Nachteile muss man sich dafür einhandeln, außer dass Updates komplizierter werden?
Habt ihr vielleicht Beispiele aus der Praxis, an denen man das greifbarer machen kann?