Zur zweiten Frage, weil ich genau denselben Stau hatte (bei mir waren es sechs offene Hefte):
Nicht chronologisch, sondern nach Aufwand sortieren. Geh die offenen Hefte einmal durch und schreib hinter jedes grob, wie lange du brauchst. Dann fang mit dem kürzesten an, nicht mit dem nächsten in der Nummer. Zwei schnell abgeschickte Aufgaben ändern die Stimmung komplett – der Berg wird sichtbar kleiner, und genau das fehlt einem im Rückstand.
Was mir sonst geholfen hat:
- Nur ein Heft gleichzeitig offen. Ich hatte parallel in drei Heften gelesen und nichts abgeschickt. Fertig werden schlägt vorankommen.
- Abschicken, sobald es gut genug ist. Eine eingereichte Aufgabe mit 85 Punkten bringt dich weiter als eine perfekte, die seit vier Wochen im Entwurf liegt. Die Note der Einsendeaufgabe ist bei den meisten Anbietern ohnehin nicht abschlussrelevant.
- Korrekturzeit einplanen. Die Korrektur dauert je nach Anbieter ein bis drei Wochen. Wenn Hefte aufeinander aufbauen, schick eins ab und fang direkt mit dem nächsten an, statt auf das Ergebnis zu warten – sonst verlierst du pro Heft zwei Wochen.
- Kein Nachholen des Sommers. Der Rückstand ist da, den arbeitest du nicht in zwei Wochen weg. Plan für die Aufholphase lieber eine Aufgabe mehr pro Monat als sonst, dafür über ein halbes Jahr.
Und ganz praktisch gegen das „Ordner zumachen“: Nimm dir nicht vor, das Heft zu bearbeiten, sondern nur die Aufgabenstellung zu lesen und drei Stichworte zu notieren. Das schafft man auch an einem schlechten Abend – und meistens sitzt man dann doch eine Stunde dran. 💪