Bundestagswahl 2005 - Wahlergebnis - Hochrechnungen - Analysen - Meinungen und Diskussionen

  • Bundestagswahl 2005 - Wahlergebnis - Hochrechnungen - Analysen - Meinungen und Diskussionen


    Ab 18 Uhr gehts hier los.


    Links:

    http://www.tagesschau.de
    http://www.heute.de/ZDFheute
    http://www.faz.net
    http://www.welt.de
    http://www.n-tv.de/
    ...


    Livestream: (ab 17 Uhr)
    http://www.tagesschau.de/livestream/0,1673,NAV,00.html



    Zitat


    Niedrigere Wahlbeteiligung als im Jahr 2002
    62 Millionen Bundesbürger wählen neues Parlament
    Bei der Bundestagswahl zeichnet sich eine etwas niedrigere Wahlbeteiligung ab als vor drei Jahren. Bundeswahlleiter Johann Hahlen teilte am Sonntagnachmittag in Berlin mit, dass bis 14.00 Uhr bundesweit 41,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten. 2002 waren es zur selben Stunde 42,8 Prozent gewesen - insgesamt gingen damals 79,1 Prozent zur Wahl. Die Wahllokale haben bis 18 Uhr geöffnet. Umfragen sagten bis zuletzt ein knappes Wahlergebnis voraus.
    ...


    Quelle: [URL=http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/4/0,3672,2376356,00.html]heute.de[/URL]

  • meine Meinung. Ich glaube das war kein guter Tag für Deutschland

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    Gehe Wege und nicht nur Straßen,
    damit Du Spuren hinterlässt
    und nicht bloß Staub.
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  • Also ich bin recht Froh wegen dem FDP Ergebnis ;) Ich als "Juli" bin da doch Froh! Hat sich alles gelohnt. Nur das Ergebnis im Allgemeinen ist extrem Merkwürdig.. Keiner hat wirklich ne Mehrheit, keiner ist Bestätigt und eine Partei muss "Umfallen" - Anders kann es keine Mehrheitsbildung geben..


    Sei es Rot Rot Grün, Schwarz Gelb Grün, Schwarz Grün Gelb oder ROt Schwarz.. Egal wie , eine Partei wird der Buhmann sein.. Ohweia...

  • Das es sich hier um ein sehr skurilles Wahlergebnis handelt steht ja ausser Frage..
    Aber die Überheblichkeit Schröders erkär ich mir eig. so, dass er insgeheim sicherlich auch dachte schwarz-gelb schafft es, vor allem da dies von den Medien auch so propagiert wurde, nun aber sein Erfolg ihn so überraschte, dass er nun eben selbstbewusst wirkt.


    Von daher ist das m.M. nach schon ok.

  • Ich sehe es auch als einen schlechten Tag für Deutschland....


    Aktuelle trennen 2 Mandate die SPD/CDU , frage mich wirklich was das geben soll..


    Alle sehen sich als Sieger, aber wie eine Regierung aussehen soll kann keiner sagen...?(

  • dem Wahlergebnis kann man aber auch etwas positves abgewinnen, der soziale Kahlschlag durch Frau Merkel und Herrn Westerwelle wurde wenigstens verhindert. Klar ist die Ausgangslage nun nicht gut, aber besser als Schwarz-Gelb allemal.

    Grüsse vom Bodensee
    Frank


    :baby:"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
    aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher" Albert Einstein :D

  • sozialer kahlschlag? wie kommst du darauf? nenne mir bitte mal beispiele dafür.


    das schlimmste an dem wahlergebnis ist doch, dass jetzt ausländische investoren abermals nicht in deutschland investieren werden. im prinzipü gibts doch nur hohn und gelächter seitens der amerikaner oder zb der briten...

  • Ich will mich nicht auf eine hochtrabende politische Diskussion einlassen, da dies normalerweise zu keinem Ergebnis führt. Aber meine Meinung als Familienvater, der aus Arbeiterverhältnissen kommt darf ich ja wohl noch äussern. Wenns stört, bitte schön, ich toleriere bzw. akzeptiere fast alle Meinungen

    Grüsse vom Bodensee
    Frank


    :baby:"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
    aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher" Albert Einstein :D

  • Ich kann dieser momentanen Situation absolut nichts gutes abgewinnen. Schade, dass der Souverän sich selbst mit dieser Wahl von den vorderen Rängen des internationalen Wettbewerbs um Direktinvestionen selbst diskreditiert hat, zumindest auf längere Sicht. Zum Glück sind unsere Aktienmärkte chronisch unterbewertet, sonst würden wir kein ausländischen Kapital mehr anziehen.


    Auf einschlägigen amerikanischen TV-Sendern wird uns schon nahe gelegt, wir sollten unser Wahlsystem reformieren. :D

    Zitat von John Maynard Keynes:


    "Solange die Nationalökonomen leben, nimmt niemand von ihnen Notiz, und wenn sie tot sind, richten sie großen Schaden an." :D

  • Wer glaubt den ernsthaft, dass eine solche Wahl primären Einfluss auf die Entscheidung über Investitionen in diesem unseren Land hat oder nicht?
    Ich für meinen Teil tue das nicht.


    Was das Wahlergebniss anbelangt, dass ist mMn eindeutig und wird auch von Umfragen von Vor und Nach der Wahl bestätigt, die Mehrheit ist für eine Große Koalition für die nächsten 4 Jahre, damit mal wirklich was vorwärts geht und nicht der ständige HickHack von Bundestag und Bundesrat.


    Was die Einschlägigen US-Medien angeht, die sollten mal tief in ihren Geschichtsunterlagen das Jahr 1949(?) rauskramen und die Entscheidung des US Hochkommisars diesen Schwachsinn von Bundesrat und Bundestag zu akzeptieren, obwohl sie wussten dass er Schwachsinn ist. Denn dass ist unser Problem, nicht das Wahlsystem.
    Und was das Amerikanische Wahlsystem anbelangt, ein Land in dem jemand gewählt werden kann, der nicht mal die Mehrheit der Simmen hat, dass sollte gleich ganz ruhig sein.

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  • Zitat

    Original von Strolch
    Wer glaubt den ernsthaft, dass eine solche Wahl primären Einfluss auf die Entscheidung über Investitionen in diesem unseren Land hat oder nicht?
    Ich für meinen Teil tue das nicht.


    Das kannst du glauben oder nicht, dass wird aber nichts an den Tatsachen ändern. ;)
    Es gibt fast nichts was ausländische Investoren mehr abschreckt als unklare politische Verhältnisse mit unvorhersehbaren Änderungen und Reformstau bei schlechter wirtschaftlicher Lage.


    Zitat

    Original von Strolch
    Was das Wahlergebniss anbelangt, dass ist mMn eindeutig und wird auch von Umfragen von Vor und Nach der Wahl bestätigt, die Mehrheit ist für eine Große Koalition für die nächsten 4 Jahre, damit mal wirklich was vorwärts geht und nicht der ständige HickHack von Bundestag und Bundesrat.


    Jeder der sich in dieser Situation für eine große Koalition ausspricht ist, dem unterstelle ich einfach mal, dass er sich mit der momentanen Situation zufrieden gibt oder ihm die programmatischen Differenzen der Parteien nicht so ganz bewusst sind.
    Es gab selten in der jungen Geschichte der BRD Wahlen bei denen Parteien so gegensätzliche programmatische Inhalte vorzuweißen hatten und so dermaßen unterirdisch mit Personen der anderen Parteien umgegangen sind. Ich sehe wirklich einen Reformstau für alle anstehenden wichtigen Entscheidungen in der BRD in den nächsten 4 Jahren.


    Große Koalition = Politik auf dem kleinsten Nenner.


    Armes Deutschland! ;(


    Zitat

    Original von Strolch
    Was die Einschlägigen US-Medien angeht, die sollten mal tief in ihren Geschichtsunterlagen das Jahr 1949(?) rauskramen und die Entscheidung des US Hochkommisars diesen Schwachsinn von Bundesrat und Bundestag zu akzeptieren, obwohl sie wussten dass er Schwachsinn ist. Denn dass ist unser Problem, nicht das Wahlsystem.


    Konfussion en masse. ?(


    Zitat

    Original von Strolch
    Und was das Amerikanische Wahlsystem anbelangt, ein Land in dem jemand gewählt werden kann, der nicht mal die Mehrheit der Simmen hat, dass sollte gleich ganz ruhig sein.


    Sehe ich ebenfalls so. :thumsup:


    Mit freundlichen Grüßen,
    Christian

    Zitat von John Maynard Keynes:


    "Solange die Nationalökonomen leben, nimmt niemand von ihnen Notiz, und wenn sie tot sind, richten sie großen Schaden an." :D

  • War doch absehbar. Die Frage die sich stellt, ist doch vielmehr, ob die Verteilung der Ressourcen eine glückliche war. ?
    SPD acht Ministerien und CDU sechs Ministerien, stellt auch noch nicht das Problem für mich dar, nur die Verteilung gibt mir da schon eher zu denken. Meiner Ansicht nach wurden die Ministerien genau den Stärken der Parteien kontraproduktiv verteilt.
    Jetzt dürften wir aber mal wirklich auf den Stillstand zulaufen. Wenn man einen "Möchtegernmonarchen" mitten in die Zange von zwei SPD'lern steckt, sollte dabei nicht allzuviel kreatives bei heraus kommen.
    Aber letztendlich, hat die CDU sich die Ministerien heraus gesucht, wo sie kaum in der Gunst des Wählers verlieren können. Es sind doch alles Ministerien, wo kein kritischer Status in Dtl herschen dürfte. Die können doch nur gewinnen. Oder?? :D (Da war in den Verhandlungen wohl doch jemand blickig :P).


    Als Kanzler wär mir Wulff lieber gewesen. Nichts gegen eine Frau Merkel, aber ihr Ansehen hat nach der Wahl doch stark gelitten. Ich hoffe für sie, dass sie die alte Stärke wieder erlangen wird, wär ganz gut für Deutschland, gell. :)


    VG Clark

  • Puh. Jo. Eine Farce ist beendet und geht jetzt erst richtig los. Meiner Meinung nach ist diese Aufteilung nun das dümmste was man machen hätte können. Die ersten Dinge wurden ja auch schon wieder gekippt, s. Flächentarifstreiterein, PKW-Maut usw. Ganz ehrlich hätte ich mir einen führungsstarken Kanzler Schröder mit viel CDU Programmatik gewünscht. Und was haben wir jetzt? Eine führungs- und entscheidungsunfähige (was sie mehr als nur einmal gezeigt hatte) Kanzlerin Merkel mit vielen Kompensationsinhalten der SPD. Gerade die ach so wichtigen Unionswahlkampfressorts sind alle futsch. Meiner Meinung nach ist die Union der große Verlierer, denn so hat sich das keiner vorgestellt. Schröder ist weg. Naja, vll. von Vorteil, da er als Vize und Außenminister wohl zu sehr an Merkels Stuhl hätte sägen können, und das machen die Leute aus den eigenen Reihen ja schon zu genüge. Fakt ist aber: Für viele Positionen hat die SPD keine Leute. Außen: Verheugen? Ein Viertreihenpolitiker? Finanzen: Eichel? Gott bewahre. Vielleicht tritt Joschka ja a la Schily in die SPD ein, damit könnte man leben :) Stoiber verlässt unser gloreiches Land jetzt, auch da weiss ich nicht was ich von halten soll, ich mag ihn nicht, aber im Griff hatte er immerhin alles, aber irgendwie denke ich mir, warum soll er es nicht versuchen, da er sich wohl eh nicht mehr hätte nochmal wählen lassen. Beckstein geht mit (Hoffe ich doch mal, denn Schäuble muss nicht sein, v.a. braucht Bayern keinen MP Beckstein). Auch egal. Man könnte ihn auch Schily mit ein klein wenig Selbstreflexion nennen, so kann er immerhin in Bayern nicht Ministerpräsident werden, zum Glück kann das dann Huber übernehmen, wenn es so bleibt wie es aussieht. Aber die Härte: Was zur Hölle macht eine Bildungsvernichterin Schavan in Berlin? Solche Dinge können doch tlw. nicht ihr ernst sein. Aus den Fehlern in BaWü scheint man anscheinend nicht zu lernen. Ich bin gespannt wie es weitergeht und werde beobachten wie viel ansehen Merkel noch verlieren kann, es kann nur noch bergauf gehen.


    Abwarten was die Koalitionsverhandlungen bringen.


    Gruß
    Markus


    Edit:


    Hier einmal das Fragezeichenkabinett:


    http://www.spiegel.de/flash/0,5532,12053,00.html


    Stündliche Änderungen vorbehalten :)

    I don't always know what I'm talking about but I know I'm right!


    E-Mail: markus at study-board.com


    Skype und MSN auf Anfrage