Preiselastizität der Nachfrage einfach erklärt (mit Beispiel)
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Jens -
31. August 2026 um 08:00 -
18 Mal gelesen -
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Wenn ein Anbieter den Preis erhöht, geht die Nachfrage zurück – so weit die Grundregel. Aber wie stark? Bei Benzin kaufen die Leute fast gleich viel, bei einer bestimmten Schokoladenmarke wechseln viele sofort. Genau das misst die Preiselastizität der Nachfrage.
Die Definition
Die Preiselastizität der Nachfrage gibt an, um wie viel Prozent sich die nachgefragte Menge ändert, wenn der Preis sich um ein Prozent ändert:
Preiselastizität = prozentuale Mengenänderung ÷ prozentuale Preisänderung
Weil Preis und Menge gegenläufig sind, ist das Ergebnis rechnerisch negativ – man betrachtet meist den Betrag (ohne Vorzeichen).
Elastisch oder unelastisch?
- Elastisch (Betrag > 1): Die Menge reagiert stark. Eine Preiserhöhung um 1 % senkt die Nachfrage um mehr als 1 %. Typisch für Produkte mit vielen Alternativen (z. B. eine bestimmte Süßigkeitenmarke).
- Unelastisch (Betrag < 1): Die Menge reagiert schwach. Typisch für Güter des täglichen Bedarfs ohne Ersatz (z. B. Benzin, Medikamente).
- Einheitselastisch (Betrag = 1): Mengen- und Preisänderung sind prozentual gleich groß.
Beispiel-Rechnung
Ein Anbieter erhöht den Preis von 10 € auf 11 € (+10 %). Die Nachfrage sinkt von 1.000 auf 850 Stück (−15 %).
Preiselastizität = −15 % ÷ +10 % = −1,5 (Betrag 1,5).
Der Betrag ist größer als 1 → die Nachfrage ist in diesem Bereich elastisch. Für den Anbieter heißt das: Die Preiserhöhung senkt den Umsatz, weil die Menge überproportional einbricht.
Was bestimmt die Elastizität?
- Verfügbarkeit von Substituten: viele Alternativen → elastischer.
- Notwendigkeit: lebensnotwendige Güter → unelastischer.
- Anteil am Budget: teure Anschaffungen → elastischer.
- Zeit: langfristig ist die Nachfrage meist elastischer (Kunden finden Alternativen).
Fazit
Die Preiselastizität zeigt, wie empfindlich Kunden auf Preisänderungen reagieren. Ist die Nachfrage elastisch (>1), schaden Preiserhöhungen dem Umsatz; ist sie unelastisch (<1), kann der Anbieter den Preis eher anheben. Für Preisstrategien ist sie deshalb eine der wichtigsten Kennzahlen überhaupt.
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