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Buchungssätze einfach erklärt: Soll an Haben (mit Beispielen)

  • Jens
  • 30. August 2026 um 08:00
  • 27 Mal gelesen
  • 0 Kommentare
Soll an Haben – der Satz, an dem viele im Rechnungswesen verzweifeln. Dabei folgt jeder Buchungssatz einer klaren Logik. Wir erklären Schritt für Schritt, wie du jeden Geschäftsvorfall richtig buchst.
Aus unserem Magazin
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Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Die Grundregel
  2. Welches Konto ins Soll, welches ins Haben?
  3. Vier Beispiele
  4. So gehst du systematisch vor
  5. Fazit
    1. Mehr einfach erklärt auf study-board.de

„Soll an Haben" – kaum ein Satz sorgt im Rechnungswesen für mehr Verwirrung. Dabei ist das System dahinter logisch und mit etwas Übung schnell durchschaut. Ein Buchungssatz sagt einfach nur: Welches Konto wird im Soll gebucht, welches im Haben – und mit welchem Betrag.

Die Grundregel

Jeder Geschäftsvorfall berührt mindestens zwei Konten (doppelte Buchführung). Ein Buchungssatz lautet immer:

Soll-Konto an Haben-Konto Betrag

„An" ist dabei nur ein Trennwort ohne inhaltliche Bedeutung – es trennt Soll von Haben.

Welches Konto ins Soll, welches ins Haben?

Das hängt von der Kontoart ab. Merke dir diese vier Fälle:

  • Aktivkonto (Vermögen, z. B. Kasse, Bank, Maschinen): Zugang im Soll, Abgang im Haben.
  • Passivkonto (Schulden/Kapital, z. B. Verbindlichkeiten, Darlehen): Zugang im Haben, Abgang im Soll.
  • Aufwandskonto (z. B. Miete, Löhne): Buchung im Soll.
  • Ertragskonto (z. B. Umsatzerlöse): Buchung im Haben.

Eselsbrücke: Aktivkonten „leben im Soll" (Zugang links), Passivkonten spiegelbildlich im Haben.

Vier Beispiele

1. Wareneinkauf gegen Bank (1.000 €): Der Warenbestand (Aktiv) steigt, die Bank (Aktiv) sinkt.
Waren an Bank 1.000 €

2. Kunde zahlt Rechnung bar (500 €): Kasse (Aktiv) steigt, Forderungen (Aktiv) sinken.
Kasse an Forderungen 500 €

3. Miete per Bank überwiesen (800 €): Aufwand entsteht, Bank sinkt.
Mietaufwand an Bank 800 €

4. Ware auf Ziel verkauft (2.000 €, netto): Forderung steigt, Ertrag entsteht.
Forderungen an Umsatzerlöse 2.000 € (die Umsatzsteuer lassen wir hier der Einfachheit halber weg).

So gehst du systematisch vor

  1. Welche Konten sind betroffen?
  2. Welche Kontoart ist das jeweils (Aktiv, Passiv, Aufwand, Ertrag)?
  3. Ist es ein Zugang oder Abgang – und damit Soll oder Haben?
  4. Buchungssatz aufschreiben und prüfen: Soll-Betrag = Haben-Betrag?

Fazit

Buchungssätze sind kein Auswendiglernen, sondern Logik: Kontoart bestimmen, Zugang/Abgang klären, Soll an Haben schreiben. Wer die vier Kontoarten sicher beherrscht, bucht jeden Standard-Geschäftsvorfall richtig. Übung mit echten Aufgaben macht den Rest.

Mehr einfach erklärt auf study-board.de

  • Rechnungswesen-Grundlagen: Bilanz, GuV & Buchführung
  • Abschreibung einfach erklärt
  • Umsatzsteuer-Zahllast berechnen & buchen
  • BWL-Kennzahlen: Deckungsbeitrag, Break-Even & ROI
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