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Skonto berechnen und buchen: einfach erklärt (mit Beispiel)

  • Jens
  • 3. September 2026 um 08:00
  • 15 Mal gelesen
  • 0 Kommentare
3 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen – lohnt sich das? Wir erklären, wie du Skonto berechnest, warum es fast immer sinnvoll ist und wie der Buchungssatz aussieht.
Aus unserem Magazin
BWL-Fernstudium-Guide →Kosten-Report 2026 →BWL-Kennzahlen →
Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Skonto berechnen
  2. Warum sich Skonto fast immer lohnt
  3. Der Buchungssatz
  4. Skonto aus Sicht des Verkäufers
  5. Fazit
    1. Mehr einfach erklärt auf study-board.de

Skonto ist ein Preisnachlass, den ein Lieferant gewährt, wenn die Rechnung besonders schnell bezahlt wird. Eine typische Zahlungsbedingung lautet: „Zahlbar innerhalb von 30 Tagen netto, bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen 3 % Skonto." Klingt nach Kleinigkeit – ist aber oft bares Geld wert.

Skonto berechnen

Eine Rechnung über 5.000 € mit 3 % Skonto bei schneller Zahlung:

  • Skontobetrag = 5.000 € × 3 % = 150 €
  • Zahlbetrag bei Skonto = 5.000 € − 150 € = 4.850 €

Du sparst also 150 €, nur weil du 20 Tage früher zahlst (Tag 10 statt Tag 30).

Warum sich Skonto fast immer lohnt

Der Trick: Rechne den Skonto auf einen Jahreszins hoch. Du „verdienst" 3 % für 20 Tage frühere Zahlung. Aufs Jahr gerechnet sind das grob:

3 % × (360 ÷ 20) = ≈ 54 % p. a.

Selbst wenn du dafür kurzfristig den Dispo (oft ~10 % Zinsen) nutzen müsstest, wäre Skonto ziehen immer noch hochprofitabel. Als Faustregel gilt: Skonto ausnutzen, wann immer die Liquidität es zulässt.

Der Buchungssatz

Beim Wareneinkauf mindert der Skonto sowohl die Verbindlichkeit als auch (anteilig) die Vorsteuer und den Wareneinstand. Vereinfacht, ohne Umsatzsteuer, sieht die Zahlung mit Skonto so aus:

Verbindlichkeiten 5.000 € an Bank 4.850 € / an Skontoerträge 150 €

Der Skontoertrag (bei Lieferantenskonto oft als „Nachlass" auf den Wareneinsatz gebucht) mindert im Ergebnis deine Kosten. In der Praxis wird zusätzlich die Umsatzsteuer korrigiert – das Prinzip bleibt aber: Du zahlst weniger, als die Rechnung ausweist.

Skonto aus Sicht des Verkäufers

Wer Skonto gewährt, verzichtet auf einen Teil des Erlöses – kommt dafür aber schneller an sein Geld und senkt das Risiko von Zahlungsausfällen. Für beide Seiten kann Skonto also sinnvoll sein.

Fazit

Skonto ist ein Rabatt fürs schnelle Zahlen: Betrag = Rechnungssumme × Skontosatz. Auf den Jahreszins hochgerechnet ist das Ziehen von Skonto fast immer die lohnendste „Geldanlage", die ein Unternehmen machen kann. Wer liquide ist, sollte Skonto grundsätzlich nutzen.

Mehr einfach erklärt auf study-board.de

  • Rechnungswesen-Grundlagen: Bilanz, GuV & Buchführung
  • Zinseszins berechnen: Formel einfach erklärt
  • BWL-Kennzahlen: Deckungsbeitrag, Break-Even & ROI
  • Angebot & Nachfrage: So entsteht der Marktpreis
  • BWL-Forum: Fragen stellen & mitdiskutieren

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