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Break-Even-Point berechnen: Formel und Beispiel einfach erklärt

  • Jens
  • 2. September 2026 um 08:00
  • 19 Mal gelesen
  • 0 Kommentare
Ab wann lohnt sich ein Produkt? Der Break-Even-Point zeigt, ab welcher Menge du aus der Verlustzone kommst. Wir erklären die Formel, rechnen ein Beispiel und zeigen, was die Kennzahl in der Praxis bedeutet.
Aus unserem Magazin
BWL-Fernstudium-Guide →Kosten-Report 2026 →BWL-Kennzahlen →
Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Die Grundidee
  2. Die Formel
  3. Beispiel
  4. Break-Even in Euro (Umsatz)
  5. Was die Kennzahl in der Praxis bringt
  6. Fazit
    1. Mehr einfach erklärt auf study-board.de

Der Break-Even-Point (auch Gewinnschwelle) ist die Menge, bei der ein Unternehmen weder Gewinn noch Verlust macht – Erlöse und Gesamtkosten sind exakt gleich. Jede verkaufte Einheit darüber bringt Gewinn, jede darunter bedeutet Verlust. Für Kalkulation und Klausur ist die Kennzahl ein Muss.

Die Grundidee

Ein Unternehmen hat Fixkosten (fallen unabhängig von der Menge an, z. B. Miete) und variable Kosten (steigen mit jedem Stück, z. B. Material). Jedes verkaufte Stück bringt einen Deckungsbeitrag – also Verkaufspreis minus variable Stückkosten. Dieser Deckungsbeitrag „deckt" zuerst die Fixkosten; erst wenn sie komplett gedeckt sind, beginnt der Gewinn.

Die Formel

Break-Even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag pro Stück

mit Deckungsbeitrag pro Stück = Verkaufspreis − variable Stückkosten.

Beispiel

Ein Betrieb hat 12.000 € Fixkosten pro Monat. Ein Produkt kostet im Verkauf 30 €, die variablen Kosten betragen 18 € pro Stück.

  • Deckungsbeitrag pro Stück = 30 € − 18 € = 12 €
  • Break-Even-Menge = 12.000 € ÷ 12 € = 1.000 Stück

Ab dem 1.001. verkauften Stück macht der Betrieb Gewinn. Verkauft er nur 800 Stück, bleibt ein Verlust.

Break-Even in Euro (Umsatz)

Manchmal will man die Gewinnschwelle als Umsatz wissen. Dann rechnet man:

Break-Even-Umsatz = Break-Even-Menge × Verkaufspreis

Im Beispiel: 1.000 × 30 € = 30.000 € Umsatz sind nötig, um die Kosten zu decken.

Was die Kennzahl in der Praxis bringt

  • Preisentscheidungen: Ein höherer Preis erhöht den Deckungsbeitrag und senkt die nötige Menge.
  • Risikoeinschätzung: Ein niedriger Break-Even bedeutet mehr Sicherheitsabstand zur Verlustzone.
  • Kostensenkung: Sinken die Fixkosten, sinkt auch die Gewinnschwelle.

Fazit

Der Break-Even-Point beantwortet die zentrale Frage „Ab wann lohnt es sich?". Die Formel Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag pro Stück ist schnell angewandt – und das Verständnis dahinter (Deckungsbeitrag deckt zuerst die Fixkosten) hilft dir in fast jeder Kostenrechnungs-Aufgabe.

Mehr einfach erklärt auf study-board.de

  • BWL-Kennzahlen: Deckungsbeitrag, Break-Even & ROI
  • Rechnungswesen-Grundlagen: Bilanz, GuV & Buchführung
  • Angebot & Nachfrage: So entsteht der Marktpreis
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