Betriebswirt Einsendeaufgabe BWG01

  • Hallo zusammen,

    ich habe erst vor 2 Wochen mit dem Fehrnlehrgang Betriebswirt ILS begonnen und bin mit der Einsendeaufgabe BWG01 momentan bei der Frage 3 angelangt. Ich bin mir unsicher, ob ich alles richtig und ausreichend beantworte. Am meisten macht mir die Frage 2 "Wieso die reine Marktwirschaft gerecht aber auch ungerecht ist" zu schaffen.

    Gibt es ein paar Leute, die die Einsedeaufgabe bereits bearbeitet haben, und mir die Antworten zukommen lassen würden? Zwecks der Überprüfung. Ich möchte auf gar keinen Fall die Lösungen abschreiben! Ich hätte nur gerne einen oder zwei Vergleiche, weil ich so etwas noch nie gemacht habe.

    Wenn jemand bereit dazu ist, bitte melden.

    Vielen, vielen Dank!

    Carmen

  • Hey Gast!
    Hast Du eine Frage, die Du gerne beantwortet haben möchtet? Klickt auf den folgenden Link und Du wirst die Antwort finden:

    Hier findest Du die Antworten

    Egal, ob es sich um eine Frage zu einem bestimmten Thema in eurem Studium oder um allgemeine Ratschläge handelt - wir haben die Antworten, die ihr sucht. Also zögert nicht und klickt auf den Link! Wir freuen uns darauf, euch zu helfen.

  • 1. Nennen und beschreiben Sie kurz die systemindifferenten Tatbestände.


    Zu den systemindifferenten Tatbeständen zählen:
    - das System der Produktionsfaktoren -> Produktion von Gütern erfolgt durch planvolle

    Kombination der Produktionsfaktoren
    - das Prinzip des finanziellen Gleichgewichts -> Kombination der Produktionsfaktoren wird

    nach dem ökonomischen Prinzip vollzogen
    - das Prinzip der Wirtschaftlichkeit -> Unternehmen existiert langfristig, wenn finanz. Mittel

    ausreichen, um fällige Verbindlichkeiten zu decken


    Die systemindifferenten Tatbestände sind unabhängig von dem gewählten Wirtschaftssystem.


    2. Wieso ist die "reine" Marktwirtschaft gerecht, aber auch ungerecht?


    Die reine (freie) Marktwirtschaft ist eine Extreme, die sich in der Realität nicht verwirklichen lässt. Unter der reinen Marktwirtschaft versteht man die hemmungslose Freiheit, die nur im gewissen Maße zu vertreten ist. Wird diese Freiheit missbraucht, ist die soziale Gerechtigkeit gefährdet.
    In der freien Marktwirtschaft hat jeder geschäftsfähige Mensch die Möglichkeit, initiativ und kreativ tätig zu werden, soweit das die Rahmenregelungen zulassen -> gerecht.
    Allerdings, je weniger man von den notwendigen Grundfähigkeiten (z.B. geistig, kreativ) mitbringt, desto ungerechter sind die Chancen in der freien Marktwirtschaft.
    Bei der reinen Marktwirtschaft hat der Staat keinen Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen und spielt eine untergeordnete Rolle (Verarmung vieler – ungerecht). Außerdem herrscht hier ein freier Wettbewerb. Kleinere Unternehmen versuchen die Preise möglichst niedrig zu halten um bestehen zu können, während die großen Unternehmen die Preise in die Höhe treiben aufgrund ihrer Marktposition. Hier können z.B. Preiskartelle entstehen. Das merkt man z.B. deutlich bei Großhandelsketten wie „Media Markt“. Kleinere Elektronikgeschäfte können nicht so viel Werbung, oder „tiefste Sonderpreise“ machen, da sie ja meist das Geld zum Überleben brauchen. Die Masse der Menschen geht somit in den Media Markt, weil einem ja schon fast eingeredet wird, das alles dort billiger ist (was nicht immer der Fall ist). Durch einen unkontrollierten Wettbewerb können Monopole entstehen. Freie Lohn- und Preisbildung sowie freie Berufs- und Arbeitsplatzwahl ist auch ein Merkmal der reinen Marktwirtschaft. Die Unternehmen können sich Billigkräfte aus den Osteuropäischen Ländern holen und demjenigen den Job geben, der am wenigsten Lohn nimmt.

    In der reinen Marktwirtschaft regiert Geld die Welt, wer viel hat, kann viel investieren, sich Fachkräfte holen – wer hingegen wenig hat, wie z.B. auch die „Dritte Welt Länder“, hat es hier sehr schwierig, um zu existieren bzw. zu überleben oder erfolgreich Fuß zu fassen.

    Aus diesem Grund spricht man von einer gerechten, aber auch ungerechten Marktwirtschaft.
    Die freie Marktwirtschaft ist nicht gerecht, da sie nicht allen die gleichen Möglichkeiten bietet.
    In einer Wirtschaft ohne Regeln werden die Schwachen ausgenutzt, die noch schwächer werden. Die Soziale Marktwirtschaft versucht dies mit aufgestellten Regeln zu verhindern, z.B. durch den marktwirtschaftlichen Wettbewerb, durch wirtschafts- bzw sozialpolitische Aufgabenstellungen des Staates, sowie dem Privateigentum. Hierbei ist es das Ziel, die wirtschaftliche Freiheit mit der sozialen Gerechtigkeit in Einklang zu bringen.




    3. Systematisieren Sie die nachstehenden Arten von Betrieben nach detaillierten
    Klassifikationsmerkmalen und bestimmen Sie die branchenübliche Größe!

    Banken:

    Dienstleistungsbetriebe, Bankbetriebe -> Kreditinstitut, privatwirtschaftlich, Großbetriebe


    Schuhfabriken:

    Sachleistungsbetriebe, Industriebetriebe, privatwirtschaftlich, Großbetriebe


    Großhandelsbetriebe:

    Dienstleistungsbetriebe, Handelsbetriebe, privatwirtschaftlich, Mittelbetriebe


    Weinbauunternehmen:

    Sachleistungsbetriebe, Konsumgüterbetriebe, genossenschaftlich, Mittelbetriebe


    Fischereibetriebe:

    Sachleistungsbetriebe, Urproduktionen, privatwirtschaftlich, Kleinbetriebe


    Bäckereibetriebe:

    Sachleistungsbetriebe, Handwerksbetriebe, privatwirtschaftlich, Kleinbetriebe



    4. Sie möchten ein Softwarehaus gründen. Ziel ist die Entwicklung von Programmen für
    Betriebe. Die Kunden sollen auch nach dem Verkauf intensiv beraten werden.
    Welche Standortüberlegungen stellen Sie an? Begründen Sie bitte Ihre Ausführungen
    kurz.


    Bei meinen Überlegungen, wo ich mein Softwarehause gründen würde, bin ich auf die Universitätsstadt Jena gekommen. Folgende Punkte bezüglich des Standortes sind mir durch den Kopf gegangen:

    1. wirtschaftliches Umfeld:

    In Jena finden wir dynamische Wirtschaftskulturen, sowie erfolgreiche wissenschaftliche Innovationszentren. Die Unternehmen agieren auf höchstem internationalem Niveau, Weiterhin zeichnet sich Jena als ein führendes Zentrum für Biotechnologie aus, gilt als wirtschaftlicher Leuchtturm in Ostdeutschland, hat ein wachsendes Wirtschaftspotential (zählt als Hochtechnologiestandort) und ist außerdem „Stadt der Wissenschaft 2008“!

    2. Verkehrsinfrastruktur:

    Geografisch liegt Jena in der Mitte Deutschlands, im Stadtgebiet gibt es zwei Anschlussstellen an die A4 (Dresden / Frankfurt a.M.), eine direkte Verbindung zur Autobahn A9 (Berlin / Nürnberg) erfolgt über das nahe gelegene Hermsdorfer Kreuz. Das Schienennetz und der neu ausgebaute ICE-Bahnhof (Berlin / München) verbindet Jena mit allen europäischen Haupt- und Großstädten, welches einen großen strategischen Vorteil verschafft. Außerdem kann Jena auch einen Verkehrslandeplatz in Jena-Schöngleina anbieten.

    3. Kostenstruktur:

    Die Wirtschaftsförderung der Stadt Jena hat ein kompetentes Betreuungs- und Servicenetz aufgebaut, um interessierten Unternehmen den Weg in diese Region zu ebnen. Jena bietet attraktive Gewerbeflächen, sowie Steuererleichterungen für Firmen in den Gewerbegebieten, für das Softwarehaus würde ich deshalb hier kostengünstige Büroräume anmieten.

    4. Kundenpotential:

    Da viele technologieorientierte Unternehmen, sowie namhafte Weltkonzerne
    (wie z.B. ZEISS, JENOPTIK, SCHOTT, Jenaer Glas, Jenapharm) in Jena angesiedelt sind und die Bereiche der Opthalmologie, Nano- und Biotechnologie
    ständigen Zuwachs finden, sind hier schon viele Firmen da, die ständig neue Software für ihre Programme benötigen. Schließlich braucht man in der Grundlagenforschung gute Rechentechnik bzw Software. Zudem kommt dieses Jahr eine Lofar-Station in die Thüringer Landessternwarte in Tautenburg (20km von Jena).
    Da solche Firmen auf Software angewiesen sind, um Daten schnell und zuversichtlich auszulesen, ist der Standort Jena für das Softwarehaus mehr als ideal.


    5. Arbeitskräftepotential:

    Meine qualifizierten Mitarbeiter kann ich u.a. von der Friedrich Schiller Universität, sowie von anderen zahlreichen Instituten, die in der Nähe sind, bekommen.


    6. Vermarktung, Werbung, Marketing:

    Weiterhin würde ich einen Callcenter einrichten, hier hat der Kunde u.a. die Möglichkeit, die Software zu kaufen, Informationen über die Software zu erhalten, oder sich einfach beraten zu lassen.
    Da der Kunde König ist, hat er selbstverständlich nach dem Kauf der Software weiterhin die Möglichkeit, von meinen Mitarbeitern persönlich, per Telefon, per Email, oder durch den Vor-Ort-Service betreut zu werden. Diese können dann umgehend auf Fragen, Anregungen oder eventuell auftauchenden Problemen bei der Software vom Kunden schnell reagieren und die Fehler beheben.
    Die Vertriebswege laufen auch über das Internet. Hier kann die Software zusätzlich bestellt werden, der Versand erfolgt schnell und kostengünstig per Post, oder steht zum Verkauf im Callcenter bereit.


    7. Konkurrenzsituation, absatzbestimmende Faktoren:

    Da sich sehr viele Firmen hier angesiedelt haben, die ständig spezielle Softwareprogramme benötigen, wird es keine Probleme bezüglich des Absatzes geben. Und da viele Firmen auch auf dem internationalen Markt arbeiten, wird es sich relativ schnell rumsprechen, dass die Software von „uns“ programmiert wird. Allerdings darf man sich nie ausruhen und man muss immer einen Schritt weiter sein, als die Konkurrenz.


    5. Was ist ein Trust und wodurch unterscheidet er sich von einem Konzern?

    Trust, ("trust company" - Treuhandgesellschaft), ist der Zusammenschluss bzw. die Verschmelzung zweier oder mehrerer Unternehmen verschiedener Art zu einem einzigen Unternehmen, mit dem Ziel der Marktbeherrschung -> Vorteil: nur noch eine einzige Betriebsführung leitet den Betrieb, die Leitung kann in einem Maße rationalisiert und gestrafft werden. Angehörende Betriebe geben ihre rechtliche Selbständigkeit dabei jedoch auf.

    Der Konzern ist ein Zusammenschluss rechtlich selbstständiger Betriebe (durch finanz. Verflechtung – Beteiligung), mit einheitlicher Leitung zu wirtschaftlichen Zwecken. Ziel ist es häufig, eine marktbeherrschende Position zu erreichen. Die Betriebe (Glieder des Konzerns) sind kapitalmäßig, organisatorisch und i.d.R. vertraglich miteinander verbunden. Beim Konzern bleiben die angehörenden Betriebe rechtlich selbstständig.

    Fazit: Trusts verfolgen ähnliche Ziele wie Konzerne, können diese aber effizienter verfolgen, da
    die untergeordneten Unternehmen vollkommen unselbstständig geworden sind.

  • Hallo Fummelino,
    du bist ja wirklich ein Schatz. Jetzt muss ich mal deine Antworten mit meinen Vergleichen. Antwort 1 und 3 sehen bei mir schon mal sehr gut aus. Antwort 2 muss ich noch erstellen. Habe da bis jetzt nur Stichpunkte aufgeschrieben. Im großen und ganzen habe ich aber jetzt die Sicherheit, dass ich anscheinend doch auf dem richten Weg bin.

    Nochmals vielen, vielen Dank
    Gruß Carmen

  • Hallo flotte_biene82,

    sorry, ich schlage mich immer noch mit VWL rum. Bin leider noch nicht weiter. Kann deswegen zu deiner Frage keine Antwort geben. Vielleicht in ein paar Wochen/Monaten :(

    Viele Grüße