Bitte um hilfe zu ORG02

  • Hallo,


    Wer kann mir noch bei den Fragen zu ORG02 weiterhelfen?


    3. a) Welche organisatorischen Einheiten kennt das Konzept der
    Prozessorganisation?
    Erläutern Sie sie am Beispiel eines Reisebüros.


    b) Inwiefern handelt es sich dabei um Module? Auf welcher Ebene lassen sie sich
    einordnen?


    4. a) Was versteht man unter Netzwerken und wie lassen sie sich unterscheiden?



    5. a) Wie hängen Telearbeit und klassische Teleheimarbeit zusammen?


    b) Zeigen Sie am Beispiel von Newplan, dass Flexibilität ein strategischer
    Erfolgsfaktor von virtuellen Unternehmen darstellt.


    Leider steh ich da komplett auf dem Schlauch oder will es nicht verstehen?!


    Ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen. Vielen Dank schonmal...



    Mit freundlichen Grüßen ;)

  • Das hier sind meine Antworten gewesen:


    zu 3.:

    a) Das Konzept der Prozessorganisation kennt die organisatorischen Einheiten

    -Caseworker
    -Caseteam und
    -virtuelle Teams

    Bezüglich eines Reisebüros sähen die Aufgaben dieser organisatorischen Einheiten wie folgt aus:

    - Caseworker: Der Caseworker übernimmt den gesamten Prozess. Er begleitet alle Kunden, die ihren Urlaub z.B. in Australien verbringen möchten von der Beratung über die Abwicklung der Reisebuchung bis hin zum Beschwerdemanagement oder der Klärung aller Fragen rund um diese Reise.

    - Caseteam: Ein Caseteam bearbeitet als übergreifendes, dauerhaftes Team zusammengefasste Aufgaben. In einem Reisebüro könnten sich Case-Teams z.B. aus den Caseworkern der Bereiche Deutschland, Belgien, Frankreich und den anderen europäischen Ländern zusammensetzen, die mit Kunden arbeiten, welche sich für eine Reise in eines dieser Länder interessieren.

    - virtuelle Teams sind temporäre Case-Teams, die nur für die Abwicklung einer bestimmten Aufgabe zusammenkommen. So würde ein Reisebüro beispielsweise ein virtuelles Team bilden, wenn eine außerordentliche Reise zu internationalen Großevents zu organisieren wäre. Nach Beendigung dieses Events (z.B. Fußball-WM oder olympische Spiele) löst sich das Case-Team wieder auf.

    Sie alle stellen organisatorische Einheiten dar und ersetzen die herkömmliche, auf Abteilungen basierende Organisationsstruktur.

    b) Modularisierung bedeutet eine Restrukturierung der Unternehmens-organisation auf der Basis kleiner, integrierter, kundenorientierter Prozesse in relativ kleine, überschaubare Einheiten (Module). Das Prinzip der Modularisierung wird noch deutlicher durch die Merkmale modular aufgebauter Unternehmen. Zu diesen Merkmalen zählen:

    - Prozessorientierung
    - Kundenorientierung
    - Integriertheit der Aufgaben
    - Bildung kleiner Einheiten
    - Dezentrale Entscheidungskompetenz und - verantwortung

    Überträgt man dies auf ein Reisebüro, wäre das Prinzip der Modularisierung z.B. auf der Ebene der Gesamtunternehmung realisiert, indem es ein Modul "Geschäftskunden" bildet, in dem alle Reiseaufträge von Geschäftskunden bearbeitet und erledigt werden.
    Eine Modularisierung auf der Ebene der Arbeitsorganisation würde realisiert werden, wenn z.B. sämtliche Belange der Geschäftskunden durch ein Case-Team abgearbeitet werden würden. Dies würde dem Kooperationsmodell entsprechen.
    Eine Modularisierung auf der Ebene der Prozesse würde stattfinden, wenn innerhalb des Moduls für Geschäftskunden ein weiteres Untermodul gebildet werden würde, das sich z.B. nur um Geschäftsreisen nach Asien kümmert.

    zu 4.:

    a) Netzwerke entstehen, wenn bestimmte unternehmensübergreifende Aufgabenstellungen durch enge, meistens vertragliche Beziehungen zwischen einer Mehrzahl rechtlich selbständiger Unternehmen abgewickelt werden. Es handelt sich um eine Form der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit, an der eine unterschiedlich hohe Anzahl verschiedener, in der Regel rechtlich selbständiger, Unternehmen beteiligt ist.
    Netzwerke werden in der Regel nach dem Ausmaß der Abhängigkeit von den am Netzwerk beteiligten Partnern unterscheiden. Folgende Arten von Netzwerken können so unterschieden werden. Es wird unterschieden zwischen

    -Kooperationsformen oder Beherrschungsformen als Basis
    -der Richtung der Zusammenarbeit
    -dem Ausmaß der Kooperation

    Weitere Möglichkeiten, Netzwerke zu unterscheiden, ist ihr Auftreten als Joint Venture oder als Projektgemeinschaft.

    zu 5.:

    a) Unter Teleheimarbeit versteht man die Erbringung der Arbeit durch den Mitarbeiter von zu Hause aus versteht.
    Telearbeit hingegen stellt eine mediengestützte, standortverteilte Aufgabenbewältigung dar, die vielfältige Ausprägungsformen und Arbeitsplatztypen kennt.
    Diese lassen sich unterscheiden nach

    -dem Ort der Leistungserbringung
    -der zeitlichen Regelung
    -dem zugrunde liegenden Vertrag
    -der zugrunde liegenden Technikunterstützung

    Die Teleheimarbeit ist somit eine Ausprägungsart der Telearbeit.

    b) Newplan ist eine Personalberatungsgesellschaft, die Freiberuflern eine Infrastruktur für das Selbständigsein anbietet. Der Freiberufler kann sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren, die restlichen Aufgaben übernimmt Newplan.
    Die notwendigen Dienstleistungen werden von eigenständigen Partnern erbracht, bei denen es sich um Unternehmen, Teams oder einzelnen Personen handelt, die in Abhängigkeit von den konkreten Bedürfnissen des Freiberuflers in das virtuelle Unternehmen einbezogen werden.
    Damit ist das Unternehmen schnell in der Lage, beim Auftreten einer spezifischen Anfrage oder Problems die notwendigen Kompetenzen zur Verfügung zu stellen.
    Die angeschlossenen Freiberufler können sich dabei auf ihre Kernkompetenzen beschränken und brauchen kein weiteres Personal (z.B. für Schreibarbeiten, Steuer- und Rechtswesen, Werbeaktionen).

    Ein virtuelles Unternehmen wie Newplan bietet demnach ein Höchstmaß an Flexibilität, da die modularen Einheiten mit dezentraler Entscheidungskompetenz und Ergebnisverantwortung in die Lösung der anstehenden Aufgaben eingebunden sind. Darin besteht der strategische Erfolgsfaktor von Newplan.


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    Hoffe, ich konnte helfen!

  • Vorausgesetzt die Fragen sind ausnahmsweise mal eindeutig, ist es eigentlich nie wirklich schwer.


    Die größte Herausforderung dürfte es sein, die Fragen richtig zu deuten und herauszufinden auf welche Seiten im Buch die sich beziehen.


    :roll:

  • Servus Volker,


    jahaaa, die ORG-Hefte sind schon recht knackig. Sätze ohne Punkt und Komma bei denen man am Ende schon wieder den Anfang vergessen hat.


    Du hast in deinen Lösungen aber fast 1:1 die Texte des Heftes wiedergegeben....Gab das volle Punktzahl? Ich hasse diese Hefte aber reines "abschreiben" nützt ja auch nix. Oder hast du das alles auswendig gelernt?


    Grüße, Fluffy

  • Also um ganz ehrlich zu sein:


    raussuchen der passenden Teile des Heftes und abpinnen. Resultat: Volle Punktzahl.


    Ich weiß, ist nicht grade die eleganteste Art und Weise, aber im Heft ist das meist optimal (in Bezug auf die Fragestellung) erklärt und durch hinzufügen oder weglassen von Teilen verliert man nur Punkte.


    Ich denke, ORG ist offensichtlich nur darauf aus, dass du die richtigen Teile im Heft in Bezug auf die Fragen finden kannst. Ist halt nur eine Lernkontrolle, reine Wiedergabe von bereits gelerntem Wissen.

  • Ja, aber das heisst ja diese Hefte machen überhaupt keinen Sinn.... Unnötige Arbeit kann ich da nur sagen und sehr interessant ist es auch nicht gerade. Für meinen Lehrgang brauch ich den Quatsch eigentlich kein bisschen, frage mich schon lange was die Hefte da eigentlich zu suchen haben.


    Ich habe schon beim ersten Heft gedacht "mein Gott was soll das ganze?" Kenne die Vorgehensweisen und Strukturaufbau eines Unternehmens aus der Praxis ganz genau, aber mit diesen hochtrabenden Ausdrücken schmeisst da keiner um sich. Da wird eben das Problem hingestellt und nach effizienten Lösungen gesucht und dann gelöst. Keinen interessiert ob sich das workflow, modulisierung oder sonst wie schimpft.


    Witzig sind auch die Unmengen von Quellenangaben, denken die im Ernst ich renn jetzt los und kauf mir all die Bücher? In GeBu macht HGB und die ganzen anderen Gesetze kaufen schon Sinn auch für die Praxis nachher....Aber ganz ehrlich...haben die Menschen, die diese Bücher verfasst haben nix anderes als Lebensaufgabe gefunden? Und wen zum Geier interessiert sowas denn en detail?


    Naja, manche hören sich halt gerne reden bzw. lesen gerne ihre hochintelligenten Formulierungen schwachsinniger Themen, über die sie sich dann kunstvoll und bedeutungsschwanger mit gleich(schwach)gesinnten unterhalten können.


    was machst du denn eigentlich für einen Lehrgang und nützt Dir ORG?


    sonnige Grüße

  • Ich mach den IT-Betriebswirt.


    Tja... nutzen... hm... ich bin Sachgebietsleiter in einem Gewerbeamt, wo eine Organisation herrschte, die eigentlich gar keine Organisation war, bis ich da angefangen hab. Ein paar Kleinigkeiten konnte ich also schon brauchen.


    Ich denke mal, bei der ORG-Reihe handelt es sich um Allgemeinwissen, was man einfach zum Teil grundsätzlich brauchen kann. Weiß man ja nie, wann man das mal evtl. brauchen könnte. Außerdem hat jede Ausbildung ihre Teile, die man nie wieder braucht. Wozu, zum Beispiel, braucht man in einer Verwaltungsausbildung Religionsunterricht???????


    Gesetzestexte kauf ich mir schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Im Netz findet man auf den entsprechenden Seiten (juris und dergleichen) alle Gesetze in aktuellster Fassung. Spart Unmengen Geld. Und - okay, muss ich jetzt fairneshalber zugeben -, die meisten Gesetze haben wir als Ordnungsbehörde auch im Komplettpaket. Aber Fachbücher, in denen ich das Zitierte nachlesen könnte, kauf ich mir auch nicht. Die wollen dem Studenten bloß zeigen, dass alle abgegebenen Zitate mit einer Quelle zu versehen sind. Im Portal der Akademie war letztens noch so ein böser Hinweis auf nicht genannte Quellen und dass das als Betrugsversuch mit ner 6 gewertet wird.


    Ich kann nur sagen: Durchbeißen und fertisch is. ;-)