Hälst du Studiengebühren für sinnvoll?

  • Vielleicht findest Du ja auch hier eine Antwort:
  • Wie würde denn dann so ein Gebürenmodell aussehen?


    Wenn die Kosten zu hoch sind so das sich das Studieren nur noch reiche Leute leisten können, ist das wirklich eine ganz, ganz schlechte Idee.

  • Zitat

    Original von Cort
    Wie würde denn dann so ein Gebürenmodell aussehen?
    ... reiche Leute leisten können, ist das wirklich eine ganz, ganz schlechte Idee.


    du stellst die richtigen fragen:
    1. gebührenmodell
    2. "reiche" leute


    als ich studierte, waren studiengebühren selbstverständlich. musste zwar
    die gebühren selbst verdienen. aber so war's "damals".


    wenn man der umfrage noch einige auswahlen zuliesse, etwa "es kommt auf das modell an",
    dann würden sich sicherlich einige andere ergebnisse zeigen.


    dass man ohne gebühren nicht mehr auskommen wird, ist mittlerweile eine binsenwahrheit.
    jeder rektor weiss, dass es so kommen muss. sind ja auch schon massig empfehlungen
    vorhanden.


    nein, die modelle sollen nicht die "reichen" bevorzugen. das wäre nicht die lösung.
    aber dass die "reichen" mehr zur kasse gebeten werden, wäre schon angemessen.


    habe ein jahr an der harvard university verbracht. die stand ja immer im verdacht,
    dass nur die "reichen" da studieren konnten. aber das war früher eher der fall.
    etwa ein drittel der studenten waren zu meiner zeit nicht "reich". sie hatten allerdings
    was in der "birne".


    das soll erstmal reichen.


    gruss vom plumber

  • Begründung für meine Abstimmung: ganz schlechte Idee


    Studiengebühren, egal in welcher Form wiedersprechen dem sozialen System der freien Ausbildung für alle.
    Momentan wird dieses Modell immer wieder hervorgekramt um den Haushalt zu entlasten. Dies ist ja wohl der einzige wahre Grund der hiter der Diskussion steht. Das dieses Haushaltsproblem aber strukturell bedingt ist (mir würden einige Mrd. € einfallen die sich einsparen liesen) und sich die Einsparungen politisch nicht sinnvoll durchführen lassen werden eben neue Einnahmefelder gesucht.

    Kiva.org — Loans that change lives
    Make a small loan, make a big difference — Check out Kiva to learn how!

  • Zitat

    Original von Strolch
    ... Studiengebühren, egal in welcher Form wiedersprechen dem sozialen System der freien Ausbildung für alle....


    hai strolch,


    wo steht denn das geschrieben: sozialen system...?


    vielleicht ist mir etwas entgangen.


    sozial verträglich, ja. aber auch finanzierbar.


    gruss vom plumber


  • Was soll dir da entgangen sein? In diesem Staat besteht bisher das Recht auf FREIE Ausbildung und eine Änderung daran sollte von den Bürgern nicht hingenommen werden, da dies einer der Grundpfeiler unsere Sozialstaates ist. Die ewigen, das muß finanzierbar sein, Sager gehen mir auf die Nerven, die solln sich erstmal ansehen welchen Scheißdreck diesere Staat finanziert, angehend von Subventionen für BMW, einen Konzern, dem es wirklich sehr sehr gut geht, weiter über absolut sinnlose Wirtschaftsförderung wie dem Kohlepfennig bis zum Unterhalt von Dutzenden STAATLICHEN Krankenkassen, deren Verwaltung Millionen auffrist. Da ist dir vielleicht was entgangen.


    Zitat

    Artikel 128


    (1) Jeder Bewohner Bayerns hat Anspruch darauf, eine seinen erkennbaren Fähigkeiten und seiner inneren Berufung entsprechende Ausbildung zu erhalten.


    (2) Begabten ist der Besuch von Schulen und Hochschulen, nötigenfalls aus öffentlichen Mitteln, zu ermöglichen.





    Kiva.org — Loans that change lives
    Make a small loan, make a big difference — Check out Kiva to learn how!

  • also ich halte studiengebühren schon für sinnvoll aber nur wenn sie auch dafür eingesetzt werden wofür sie vorgesehen sind, nämlich zur besseren ausstatung der unis


    wenn sie aber nur zur sanierung des staatshaushaltes erhoben werden finde ich sie sinnlos denn dann bekommen die studenten auch keine bessere ausbildung

  • bin absoluter studiengebühren gegner........


    aber einen kleinen semesterbeitrag fände ich noch in ordnung....jedoch gebühren für langzeitstudenten sind
    eine frechheit. ich möchte mir weder von politik noch wirtschaft diktieren lassen wie , wo , was und wie lange ich studiere... das sollte jeder mensch für sich alleine entscheiden können.

  • Hallo,


    ich denke, das Problem ist, dass es immer noch nicht zu allen durchgedrungen ist, dass Bildung das Wchtigste ist, dass wir uns, unseren kindern und unserem Land geben können. Wie kann Deutschland imStandortwettbewerb denn punkten, wenn nicht über die Qualifikationen. Ich wäre auch bereit, dafür meinen Beitrag zu leisten, aber nicht, um dann trotzdem mit 120 Studenten im Hörsaal zu sitzen und wenn ich Glück habe, einmal im Semester ein Gespräch mit dem Prof führen zu können. Und dafür 500 Euro im Semester zahlen- das ist bei mir fast ein Monatseinkommen- um die marode Rentenkasse o. ä. zu sanieren. Die Jugend ist das Wertvolle im Staat, das sollte den Alten endlich klarwerden, da sollte investiert werden, und nicht in Renten, die so hoch sind, dass vier Arbeitnehmer dafür arbeiten müssen. Aber die Alten stellen nunmal immer noch die größte Wählergruppe. Also, Leute wählt. Damit könnt ihr was bewegen.


    Bis danndann


    Petrike

  • Naja, wenn ich mitbekomm das sie mit den Gebühren in Hamburg die Kindergärten finanzieren wollen wird es wohl keine Verbesserungen bringen (höchstens für die Kindergärten). Alles bleibt wie es ist. Die Ökosteuer finanziert das Rentensystem, alles ein wenig wirr in Deutschland ?(. Gebühren sind gut, solange sie die Qualität der Hochschulen Nachhaltig verbessern. Diesen Schritt kann ich in Deutschland leider nicht verfolgen.. Wenn ich etwas Gebe, kann ich auch Leistung erwarten, nicht nur schönrederei.

  • Mir ist es lieber, Studiengebühren zu bezahlen und sicher zu sein, daß dieses Geld auch wirklich an meine Uni geht, als daß Papa Steuern bezahlt, und es von irgentwelchen Finanz- oder Wirtschaftministern abhängt, ob das Geld an meine Uni geht, oder für eine neue Autobahn. Den es ist ja klar, daß das Geld eher für die Autobahn benutzt wird, wenn mehr Wähler Autofahrer, als Studenten sind :D


    Natürlich setzt das vorraus, daß es in Zunkunft leichter sein sollte Bafög zu bekommen, so das auch wirklich alle, die studieren wollen es sich auch leisten können. Das würde dann aber auch bedeuten, daß mehr Geld für Bafög zur Verfügung stehen müßte, was den Staat nicht sonderlich entlasten würde.


    Leider habe ich zu wenig Ahnung von wirtschaft, um das richtig einzuschätzten. Geben wir mehr Bafög, muß wo anders gespart werden. Vieleicht wäre es eine Idee Unis zu schliessen? Ich versteh nicht besonders, wieso Berlin drei Unis haben muß und wieso die LMU noch immer eine naturwissenschaftliche Fakultät hat, wenn es doch die TUM gibt. Aber schliessen wir die Fakultät, müssen die Studenten trotzendem wohin...


    Ich verstehe ja, daß die meisten von Euch gegen Studiengebühren sind, aber habt ihr irgentwelche Alternativen Sparpläne?


    Grüße,


    CJ

  • hm also wenn man die studiengebühren NACH dem Studium abtragen könnte das wär gut weil die unis das geld auf der einen seite dringend brauchen und wir aber auf der anderen seite während des studiums das geld schlecht aufbringen können...
    Und wenn wir es im nachhineinzahlen dann verdienen wir ja eh schon geld.....

  • Ich schliesse mich hier einmal Bohema & Jule an, im Grunde genommen geht es eben genau darum. Das amerikanische Modell ist einfach das zukunftsfähigste. Die Finanzierung muss angepasst werden, das ist der Punkt, die Universitäten mehr zu eigenen Schools spezialisiert werden und sollten nicht mehr die totale Generalisierung anstreben. Dann zahle ich doch gerne ;)


    Gruß
    Markus

    I don't always know what I'm talking about but I know I'm right!


    E-Mail: markus at study-board.com


    Skype und MSN auf Anfrage