Brauche Hilfe bei VWL01 Aufgabe Nr. 3 (ILS/Lernheftcode VWL01-XX2-K24)

  • Hallo!


    Hab die Aufgabe zwar schon öfter im Forum gefunden, aber keine passende Antwort dazu.
    Und zwar hab ich Probleme mit der Aufgabe Nr.3: "In einer Volkswirtschaft ist in dem hier betrachteten Jahr die Arbeitsproduktivität gesunken, obwohl die Ausbringungsmenge gleich geblieben ist. Suchen Sie Gründe, für diese widersprüchlich erscheinende Entwicklung. Verwenden Sie bei Ihrer Argumentation auch dir Formel für die Produktivität."
    Hatte den Fachlehrer um Überprüfung meiner Idee und einen Denkanstoss gebeten und dieser hatte geantwortet, ich solle an Ursachen denken, durch die die Produktivität von Mensch und Maschine abnimmt und überlegen, wie man dieses kompensieren könnte, damit der Output konstant bleibt.
    Leider hat mir das auch noch nicht wirklich weitergeholfe...hab irgendwie total ein Brett vor dem Kopf! :wall:
    Über ein paar hilfreiche Stösse in die richtige Richtung wäre ich sehr dankbar! :anbet:

  • Hallo,
    zu Aufgabe 3 habe ich folgendes geschrieben und volle Punktzahl erhalten.
    Lohnquote: unter Lohnquote versteht man den prozentualen Anteil der Einkommen aus unselbstständiger Arbeit (Arbeitnehmerentgeld) am Volkseinkommen
    Einkommen aus nicht selbstständiger Arbeit / Volkseinkommen x 100
    Gewinnquote: Der Anteil der Unternehmereinkommen inklusive Vermögenseinkommen gemessen am gesamten Volkseinkommen
    Einkommen aus Unternehnmertätigkeit u. Vermögen/ volkseinkommen x 100
    Produktivität: Der Anteil der Ausbringungsmenge eines Produktes (Produktionsmenge) und der eingesetzten Menge des jeweiligen Produktionsfaktors
    Output Ausbringungsmenge / Input Eingesetzte Menge d. Produktionsfaktors
     
     
    Ich hoffe, ich konnte dir helfen

  • Hallo nochmal,
    Zur Stellungsnahme: Erwerbseinkommen und Vermögenseinkommen ergänzen sich zum Volkseinkommen. Wird ihr Anteil am Volkseinkommen prozentual angegeben, so erhält man die >Lohn- bzw. Gewinnquote, beide ergänzen sich also um 100%.

  • Hallo,


    leider hilft mir die Antwort nicht, da du eine andere Aufgabenstellung hattest. Du hattest wahrscheinlich die Aufgabe, die mir auch schon ein anderer Studienkollege zugesandt hat:[FONT=&quot]Erläutern Sie zunächst die fett gedruckten (unterstrichenen) Begriffe, untersuchen Sie dann die folgende Behauptung und nehmen Stellung:
    „Eine Lohnerhöhung verändert das Verhältnis von Lohnquote und Gewinnquote. Die Quoten können aber etwa gleich bleiben, wenn der Lohnerhöhung eine Steigerung der Produktivität vorausginge.“
    [/FONT]



    Ich hatte allerdings die Aufgabe: "In einer Volkswirtschaft ist in dem hier betrachteten Jahr die Arbeitsproduktivität gesunken, obwohl die Ausbringungsmenge gleich geblieben ist. Suchen Sie Gründe, für diese widersprüchlich erscheinende Entwicklung. Verwenden Sie bei Ihrer Argumentation auch dir Formel für die Produktivität."



    Dass heisst, ich bräuchte immer noch Hilfe! :fragezeichen:
    [FONT=&quot][/FONT]

  • Hallo KingKadau,
     
    die Aufgabenstellung wurde schon öfters diskutiert. Siehe auch unter: VWL01 Aufgabe 3, darin ist auch ein Hinweis auf eine weitere Diskussion der Aufgabe enthalten.
     
    Grüße
    Donald

  • HalloMaracuja,
    ich bin bei der SGD und diese Woche mit dem VWL01 fertiggeworden. Während des Durcharbeitens hab ich mir immer mal wieder die Einsendeaufgaben angeschaut, in der Hoffnung, ich finde vorab schon Lösungsansätze... .. Gut, von Erfolg gekrönt war das Ganze nicht unbedingt, vor allem bei der Aufgabe, die du anführt hast, hängts.
    Hast du da schon eine Note für bekommen?
    Kann dir mal meinen Lösungsansatz zeigen, aber wie ich da noch die Formeln unterbringen soll, weiß ich noch nicht- mittlerweile brummt mir auch schon der Schädel :P
    Ich muss aber sagen, dass mir das komplette Heft Kopfschmerzen bereitet hat.. allein schon die Wiederholungsaufgaben teilweise, bei denen ich mir ab und an dachte " aha.. und woher soll ich das wissen?!"... Vielleicht gings dir ja ähnlich.

  • Hi,
     
    vielleicht hift das etwas.
     
    Arbeitsproduktivität ist eine Information für die volkswirtschaftliche oder betriebswirtschaftliche
    aktivität de Produktionsfaktors Arbeit.
    Die Leistung der Produktion und die eingesetzt Arbeit werden als Verhältnis dargestellt
    Arbeitsproduktivität = Produktionsmenge / Arbeitsstunden
    Dies bedeutet, das die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität, der Wert einer Produktion (hier wird auch
    gerne mit dem BIP gerechnet) je Erwerbstätigen bzw. dessen Stunden ist.
     
    Die Produktivität ist im Prinzipp dargestellt als
    Produktivität = Output (=> Ausbringungsmenge) / Input (=> Eingesetzte Menge Produktionsfaktor)
    Wenn nun als Produktionsfaktor sie Arbeitsstunden eingesetzt werden erhält man die Arbeitsproduktivität.
    Da die Arbeitsproduktivität bei gleicher Produktionsmenge gesunken ist, bedeutet das doch es muss mehr Arbeit
    zur Produktion der gleichen Produktionsmenge eingesetzt werden.
    Bsp:
     
    Produktionsmenge = 50 Stück
    Arbeitsstunden = 10 Std
    Arbeitsproduktivität ist dann gleich 5
    Nehmen wir mal an, die
    Produktionsmenge = 50 Stück
    Arbeitsproduktivität = 4
    Arbeitsstunden = 12,5 Std
    Was kann also die Arbeitstunden erhöhen?
    z. B.
    Arbeitslosigkeit. Wenn der Reallohn, wegen mangelhafter Kapitalausstattung der Arbeitsplätze, zu hoch ist.
    Die Unternehmer entlassen Personal weil sie wegen des hohen Reallohns Verluste machen.
    schlechtere Qualifikation der Mitarbeiter
    veralteter Maschinenpark
    Längere Arbeitszeit senkt die Arbeitsproduktivität,
    Die Produktivität der einzelnen Faktoren steigt doch, wenn die ausgebrachte Gütermenge
    (Sozialprodukt) stärker steigt als der Einsatz des betreffenden Produktionsfaktors.
    Dies ist auch denkbar durch den vermehrten Einsatz eines anderen Faktors, d.h. die Arbeitsproduktivität
    steigt durch einen höheren Kapitaleinsatz. Freilich ist es auch denkbar, daß z.B. die
    Arbeitsproduktivität allein aufgrund der qualitativen Verbesserung (Ausbildung) oder durch
    organisatorische Verbesserungen (bessere Arbeitsteilung) des Produktionsfaktors Arbeit
    steigt.
     
    Gruß
    HaPe

  • Hi,


    hier dann auch nochmal meine Antwort! =) Hatte volle Punktzahl:


    Produktivität = Output / Input = Ausbringungsmenge / Eingesetzte Menge des Produktionsfaktors

    Arbeitsproduktivität (AP)= BIP real / Arbeitsvolumen
    bzw. AP = BIP real/Erwerbstätige

    In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ist die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität der Quotient aus Bruttoinlandsprodukt und der Menge der eingesetzten Arbeitseinheiten. Diese kann die Anzahl der Erwerbstätigen oder der Arbeitnehmer sein, die Anzahl der geleisteten Stunden oder der bezahlten Stunden.
    (Quelle: Wikipedia)

    Bei der hier betrachteten Situation bleibt das Bruttoinlandsprodukt konstant und da die Arbeitsproduktivität sinkt, muss laut der Formel das Arbeitsvolumen steigen.

    Dass heißt es wurde entweder mehr Personal eingesetzt oder die Anzahl der Arbeitsstunden stieg an.

    Gründe dafür könnten beispielsweise fehlende Motivation bei Arbeitern sein, durch die die Arbeitszeit nicht mehr effektiv genutzt wird, oder vielleicht wurden die nötigen Reinvestitionen nicht getätigt und durch veraltete Technik (nicht zeitgemäße Produktionsmaschinen oder Maschinenausfälle) sank die Produktionsmenge und zum Ausgleich wurde das Personal oder die Arbeitszeit erhöht. Möglich sind auch höhere Anforderungen an die Produktqualität, durch die sich Arbeitsabläufe verkomplizieren (umfangreicher werden) und dadurch länger dauern.

    Die Volkswirtschaft benötigte also für das gleiche mengenmäßige Ergebnis mehr Zeit.

  • Hallo und erst mal vielen Dank HaPe!
    Ich hatte nun so angefangen ( bin leider von der ausführlichen Sorte, die immer Angst hat, was zu vergessen), dass ich erst mal aufgelistet hatte, woran es liegen kann, dass die Arbeitsproduktivität sinkt, bspw. im Zusammenhang mit solchen Sachen, wie gesunkener Motivation, evlt. Mobbing am Arbeitsplatz ( geht damit ja auch einher..), Maschinen, die ausfallen und an denen deshalb keiner arbeiten kann, etc.
    Vom letzten Punkt aus habe ich angefangen Überlegungen anzustellen, dass irgendwie versucht wird, die hier weggefallene Arbeit irgendwie anders zu kompensieren.. Das VWL01 schafft mich irgendwie total! :(


    Ach ja, und den Schlußsatz habe ich auch schon versucht zurecht zu basteln, von wegen das kein Widerspruch vorliegt, da das Minimalprinzip eingehalten wird- hier: gleichbleibende Ausbringungsmenge trotz minimalem Mitteleinsatz.... Ich versuchs noch mal weiter, aber erst noch mal ganz, ganz vielen lieben Dank für die Hilfe!

  • Hallo MaraCuja,
    vielen lieben Dank für den Tipp!
    Da wäre ich leider überhaupt nicht drauf gekommen. Hoffentlich sind die nächsten Einsendeaufgaben für mich besser macher- schrecklich...