Sitze gerade an meinem Projektantrag für ein WI-Modul und muss die Softwarearchitektur begründen, nicht nur umsetzen. Geplant ist eine kleine Anwendung (ungefähr 3-4 fachliche Bereiche, z. B. Nutzerverwaltung, Bestellung, Produktkatalog), die am Ende auch nur von mir alleine entwickelt und präsentiert wird.
Jetzt überlege ich, ob ich das Ganze als Microservices-Architektur aufziehe, weil das Thema gerade in der Vorlesung drankam und sich in der Doku bestimmt gut macht. Andererseits lese ich überall, dass Microservices ihren Mehrwert eigentlich erst bei großen Teams und unabhängig deploybaren Komponenten ausspielen – bei mir wäre das aber overengineered, oder?
- Macht es didaktisch überhaupt Sinn, Microservices für ein Ein-Personen-Projekt zu wählen, nur um die Architektur zu zeigen?
- Wie würdet ihr die Entscheidung Monolith vs. Microservices in so einem Kontext fachlich sauber begründen, ohne dass es nach „ich wollte halt den Hype-Begriff benutzen“ klingt?
- Gibt es vielleicht einen Mittelweg (z. B. modularer Monolith), den man in so einer Projektarbeit gut argumentieren kann?
Würde mich über eure Einschätzung freuen, gerade auch im Hinblick darauf, was in der Bewertung meist besser ankommt.