Hi Kathy, deine Beschreibung passt schon. Eine saubere Definition: Ein Manntag (heute meist neutral Personentag, abgekürzt PT) ist die Arbeitsleistung, die eine Person an einem Arbeitstag erbringt – in der Regel mit ~8 Stunden Normalarbeitszeit hinterlegt. Es ist also eine reine Aufwandseinheit, keine Personen- und keine Zeitangabe für sich allein.
Die Einheit skaliert nach oben:
- 1 Personenmonat (PM) ≈ 18–22 PT (je nach angesetzten Arbeitstagen pro Monat)
- 1 Personenjahr (PJ) ≈ 200–220 PT (also Arbeitstage abzüglich Wochenenden, Urlaub, Feiertage)
Wofür man das braucht: Aufwandsschätzung, Kalkulation und Angebotserstellung. Du beschreibst den Gesamtaufwand eines Projekts in PT und kannst daraus Kosten (PT × Tagessatz) und Termine ableiten – unabhängig davon, wer am Ende konkret arbeitet.
Kleines Rechenbeispiel: Ein Arbeitspaket ist mit 20 PT bewertet. Das bedeutet:
- 1 Person braucht dafür 20 Arbeitstage, oder
- 2 Personen schaffen es in 10 Tagen, oder
- 4 Personen theoretisch in 5 Tagen.
Und genau hier sitzt der häufigste Denkfehler: PT sind keine Kalendertage. Erstens arbeitet niemand zu 100 % Auslastung an einer Aufgabe (Meetings, Abstimmung, andere Projekte). Zweitens lässt sich Arbeit nicht beliebig parallelisieren – neun Frauen bekommen ein Kind auch nicht in einem Monat. 20 PT können sich im Kalender also locker über sechs oder acht Wochen ziehen. Deshalb immer zwischen Aufwand (PT) und Durchlaufzeit (Kalendertage) trennen – das verwechseln in der Praxis selbst erfahrene Leute ständig.