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Beiträge von heingeo

  • Welche konjunkturrelevate Problematik folgt aus diesem Artikel

    • heingeo
    • 31. August 2006 um 19:13

    Wer ist bereit und kann mir hier Helfen. Dieser Artikel erschien in DER WELT am 26.08.06.

    Nun ist die Aufgabe zu beantworten: Erläutern Sie die konjunkturrelevante Problematik.

    Leider kann ich überhaupt nichts damit anfangen.


    Text:
    Trügerische Ruhe auf den Märkten
    Einiges spricht dafür, dass uns bald wieder turbulente Zeiten bei den Währungskursen ins Haus stehen: Der Euro wird im Vergleich zum Dollar stark aufwerten.
    Von Dieter Wermuth
    Schon seit langer Zeit bewegen sich die wichtigsten Devisenkurse innerhalb enger Grenzen oder folgen stabilen Trends: Der Euro schwankt zwischen 1,20 und 1,30 Dollar. Die Niedrigzinswährungen Yen und Schweizer Franken werten gegenüber der Gemeinschaftswährung langsam, aber stetig ab, der Euro liegt gegenüber der britischen Währung seit fast drei Jahren innerhalb der Bandbreite von 0,66 und 0,70 Pfund. Unter den wichtigsten Devisen der Emerging Markets wertet der chinesische Renminbi seit Mitte 2005 graduell um etwa drei Prozent pro Jahr auf. Und der Rubel befindet sich zum Dollar in einem Aufwärtstrend.
    Die Volatilität ist an den Devisenmärkten daher seit langem eingedämmt. Die Akteure gewöhnen sich zunehmend an die entspannte monetäre Front. Es spricht aber einiges dafür, dass uns bald wieder turbulentere Zeiten ins Haus stehen.
    Der Auslöser dürfte eine Neubewertung des Dollar sein. Normalerweise dürfte der Greenback nicht so stabil sein, wie er ist, denn das Leistungsbilanzdefizit der USA beträgt immer noch 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - rund 800 Mrd. Dollar. Daraus ergibt sich ein ständiges Überangebot an Dollar, was tendenziell zu einem Preisverfall führen müsste. Dass es dazu bisher nicht gekommen ist, ist der Politik der US-Notenbank (Fed) zu verdanken, die den Leitzins in den vergangenen beiden Jahren von einem auf 5,25 Prozent angehoben und damit Anlagen am Dollar-Geldmarkt immer attraktiver gemacht hat. Spekulanten nehmen inzwischen Kredite in Yen und Schweizer Franken auf, um das Geld in Dollar-Anlagen renditeträchtig anzulegen und unfreiwillig den Greenback zu stützen (Carry Trades).
    Nun sieht es aber nach den zunehmend schwachen Konjunkturzahlen danach aus, als stünde das Ende der restriktiven US-Geldpolitik kurz bevor. Die Terminmärkte, die noch bis vor wenigen Tagen auf eine letzte Anhebung der Fed auf 5,5 Prozent gesetzt hatten, signalisieren bereits den Vollzug der Zinswende. Das aktuelle Zinsniveau ist aber immer noch relativ attraktiv für manche Carry Trades und stützt damit weiterhin den Dollar.
    In der Vergangenheit war es allerdings so, dass die Fed bereits relativ bald nach der letzten Zinsanhebung die Kehrtwende vollführte, weil die vorangegangenen Schritte mit der üblichen Verzögerung die Konjunktur stets stärker als gewünscht abgekühlt hatten. Die Fed sorgt sich bekanntlich mehr als die EZB um das Wirtschaftswachstum und die Lage am Arbeitsmarkt. In den drei Zinszyklen seit Mitte der Achtzigerjahre lagen jeweils nur drei bis acht Monate zwischen der letzten Erhöhung und der ersten Senkung des US-Leitzinses. Wenn sich das Muster wiederholt, dürfte es bald nur noch um die Frage gehen, ob wir schon 2006 oder erst Anfang des nächsten Jahres niedrigere Dollar-Zinsen sehen werden. Die amerikanischen Rentenmärkte jedenfalls boomen bereits in freudiger Erwartung, obwohl die aktuellen Inflationsraten weiterhin über der "Komfortzone" der Notenbank liegen.
    Mit anderen Worten, von der Zinsseite her wird der Dollar bald weniger attraktiv. Die EZB dagegen hat mehr oder weniger klar signalisiert, dass es in diesem Jahr noch zu zwei Erhöhungen von jeweils 25 Basispunkten auf dann 3,5 Prozent kommen wird. Der Euro dürfte also gegenüber dem Dollar aufwerten. Zwar sieht es auch bei der Leistungsbilanz Eurolands nicht besonders gut aus, weil Frankreich und Italien, vor allem aber Spanien Probleme mit ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit haben, das Defizit liegt aber trotzdem nur bei 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und hebt sich damit positiv von der amerikanischen Leistungsbilanz ab. An den Devisenmärkten wird sich die Nachfrage nach Euro also relativ zum Dollar verstärken. Die entscheidenden Fragen sind, ob die EZB ihren Restriktionskurs im nächsten Jahr fortsetzen und wie konsequent die Fed die Zinsen zurückschrauben wird
    An den Terminmärkten werden die Chancen einer europäischen Zinserhöhung über 3,5 Prozent hinaus nur noch bei weniger als 50 Prozent gesehen. Das signalisieren auch die Rentenmärkte, die sich seit Wochen in einer Rallye befinden. Das von der EZB angepeilte Zinsniveau markiert zudem die untere Kante des Korridors, in dem sich der neutrale Zins befindet, den die Währungshüter anstreben. Spätestens dann wird die Zinsstrukturkurve nahezu flach sein und auf diese Weise stark dämpfend auf die Konjunktur einwirken. Die EZB will sicher auch vermeiden, dass sich die kommende Dollar-Abwertung zu einem Dollar-Crash auswächst. Spätestens wenn der Euro wieder sein altes Hoch von 1,36 Dollar erreicht hat, was eine realistische Möglichkeit ist, wird ein weiteres Drehen an der Zinsschraube gestoppt. Trotzdem ist die Gefahr eines Dollar-Absturzes keineswegs vom Tisch


    Vielen Dank im voraus, für alle die diese Frage beantworten zu wissen.

    Gruß
    Heingo

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