Pwi02

  • Hallo zusammen,
    ich bin nun auch bei dem Einsendeheft PWI02 angelangt.
    Nach dem ich nun meine Ergebnisse mit denen hier im Board vergleichen wollte bin ich auf verschiedene Meinungen zu dem Heft gestoßen, was mich nun wieder sehr verunsichert hat.
    Kann mir eventuell einer mal seine bewerteten Aufgaben schicken oder ich schicke sie ihm, dass mal einer drüberschaut.
    Wäre sehr dankbar
    Mit freundlichem Gruß

  • Vielleicht findest Du ja auch hier eine Antwort:
  • E. Einsendeaufgaben zu PWI02
    Lernheftcode: PWI02-XX1-K17

    Aufgabe 1)



    1. In Abschnitt 1.2.2 wird dargestellt, wie eine optimale Losgröße berechnet wird. Damit
    die Ermittlung der optimalen Qualitätsgesamtkosten (Abschnitt 2.2) vergleichen und die
    Gemeinsamkeiten feststellen.

    Jeder Fertigungsauftrag verursacht Fixkosten. Das sind insbesondere Rüstkosten,
    Auftragsbearbeitungskosten, Auftragsabrechnungskosten und Lohnrechnungskosten.
    Sie werden als auftragsfixe oder auflagenfixe Kosten bezeichnet. Da sie sich als Fixkosten auf
    die gefertigten Stücke verteilen, fallen sie mit steigender Losgröße degressiv. Das heißt, je
    größer die pro Los gefertigte Auftragsmenge, desto kostengünstiger ist die Fertigung. Ein
    Betrieb wird unter diesem Gesichtspunkt also versuchen möglichst große Mengen eines
    Produktes ohne Umrüstung zu produzieren, d. h., das Fertigungslos so groß wie möglich zu
    machen.

    Muss allerdings die gefertigte Menge auf Lager genommen werden, so steigen dadurch die
    auflagevariablen Lagerkosten.

    Da beide Kostenverläufe gegenläufig sind, lässt sich mit ihrem Schnittpunkt eine optimale
    Losgröße bestimmen. Sie ist diejenige Ausbringungsmenge, bei der die Kostensumme dieser
    Kostenarten ihr Minimum hat, bei der die Stückkosten also am geringsten sind.
    Durch die Arbeitsvorgänge im Qualitätswesen entstehen Kosten. Man bezeichnet diese als
    Qualitätskosten. Das können Fehlerverhütungskosten, Prüfkosten und Fehlerkosten sein.

    Fehlerverhütungskosten sind Kosten, die das Entstehen von Fehlern verhüten sollen. Hierzu
    zählen Kosten der Qualitätsplanung, Fehleranalyse und
    Qualitätsförderung.
    Beispiel: Kosten für die Entwicklung und Herstellung von Prüfgeräten,
    für die Erstellung von Fehlerlisten usw.

    Prüfkosten entstehen durch die Feststellung von Fehlern oder von Fehlerfreiheit
    des Produktes. Es sind die Kosten der Fertigungskontrolle.
    Beispiele: Wareneingangsprüfung bei Anlieferung, Warenendkontrolle
    nach Fertigungsabschluss usw.

    Fehlerkosten sind die Folge von nicht erkannten oder nicht beseitigten Fehlern,
    entstehen also als deren Folge.
    Beispiele: Kosten für Nacharbeiten, für Ausschuss oder Gewährleistung
    aus Garantieverpflichtungen.

    Hieraus ist klar zu erkennen, dass Fehlerverhütungs- und Prüfkosten in einem gegenläufigen
    Zusammenhang zu den Fehlerkosten stehen: Die Fehlerverhütungskosten sind umso höher, je
    genauer die Qualitätskontrolle und je exakter die Messinstrumente sind; desto größer ist aber
    auch der Vollkommenheitsgrad des Endproduktes und desto geringer sind damit die
    Fehlerkosten.
    Damit lässt sich durch einen Kostenvergleich ein Minimum der Qualitätsgesamtkosten
    ermitteln, das als optimal anzustreben ist.

    Gemeinsamkeiten:
    § Sowohl durch die Arbeitsvorgänge im Qualitätswesen als auch durch einen
    Fertigungsauft rag entstehen verschiedene Kosten.
    § Anhand der Entwicklung der Gesamtkosten kann man erkennen, dass der Verlauf in
    beiden Fällen gleich ist. Die Summe der einzelnen, spezifischen Kosten führt zu den
    Gesamtkosten.
    § Wie eben angesprochen kann man deutlich sehen, dass sowohl bei der Bestimmung
    der optimalen Losgröße als auch bei der Ermittlung der optimalen
    Qualitätsgesamtkosten diverse Kostenverläufe gegenläufig sind. Es stehen demnach
    einzelnen Kosten der jeweiligen Gesamtkosten gegenläufig zueinander.
    § Die optimale Losgröße ist diejenige Ausbringungsmenge, bei der die Kostensumme
    dieser Kostenarten ihr Minimum hat. Diesen Punkt kann man auch bei den
    Qualitätsgesamtkosten erkennen. Aufgrund der Tatsache, dass diverse Kostenverläufe
    gegenläufig sind, lässt sich durch einen Kostenvergleich ein Minimum der
    Qualitätsgesamtkosten ermitteln.
    § Einzelne Kosten verursachen bei einer Änderung jeweils auch Änderungen
    hinsichtlich der Losgröße und des Vollkommenheitsgrades. (Die Gesamtkosten
    steigen ab einer bestimmten Losgröße, aber auch ab einem bestimmten
    Vollkommenheitsgrad entsprechend der Änderung)

  • Aufgabe 2)



    2. Für die Bearbeitung eines Auftrages mit 300 Stück fielen folgende Daten an:
    Rüstgrundzeit 15 min (gemessene Zeit)
    Die Rüstgrundzeit ist voll variabel. Der Leistungsgrad beträgt für sie 125%. Für
    Rüstverteilzeit und Rüsterholungszeit gilt kein Leistungsgrad.

    Rüstverteilzeit 20% auf Rüstgrundzeit
    Rüsterholungszeit 8 % auf Rüstgrundzeit
    Beeinflussbare Haupttätigkeitszeit 8 min/Stück
    Beeinflussbare Nebentätigkeitszeit 5 min/Stück
    Wartezeiten 1 min/Stück
    Der Leistungsgrad wurde mit 130% ermittelt.
    Die Verteilzeit wird mit 20% vorgegeben, Erholungszeit fällt keine an.


    Ermittelt werden soll:
    - die Zeit je Einheit te
    21,48 min / St.
    - die Ausführungszeit ta
    6.444 min
    - die Rüstzeit tr
    22,95 min
    - die Auftragszeit T
    6.466,95 min

    trv = trg * 20% = 15 * 0,2 = 3 min.
    trer = trg * 8% = 15 * 0,08 = 1,2 min.
    trg = trg * 125% = 15 * 1,25 = 18,75 min.
    tr = trv + trer + trg = 3 + 1,2 + 18,75 = 22,95 min.

    ttb = 8 min. / St + 5 min. / St. = 13 min. / St.
    tw = 1 min. / St.
    tg = ttb * 130% + tw = 13 * 1,3 + 1 = 17,9 min / St.

    tv = tg * 20% = 17,9 * 0,2 = 3,58 min. / St.
    te = tg + tv = 17,9 + 3,58 = 21,48 min. / St.
    ta = m * te = 300 * 21,48 = 6.444 min.
    T = ta + tr = 6.444 + 22,95 = 6.466,95 min.

  • Hallo zusammen,
    ich muss sagen, das verunsichert mich! Auf Rüsterholzeit und Rüstverteilzeit gilt kein Leistungsgrad. Warum wird dann von der Ist- (15) und nicht von der Sollzeit (18,75) die 20% bzw 8% berechnet? Kann mir das jemand erklären?


    LG Schnuggel

  • guten abend zusammen,


    melde mich jetzt auch mal zu wort, da ich momentan leider auch etwas verwirrt bin.
    ich bin seit längerer zeit mit dem sgd-studiengang zur geprüften betriebswirtin beschäftigt, habs leider etwas schleifen lassen...


    jedenfalls bin ich auch gerade an den ESA der hefte PWI01 und PWI02 und wollte meine lösungen hier im forum nochmals überprüfen bevor ich sie einschicke, da ich mir doch etwas unsicher bin. allerdings sind die lösungen hier teilweise recht unterschiedlich.


    ich komme bei meiner rechnung der aufgabe 2 von PWI02 auf folgende lösungen:


    te = 21,84
    ta = 6552
    tr = 22,95
    T = 6.574,95


    die lösung, die weiter oben aufgeführt ist und 100 punkte eingebracht hat wurde (laut einem anderen beitrag) von anderen lehrern als falsch bewertet. wie kann das denn sein?


    jedenfalls fällt es mir gerade schwer auf meine lösung zu vertrauen und die aufgabe einfach einzuschicken :(


    lg
    meli

  • Hallo Meli13,


    wie kann das sein, dass man trotzdem schlechte Noten bekommt, auch wenn das Ergebnis stimmt? Meine Studienleiter sind in diesem Fach sehr "überkorrekt". Was ich jetzt nicht als schlecht bezeichnen würde, was jedoch Punkte kostet. Deshalb überlege genau, was Du schreibst.


    Die richtigen Antworten sind:
    te = 21, 48
    ta = 6444
    tr = 22,95
    T =6466,95


    Hoffe es war noch rechtzeitig, bin leider nicht früher ins study-board-portal gekommen.


    LG Schnuggel

  • Hallo,


    weis einer von euch, wo bei der Errechnung
    Verteilzeit das "Zv" in der Formel herkommt?


    Verteilzeit (tv)
    Zv/100 * tg = 0,1x18,2 = 2,64 min/Stk
    te = tg + ter + tv = 18,2 + 0 + 3,64 = 21,84 min/Stk
    Die Zeit je Einheit beträgt 21,84 Min.


    Diese Formel ist auch im Lernheft (SGD) auf Seite 42 zu finden.


    Danke und schönen Gruß!

  • Du musst bei zv den angegebenen Prozentsatz der Verteilzeit nehmen. In der Einsendeaufgabe (PWI02-XX1-K18) sind das 20% (oder eben 20/100=0,2). Warum Verteilzeit so abgekürzt wird, weiß ich auch nicht.

  • Weis einer, wo bei mir der Fehler ist?


    18,2min tg (Grundzeit)
    + 0min ter (Erholungszeit)
    + 3,64min tv (Verteilzeit)
    -----------------------------------------
    = 21,84min te (Zeit je Einheit)
    * 300Stk m (Anzahl Einheiten)
    -----------------------------------------
    = 6552min ta (Ausführungszeit)
    + 22,95min tr (Rüstzeit)
    -----------------------------------------
    = 6574,95min T (Auftragszeit)



    Habe in 2 Beiträgen diese
    Ergebnisse gefunden:


    te- 21,48 min / St.
    ta - 6.444 min
    tr - 22,95 min
    T - 6.466,95min

  • Vielleicht hilft das:


    twWartezeit = 1 min/Stck.
    DieWartezeit unterliegt nicht dem Leistungsfaktor, da sie leistungsunabhängig.
    tg= tt *130% + tw = 13 min*1,3 + 1min = 17,9 min/Stck.


    Dadurch ergeben sich in der weiteren Rechnung auch andere Werte.

  • Hallo,


    ich hatte es so und es war korrekt:


    Errechnen der Zeit je Einheit te:

    Tätigkeitszeit tt = tbh + tbn = 5 + 8 = 13


    [TABLE='width: 500']

    [tr]


    [td]

    Tätigkeitszeit tt mit Leistungsgrad =

    [/td]


    [TD='align: center']13 x 130[/TD]

    [td]

    =

    [/td]


    [td]

    16,9 min/Stück

    [/td]


    [/tr]


    [tr]


    [td][/td]


    [TD='align: center']100[/TD]

    [td][/td]


    [td][/td]


    [/tr]


    [/TABLE]



    Grundzeit tg = tt + tw = 16,9 + 1 = 17,9 min/Stück

    [TABLE='width: 412']

    [tr]


    [td]

    Verteilzeit tv =

    [/td]


    [td]

    zv x tg

    [/td]


    [td]

    =

    [/td]


    [td]

    20 x 17,9

    [/td]


    [td]

    =

    [/td]


    [td]

    3,58 min/Stück

    [/td]


    [/tr]


    [tr]


    [td][/td]


    [TD='align: center']100[/TD]

    [td][/td]


    [TD='align: center']100[/TD]

    [td][/td]


    [td][/td]


    [/tr]


    [/TABLE]

    Zeit je Einheit te = tg + ter + tv = 17,9 + 0 + 3,58 = 21,48 min/Stück


    LG MaraCuja