Ich sitze gerade an einer Fallstudie, bei der wir zuerst ein ER-Diagramm und danach ein UML-Klassendiagramm für denselben Sachverhalt (Kunden, Bestellungen, Produkte) erstellen sollen. Am Ende kommt bei mir optisch fast dasselbe raus: Kästchen mit Attributen, Linien dazwischen, Kardinalitäten dran. Deswegen frage ich mich, wofür man sich überhaupt die Mühe macht, beides zu lernen.
Ich hab bisher verstanden, dass ER-Diagramme eher für die Datenmodellierung/Datenbankentwurf gedacht sind und UML-Klassendiagramme eher aus der Softwareentwicklung kommen, weil man da auch Methoden reinpacken kann. Aber ist das schon der ganze Unterschied, oder gibt es da noch was Grundsätzlicheres in der Denkweise dahinter?
Konkret hänge ich auch daran: Wann würde man in der Praxis wirklich beide Diagramme für dasselbe System brauchen, und wann reicht eins von beiden? Oder ist das eher eine akademische Übung, um beide Notationen mal gesehen zu haben?