Eigenkapitalrentabilität vs. Gesamtkapitalrentabilität einfach erklärt
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Jens -
13. Juli 2026 um 09:00 -
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Rentabilitätskennzahlen zeigen, wie effizient ein Unternehmen mit seinem Kapital wirtschaftet. Zwei der wichtigsten sind die Eigenkapitalrentabilität und die Gesamtkapitalrentabilität. Sie klingen ähnlich, beantworten aber unterschiedliche Fragen.
Eigenkapitalrentabilität (EKR)
Die EKR misst, wie sich das eingesetzte Eigenkapital verzinst – die Perspektive der Eigentümer.
EKR = Gewinn ÷ Eigenkapital · 100
Beispiel: 20.000 € Gewinn bei 100.000 € Eigenkapital → EKR = 20 %.
Gesamtkapitalrentabilität (GKR)
Die GKR misst die Verzinsung des gesamten im Unternehmen arbeitenden Kapitals (Eigen- + Fremdkapital) – unabhängig von der Finanzierung. Deshalb werden die Fremdkapitalzinsen wieder hinzugerechnet:
GKR = (Gewinn + Fremdkapitalzinsen) ÷ Gesamtkapital · 100
Beispiel: 20.000 € Gewinn + 5.000 € FK-Zinsen bei 250.000 € Gesamtkapital → GKR = 10 %.
Der Unterschied auf einen Blick
Der Leverage-Effekt
Spannend wird es, wenn die GKR über dem Fremdkapitalzins liegt: Dann steigt durch die Aufnahme von Fremdkapital die Eigenkapitalrentabilität – das ist der Leverage-Effekt (Hebelwirkung). Solange sich das Fremdkapital „mehr verdient", als es an Zinsen kostet, hebelt es die EK-Rendite nach oben. Achtung: Der Hebel wirkt auch nach unten, wenn die GKR unter den FK-Zins fällt.
Mehr Kennzahlen mit Formeln und Beispielen findest du im Überblick zu den wichtigsten BWL-Kennzahlen, die Grundlagen im Rechnungswesen-Ratgeber. Austausch im BWL-Forum von Study-Board.de.
Warum die Eigenkapitalrendite oft höher ausfällt, wird hier diskutiert: Eigenkapital- vs. Gesamtkapitalrentabilität.
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